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Blanot: die Hostienpartikel und das blutbefleckte Tuch

Hugues de la Baume, Jacquette und Thomas Caillot am Osterfest 1331

Am 31. März 1331 bemerkte der Helfer Thomas Caillot bei der Osterkommunion in Blanot eine herabgefallene Hostienpartikel. Er rief den Priester Hugues de la Baume zurück. An der Stelle auf dem Kommuniontuch sah dieser Blut. Die Überlieferung nennt auch die Kommunikantin Jacquette und verbindet den Vorgang mit einer Untersuchung unter Bischof Pierre Bertrand und seinem Offizial Jean Jarossier. Das verehrte Tuch bewahrt das Gedächtnis eines Wunders, das die ganze Gegenwart Christi auch in der kleinsten eucharistischen Gestalt vor Augen stellt.

Worum es in diesem Fall geht

Die überlieferten Zeugnisse berichten, dass an der Stelle einer auf das Kommuniontuch gefallenen Hostienpartikel Blut erschien. Der betreffende Teil des Tuches wurde als Zeugnis des Wunders bewahrt.

Thomas Caillot ruft den Priester zurück

Die internationale Ausstellung bewahrt den Ablauf mit den Namen der Beteiligten: Am Osterfest, dem 31. März 1331, feierte Hugues de la Baume die Messe. Bei der Kommunion der Witwe Jacquette bemerkte der Helfer Thomas Caillot, dass eine Hostienpartikel auf das untergehaltene Tuch gefallen war. Er machte den Priester darauf aufmerksam. Als dieser zurückkehrte, sah er an der betreffenden Stelle Blut. Das Tuch wurde zum bewahrten Zeugnis des Geschehens. Caillot bezeugt dabei die Aufmerksamkeit für das Herabfallen, der Priester die anschliessend vorgefundene Spur.[1]

Ein kleiner liturgischer Gegenstand bewahrt das Zeugnis

Das Kommuniontuch diente dem ehrfürchtigen Umgang mit dem Sakrament. Es fing die Partikel auf und machte die betreffende Stelle eindeutig wahrnehmbar. Der befleckte Bereich wurde später als Reliquie verehrt. Für die historische Untersuchung sind seine Verwahrung, die Abtrennung des betroffenen Teils und die späteren Bezeichnungen wichtig. Das konkrete liturgische Umfeld erklärt, wie der Vorgang bemerkt und sein materieller Träger gesichert werden konnte.[1]

Die kirchliche Untersuchung im Bistum Autun

Die Ausstellung nennt Bischof Pierre Bertrand und den Offizial Jean Jarossier im Zusammenhang mit der Untersuchung. Damit bestehen konkrete Anhaltspunkte für die kirchliche Befassung und für weitere Archivarbeit. Die hier verwendete Quelle ist eine heutige Zusammenfassung dieses älteren Zeugnisses. Das vollständige Originalprotokoll ist darin nicht erschlossen; eine kritische Edition könnte die einzelnen Aussagen und die damaligen Prüfschritte genauer zugänglich machen.[1]

Blanot in der Côte-d’Or

Gemeint ist Blanot in der Côte-d’Or. Die örtliche Darstellung von Blanot 21 bestätigt den Zusammenhang seiner Kirche mit dem eucharistischen Wunder. Der Ort ist von gleichnamigen Gemeinden, insbesondere in der Saône-et-Loire, zu unterscheiden. Diese Zuordnung verbindet Zeugnis, Kirchenraum und Reliquiengeschichte am richtigen Ort und ist auch für Bilder und Pilgerwege entscheidend.[2]

Benannte Personen und ein bewahrter Gegenstand

Blanot bietet einen konkreten Vorgang mit namentlich genannten Beteiligten und einer bezeichneten kirchlichen Untersuchungsinstanz. Der Schwerpunkt seiner Belege liegt in der historischen Überlieferung. Eine moderne Laboranalyse, die Stoffart, Alter und Entstehung der Spur abschliessend bestimmt, ist in den erschlossenen Quellen nicht enthalten. Für die weitere Forschung sind deshalb die genannten Untersuchungsakten und die genaue Verwahrungsgeschichte des Tuches besonders wichtig. Der historische Nachweis wird anhand dieser Quellen beurteilt und nicht an einem unzutreffend vorausgesetzten modernen Laborverfahren.[1][2]

Der ganze Christus auch in der kleinsten Partikel

Die Würde der Eucharistie hängt nicht von der Grösse der sichtbaren Gestalt ab. In einer kleinen Partikel ist Christus nicht weniger gegenwärtig. Thomas Caillots Aufmerksamkeit wird dadurch zu einem Beispiel für den sorgsamen Dienst am Allerheiligsten: Er bemerkt das Herabfallen und ruft den Priester zurück. Das Wunder führt diese Ehrfurcht eindringlich vor Augen. Sie verbindet sich mit derselben Liebe zu Christus, die auch den Dienst am Nächsten tragen soll.[1]

Zeugen & Untersuchende

Hugues de la Baume

Zelebrant und Beobachter nach dem überlieferten Bericht

Sah die Blutspur an der bezeichneten Stelle auf dem Kommuniontuch.[1]

Thomas Caillot

Helfer bei der Messe

Bemerkte das Herabfallen der Hostienpartikel und rief den Priester zurück.[1]

Jacquette

Kommunikantin

Die namentlich genannte Witwe gehört zu dem in der Ausstellung erschlossenen Ablauf der Osterkommunion.[1]

Die Geschichte im Verlauf

  1. Ostermesse

    Die Überlieferung setzt hier die Hostienpartikel und die Blutspur an.[1]

  2. Kirchliche Befassung berichtet

    Die Ausstellung nennt Bischof und Offizial.[1]

  3. Bewahrung des Tuches

    Die örtliche Verehrung hält das Gedächtnis wach.[1]

  4. Örtliche Darstellung

    Der lokale Kulturverein beschreibt die Kirche und ihre Reliquie.[2]

Kirchliche Einordnung

Historisches eucharistisches Wunder mit kirchlichem Untersuchungsbezug

Die Ausstellung dokumentiert benannte Beteiligte und eine kirchliche Untersuchung im Bistum Autun. Der Fall wird in Blanot örtlich verehrt; die Quellen werden im Dossier nach ihrer jeweiligen Überlieferungsstufe erläutert.

Das kirchliche Verfahren für diesen Falltyp →

Einwände & Antworten

Könnte Blut von der Kommunikantin die Spur erklären?

Eine solche Möglichkeit wäre anhand der damaligen Beobachtungen und Untersuchungsakten zu prüfen. Ihre blosse Vorstellbarkeit beweist jedoch nicht, dass sie den Vorgang tatsächlich erklärt. Die Überlieferung nennt das Herabfallen einer Partikel und die anschliessende Entdeckung des Priesters. Entscheidend ist, wie früh und genau diese Aussagen festgehalten wurden und welche Alternativen die damalige Untersuchung behandelte. Die vorhandene Zusammenfassung ermöglicht keine nachträgliche forensische Entscheidung über diese Einzelhypothese. Sie lässt das positive historische Zeugnis aber ebenso wenig verschwinden.[1]

Warum gilt einer kleinen Partikel solche Ehrfurcht?

Weil Christi Gegenwart nicht nach der sichtbaren Menge abgestuft ist. Der Herr ist im Sakrament ganz gegenwärtig. Die Sorge um eine gefallene Partikel ist darum eine konkrete Form der Liebe zu Christus. Sie verlangt vernünftige liturgische Sorgfalt, keine ängstliche Suche nach unsichtbaren Spuren. Blanot macht diese Haltung an einer einfachen Handlung sichtbar: Ein Helfer bemerkt, was dem Sakrament widerfahren ist, und verständigt den Priester.[1]

Bedeutung für den Glauben

Blanot bewahrt ein konkretes eucharistisches Zeugnis mit benannten Beteiligten und kirchlicher Untersuchungstradition. Das Blut auf dem Kommuniontuch richtet die Aufmerksamkeit auf Christi ganze Gegenwart auch in der kleinsten Partikel. Die angemessene Antwort ist ehrfürchtige Sorgfalt gegenüber dem Allerheiligsten.[1][2]

Die Untersuchung vertiefen

Wie eucharistische Wunder untersucht werden

Den Ablauf sichern, das Material bestimmen und das kirchliche Urteil genau lesen.

Untersuchungsmittel und kirchliches Verfahren →

Quellen & Nachweise

Die Angaben zu Zugänglichkeit und Aussagebereich helfen dir, die Belege selbst einzuordnen.

  1. [1] Blanot

    Real Presence Eucharistic Education and Adoration Association · Ausstellungstext

    Sekundäre Darstellung mit benannten Beteiligten und Hinweis auf Untersuchung; Originalakten nicht eingesehen.

    Quelle öffnen · realpresence.org ↗
  2. [2] L’église de Blanot (Côte d’Or), un lieu chargé d’histoire et de spiritualité

    Les Amis de La Plaine à Blanot 21 · 2015-06

    Lokale Ortszuordnung und Erinnerung; Suchindex zugänglich, Direktabruf zeitweise blockiert.

    Quelle öffnen · lesamisdelaplaine-blanot21.over-blog.com ↗
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