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Ecclesia Catholica · Kirche verstehen

Eine Kirche. Viele Dienste.

Vom Nachfolger Petri bis zur Pfarrei: Die sichtbare Ordnung der Kirche auf einen Blick.

Flagge des VatikanstaatesVatikan
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Papst Leo XIV. bei einer Audienz im Mai 2025

Bischof von Rom · Der 267. Papst

Leo XIV.

Robert Francis Prevost
Gewählt am 8. Mai 2025

Biografie & Petrusamt →
Foto: Edgar Beltrán, The Pillar · Bildnachweis

Die katholische Kirche

In Christus verbunden · in Gemeinschaft mit dem Papst

24Kirchen

Sechs Ritenfamilien · eine Kirche anklicken und kennenlernen

Die Familien ordnen liturgische Traditionen und sind keine Leitungsebene. Orden und Gemeinschaften wirken über Ortsgrenzen hinweg.

01 · Die Kirche als Gemeinschaft

Verbunden in Christus.

Christus ist das Haupt seiner Kirche. Die sichtbaren Ämter dienen ihrem Glauben, ihrer Einheit und ihrem sakramentalen Leben.

Ein Amt auswählen · Erklärung rechts oder darunter

Weitere Ämter und Dienste

━ Leitungs- und Dienstbeziehung ┄ Beratung / Zusammenarbeit; bei manchen Räten ist Zustimmung erforderlich

Drei Dinge auseinanderhalten: Bischof, Priester und Diakon sind Weihestufen. Papst, Pfarrer oder Generalvikar bezeichnen Ämter. Kardinal ist eine kirchliche Würde mit besonderen Aufgaben.

Begriffe vergleichen

Kardinal oder Bischof?

Zwei Bezeichnungen auswählen und ihre Bedeutung direkt gegenüberstellen.

Kirchliche Würde und Aufgabe

Unterstützt den Papst; Wahlberechtigte wirken bei der Papstwahl mit.

Weihestufe; gegebenenfalls Leitungsamt

Besitzt die Fülle des Weihesakraments. Ein Diözesanbischof leitet eine bestimmte Diözese.

Grundlagen: Kirchenrecht · Weihesakrament · Apostolizität der Kirche

02 · Kirche vor Ort

Wie ein Bistum zusammenwirkt.

Eine Diözese ist eine Ortskirche unter einem Bischof. Die Übersicht zeigt ein typisches lateinisches Bistum; die konkrete Organisation kann abweichen.

Bischof in traditionellen Pontifikalgewändern mit Mitra und Hirtenstab

Der Bischof und seine Ortskirche

Lehren. Heiligen. Leiten.

Der Bischof trägt Verantwortung für die Verkündigung des Glaubens, das sakramentale Leben und die Leitung seiner Diözese. Priester, Diakone, Ordensleute und Laien wirken mit ihren eigenen Diensten daran mit.

Das Bischofsamt im katholischen Lexikon →

Ein Amt auswählen · Erklärung rechts oder darunter

━ Leitungs- und Dienstbeziehung ┄ Beratung / Zusammenarbeit; bei manchen Räten ist Zustimmung erforderlich

Vom Schaubild ins Leben

Wie läuft ein Anliegen durch das Bistum?

Aufgaben und Rechtsgrundlagen vertiefen →
Und was heissen Eparchie, Ordinariat und Kirchenprovinz?

Eparchie: die übliche Bezeichnung für eine Diözese in den katholischen Ostkirchen.

Kirchenprovinz: Verband mehrerer Bistümer mit einem Metropoliten und rechtlich begrenzten gemeinsamen Strukturen.

Ordinariat: kann die bischöfliche Verwaltung bezeichnen, aber auch eine besondere kirchliche Organisationsform, etwa ein Militärordinariat. Der Zusammenhang entscheidet.

Pastoralraum oder Seelsorgeeinheit: regionale Organisationsformen; sie sind nicht automatisch eine neue kanonische Pfarrei.

03 · Einheit in reicher Überlieferung

24 Kirchen. Sechs Ritenfamilien.

Die lateinische Kirche und 23 katholische Ostkirchen stehen in Gemeinschaft mit dem Papst. Eigene liturgische, geistliche und rechtliche Überlieferungen prägen ihr Leben.

Teilkirche ist nicht gleich Ritus. Gemeint sind hier Kirchen eigenen Rechts, Ecclesiae sui iuris. Auch eine Diözese wird in einem anderen Sinn „Teilkirche“ genannt. Mehrere Kirchen können derselben Ritenfamilie angehören.
FijiTanzaniaWestern SaharaCanadaUnited States of AmericaKazakhstanUzbekistanPapua New GuineaIndonesiaArgentinaChileDemocratic Republic of the CongoSomaliaKenyaSudanChadHaitiDominican RepublicRussiaThe BahamasFalkland IslandsNorwayGreenlandFrench Southern and Antarctic LandsEast TimorSouth AfricaLesothoMexicoUruguayBrazilBoliviaPeruColombiaPanamaCosta RicaNicaraguaHondurasEl SalvadorGuatemalaBelizeVenezuelaGuyanaSurinameFranceEcuadorPuerto RicoJamaicaCubaZimbabweBotswanaNamibiaSenegalMaliMauritaniaBeninNigerNigeriaCameroonTogoGhanaIvory CoastGuineaGuinea-BissauLiberiaSierra LeoneBurkina FasoCentral African RepublicRepublic of the CongoGabonEquatorial GuineaZambiaMalawiMozambiqueEswatiniAngolaBurundiIsraelLebanonMadagascarPalestineThe GambiaTunisiaAlgeriaJordanUnited Arab EmiratesQatarKuwaitIraqOmanVanuatuCambodiaThailandLaosMyanmarVietnamNorth KoreaSouth KoreaMongoliaIndiaBangladeshBhutanNepalPakistanAfghanistanTajikistanKyrgyzstanTurkmenistanIranSyriaArmeniaSwedenBelarusUkrainePolandAustriaHungaryMoldovaRomaniaLithuaniaLatviaEstoniaGermanyBulgariaGreeceTurkeyAlbaniaCroatiaSwitzerlandLuxembourgBelgiumNetherlandsPortugalSpainIrelandNew CaledoniaSolomon IslandsNew ZealandAustraliaSri LankaPeople's Republic of ChinaTaiwanItalyDenmarkUnited KingdomIcelandAzerbaijanGeorgiaPhilippinesMalaysiaBruneiSloveniaFinlandSlovakiaCzech RepublicEritreaJapanParaguayYemenSaudi ArabiaAntarcticaTurkish Republic of Northern CyprusCyprusMoroccoEgyptLibyaEthiopiaDjiboutiSomalilandUgandaRwandaBosnia and HerzegovinaNorth MacedoniaSerbiaMontenegroKosovoTrinidad and TobagoSouth Sudan

Eine gemeinsame Welt: Farben zeigen ausgewählte Präsenzländer, keine Bevölkerungsmehrheiten oder ausschliesslichen Kirchengebiete. Schraffuren verbinden mehrere Ritenfamilien. Die Kirchensymbole sind anklickbar.

Wie werden Orte und Zahlen dargestellt?

Die Weltkarte verwendet gerundete Stadtpositionen und eine redaktionelle Auswahl von Gemeinden. Mitgliederzahlen tragen ihr Bezugsjahr und Bezugsgebiet. Länderumrisse: Natural Earth, Public Domain.

24 von 24 Kirchen

Lateinisch

Lateinische Kirche

Weltweit

Lateinische Kirche

Papst als Bischof von Rom; überwiegend römischer Ritus, daneben weitere lateinische Riten.

Lateinische Kirche kennenlernen →
Alexandrinisch

Koptisch-katholische Kirche

Ägypten

Patriarchal

Patriarchat von Alexandrien der Kopten.

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Alexandrinisch

Äthiopisch-katholische Kirche

Äthiopien

Metropolitan

Äthiopische Tradition innerhalb der alexandrinischen Familie.

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Alexandrinisch

Eritreisch-katholische Kirche

Eritrea

Metropolitan

Eigene katholische Kirche in der alexandrinischen Tradition.

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Armenisch

Armenisch-katholische Kirche

Armenische Diaspora

Patriarchal

Patriarchat von Kilikien der Armenier.

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Ostsyrisch

Chaldäisch-katholische Kirche

Irak

Patriarchal

Chaldäisches Patriarchat; ostsyrisches liturgisches Erbe.

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Ostsyrisch

Syro-malabarische Kirche

Indien

Grosserzbischöflich

Eine der beiden katholischen Kirchen der Thomaschristen.

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Westsyrisch

Maronitische Kirche

Libanon

Patriarchal

Patriarchat von Antiochien der Maroniten; eigene maronitische Überlieferung.

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Westsyrisch

Syrisch-katholische Kirche

Naher Osten

Patriarchal

Patriarchat von Antiochien der Syrer.

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Westsyrisch

Syro-malankarische Kirche

Indien

Grosserzbischöflich

Thomaschristliche Kirche in der westsyrischen Tradition.

Syro-malankarische katholische Kirche kennenlernen →
Byzantinisch

Melkitische griechisch-katholische Kirche

Naher Osten

Patriarchal

Patriarchat von Antiochien der Melkiten.

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Byzantinisch

Ukrainische griechisch-katholische Kirche

Ukraine

Grosserzbischöflich

Byzantinische Tradition mit weltweiter Diaspora.

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Byzantinisch

Rumänische griechisch-katholische Kirche

Rumänien

Grosserzbischöflich

Katholische Kirche byzantinischer Tradition.

Rumänische griechisch-katholische Kirche kennenlernen →
Byzantinisch

Ruthenische griechisch-katholische Kirche

Karpatenregion und USA

Mehrere Jurisdiktionen

Metropolie in den USA; daneben eigene ruthenische Jurisdiktionen in Europa.

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Byzantinisch

Slowakische griechisch-katholische Kirche

Slowakei

Metropolitan

Katholische Kirche byzantinischer Tradition.

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Byzantinisch

Ungarische griechisch-katholische Kirche

Ungarn

Metropolitan

Katholische Kirche byzantinischer Tradition.

Ungarische griechisch-katholische Kirche kennenlernen →
Byzantinisch

Albanische griechisch-katholische Kirche

Albanien

Weitere Leitungsform

Kleine katholische Gemeinschaft byzantinischer Tradition.

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Byzantinisch

Belarussische griechisch-katholische Kirche

Belarus

Weitere Leitungsform

Katholische Kirche byzantinischer Tradition.

Belarussische griechisch-katholische Kirche kennenlernen →
Byzantinisch

Bulgarische griechisch-katholische Kirche

Bulgarien

Weitere Leitungsform

Katholische Kirche byzantinischer Tradition.

Bulgarische griechisch-katholische Kirche kennenlernen →
Byzantinisch

Byzantinisch-katholische Kirche in Kroatien und Serbien

Kroatien und Serbien

Weitere Leitungsform

Mehrere kirchliche Jurisdiktionen; gemeinsame Einordnung in die byzantinische Tradition.

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Byzantinisch

Griechische griechisch-katholische Kirche

Griechenland und Türkei

Weitere Leitungsform

Von der griechisch-orthodoxen Kirche zu unterscheiden.

Griechische byzantinisch-katholische Kirche kennenlernen →
Byzantinisch

Italo-albanische Kirche

Italien

Weitere Leitungsform

Byzantinisches Erbe in Italien.

Italo-albanische katholische Kirche kennenlernen →
Byzantinisch

Mazedonische griechisch-katholische Kirche

Nordmazedonien

Weitere Leitungsform

Katholische Kirche byzantinischer Tradition.

Mazedonische griechisch-katholische Kirche kennenlernen →
Byzantinisch

Russische griechisch-katholische Kirche

Russland und Diaspora

Weitere Leitungsform

Von der russisch-orthodoxen Kirche zu unterscheiden.

Russische griechisch-katholische Kirche kennenlernen →
Patriarch, Grosserzbischof oder Metropolit?

Patriarchale Kirchen: die armenische, chaldäische, koptische, maronitische, melkitische und syrische katholische Kirche. „Patriarch“ ist hier ein tatsächliches Leitungsamt nach ostkirchlichem Recht.

Grosserzbischöfliche Kirchen: die ukrainische, rumänische, syro-malabarische und syro-malankarische Kirche. Ihre Verfassung ist der patriarchalen ähnlich, aber rechtlich nicht identisch.

Andere Leitungsformen: Dazu gehören Metropolitankirchen und weitere eigene Jurisdiktionen. Die ruthenische Tradition umfasst insbesondere eine Metropolie in den USA und gesonderte europäische Jurisdiktionen.

Regionen nennen historische Schwerpunkte, nicht die gesamte heutige Diaspora. Die sechs Ritenfamilien sind eine übersichtliche Zusammenfassung; Untertraditionen und lokale Unterschiede bleiben bestehen.

Kirchen und Traditionen verstehen →

04 · Besondere Wege der Nachfolge

Ein Glaube. Viele Berufungen.

Klöster, Orden, apostolische Gesellschaften und Laiengemeinschaften prägen das kirchliche Leben. Diese Auswahl erschliesst wichtige Familien und ihre Unterschiede.

Viele Gewänder. Eine gemeinsame Nachfolge.Eine Auswahl traditioneller Ordenstrachten: monastische Familien, Bettelorden und apostolische Gemeinschaften.Bild anklicken zum Vergrössern ⤢

24 Gemeinschaften und Familien in Auswahl

OSB · Monastisch

Benediktiner

Gebet · Gemeinschaft · Arbeit
Benediktiner · schwarzer Habit und Kukulle
Geistlicher Vater
Benedikt von Nursia, um 480–um 547
Regel
Regula Benedicti
Historische Schwerpunkte
Italien, Frankreich, britische Inseln, deutscher Sprachraum; später weltweit

Die Benediktiner leben nach der Regel des heiligen Benedikt von Nursia. Ihre Klöster prägten Europas Gebet, Bildung und Kultur über Jahrhunderte. Zur Familie gehören selbständige Abteien verschiedener Kongregationen: gemeinsame geistliche Herkunft bedeutet hier keine einheitliche Zentralverwaltung. Liturgie, geistliche Lesung, Arbeit und Gastfreundschaft bilden den täglichen Zusammenhang.

Benedikt wurde um 480 im Gebiet von Nursia geboren. Nach einem Studienaufenthalt in Rom suchte er die Einsamkeit von Subiaco. Aus dem Einsiedlerleben erwuchs die Verantwortung für Menschen, die sich ihm anschlossen. Montecassino, dessen Gründung traditionell auf 529 datiert wird, wurde zum bleibenden Sinnbild seines Wirkens. Er starb dort um 547.

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OSB · Monastisch

Benediktinerinnen

Gebet · Gemeinschaft · Arbeit
Benediktinerin · schwarzer Habit und Schleier
Regel
Regel des heiligen Benedikt
Geistliche Mutter
Scholastika; keine einheitliche historische Gründungsorganisation
Historische Schwerpunkte
Europa; seit der Neuzeit auch Amerika, Afrika und Asien

Benediktinerinnen gestalten ihr gemeinsames Leben nach der Regel Benedikts. Ihre Geschichte reicht von frühmittelalterlichen Frauenklöstern über bedeutende Orte der Bildung und Mystik bis zu weltweiten Gründungen. Kontemplative Abteien und apostolisch tätige Schwesternkongregationen sind zu unterscheiden. Eine einzige Gründung oder weltweit einheitliche Leitung erklärt diese vielfältige Familie nicht.

Die heilige Scholastika, Benedikts Schwester, ist die wichtigste Frauengestalt der benediktinischen Ursprungsüberlieferung. Gregor der Grosse schildert ihre Begegnungen mit Benedikt und hebt die Kraft ihrer Liebe und ihres Gebets hervor. Über ihre konkrete Gemeinschaft wissen wir wesentlich weniger als spätere Darstellungen manchmal vermuten lassen.

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OCSO · Monastisch

Trappisten und Trappistinnen

Kontemplation · Stille · Arbeit
Zisterziensische Tradition · weisser Habit, schwarzes Skapulier
Ordensname
Zisterzienser der strengeren Observanz, OCSO
Reformort
La Trappe in Frankreich
Historische Schwerpunkte
Frankreich und Benelux; Schweizer Exil, danach weltweite Gründungen

Die Trappisten und Trappistinnen sind Zisterzienser der strengeren Observanz. Ihre Wurzeln liegen in Cîteaux und in neuzeitlichen Reformen, besonders der Abtei La Trappe. Seit 1892 bilden sie einen eigenen Orden. Das kontemplative Leben verbindet Gemeinschaft, Liturgie, geistliche Lesung, Schweigen und Arbeit; Männer- und Frauenklöster gehören zu derselben Ordensfamilie.

Armand-Jean de Rancé steht für eine der bekanntesten Reformen des französischen Mönchtums im 17. Jahrhundert. Er war zunächst ein geistlicher Würdenträger mit Einkünften aus kirchlichen Pfründen. Nach einer tiefgreifenden Neuorientierung wurde die Abtei La Trappe zum Mittelpunkt seines eigenen monastischen Lebens und seiner Reform.

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OP · Bettelorden

Dominikaner

Predigt · Studium · Seelsorge
Dominikaner · weisser Habit und schwarze Cappa
Beginn
1215 in Toulouse; päpstlich bestätigt 1216
Gründer
Hl. Dominikus, um 1170–1221
Historische Schwerpunkte
Frankreich, Italien, Spanien, deutsche Universitätsstädte; später Amerika und die Philippinen

Die Dominikaner, lateinisch Ordo Praedicatorum, verbinden das gemeinsame Ordensleben mit der Verkündigung des katholischen Glaubens. Ihr Gründer Dominikus wollte Prediger, deren Lehre aus Gebet, Studium und gelebter Armut erwächst. Universitäten, städtische Seelsorge und Mission prägten den Orden ebenso wie seine grossen Theologen, Künstler und Heiligen.

Dominikus wurde um 1170 im kastilischen Caleruega geboren. In Palencia studierte er und verkaufte während einer Hungersnot seine Bücher, um Notleidenden zu helfen. Als Augustiner-Chorherr in Osma lernte er ein geregeltes Leben aus Liturgie, Schriftlesung und Gemeinschaft kennen. Reisen mit Bischof Diego führten ihn nach Südfrankreich. Dort begegnete er den Katharern und erkannte, wie sehr glaubwürdige Verkündigung ein schlichtes Leben und gründliche Kenntnis des Glaubens verlangte. Aus diesem Anliegen erwuchs seine Lebensaufgabe: durch Predigt, Gespräch und persönliches Vorbild Menschen für Christus zu gewinnen.

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OP · Frauen und Schwestern

Dominikanerinnen

Gebet · Predigt · Bildung
Kontemplative Dominikanerin · weisser Habit und schwarzer Schleier
Ursprung
Prouilhe, Südfrankreich, 1206
Geistlicher Gründer
Hl. Dominikus; apostolische Kongregationen mit eigenen Gründerinnen
Historische Räume
Europäische Frauenklöster; im 19./20. Jahrhundert u. a. Bildungsarbeit in Nordamerika und Südafrika

Dominikanerinnen leben die geistliche Überlieferung des heiligen Dominikus in zwei unterschiedlichen Formen: als kontemplative Nonnen in Klöstern und als apostolische Schwestern in verschiedenen Kongregationen. Ihre Geschichte reicht von Prouilhe im Jahr 1206 bis zu Schulen, Krankenpflege und Missionen auf mehreren Kontinenten. Gemeinsame Mitte sind Christus, das Gebet und die Weitergabe des Glaubens.

Die Frauenklostergemeinschaft von Prouilhe in Südfrankreich entstand 1206 und damit früher als der päpstlich bestätigte Predigerorden der Brüder. Dominikus und Bischof Diego begleiteten Frauen, die sich vom Katharismus abgewandt hatten und in der katholischen Kirche ein gemeinsames religiöses Leben suchten. Für Dominikus, den früheren Chorherrn aus Osma, waren Gebet und Verkündigung untrennbar. Das Kloster wurde ein geistlicher Rückhalt seines Predigtwerkes. Die Schwestern sollten ihre eigene kontemplative Berufung leben; ihre Aufgabe erschöpfte sich nicht in der praktischen Versorgung reisender Prediger.

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OFM · Bettelorden

Franziskaner

Armut · Brüderlichkeit · Mission
Franziskaner · brauner Habit und geknoteter Strick
Gemeinsamer Ursprung
Assisi; erste päpstliche Billigung 1209
Gründer
Hl. Franz von Assisi, 1181/82–1226
Historische Räume
Italien und Iberische Halbinsel; Mexiko und weitere Missionsgebiete; Heiliges Land

Die Franziskaner OFM sind ein Zweig des von Franz von Assisi begründeten Ersten Ordens. Ihr Leben verbindet evangelische Armut, brüderliche Gemeinschaft, Gebet und Mission. Die heutige Ordensgestalt ist aus der mittelalterlichen Observanzbewegung und der Vereinigung mehrerer Reformfamilien von 1897 hervorgegangen; die gemeinsamen franziskanischen Anfänge reichen bis 1209 zurück.

Franziskus wurde 1181 oder 1182 als Sohn eines wohlhabenden Kaufmanns in Assisi geboren. Jugendlicher Ehrgeiz, Kriegserfahrung und Krankheit gingen seiner religiösen Umkehr voraus. Die Begegnung mit Aussätzigen und das Gebet vor dem Kreuz von San Damiano veränderten seine Lebensrichtung. Er löste sich vom Vermögen seines Vaters und begann, in Armut dem Evangelium zu folgen. Gefährten schlossen sich ihm an. Ihre Gemeinschaft sollte nicht durch gesellschaftlichen Rang bestimmt sein: Als mindere Brüder wollten sie Christus in Demut dienen und den Menschen Frieden und Umkehr verkünden.

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OFMConv · Bettelorden

Franziskaner-Minoriten

Brüderlichkeit · Seelsorge
Minoriten · schwarze Tracht der Konventualen
Ursprung
Gemeinsame Bruderschaft des Franziskus von Assisi
Eigenständige Leitung
Seit der Trennung von 1517
Prägende Zentren
Assisi und Padua; im 20. Jahrhundert Niepokalanów und Nagasaki

Die Franziskaner-Minoriten, auch Konventualen genannt, sind ein eigenständiger Zweig des Ersten Ordens des heiligen Franziskus. Sie verbinden gemeinsames Leben in Konventen mit Seelsorge, Studium und Mission. Assisi und Padua sind herausragende geistliche Zentren ihrer Geschichte; Maximilian Kolbe steht für ihre marianische und missionarische Ausstrahlung im 20. Jahrhundert.

Franz von Assisi wuchs als Kaufmannssohn in einer aufstrebenden umbrischen Stadt auf. Sein Weg führte aus Wohlstand und weltlichem Ehrgeiz zur Begegnung mit Armen und Aussätzigen, zum Gebet und zur Nachfolge Christi ohne eigenes Vermögen. 1209 suchte er mit seinen Gefährten die Billigung ihrer Lebensform beim Papst. Die Brüder predigten Umkehr und wollten unter den Menschen als mindere Brüder leben. Die Minoriten sehen sich in dieser ursprünglichen Gemeinschaft verwurzelt. Franziskus gründete keine bereits voneinander getrennten Orden mit den heutigen Abkürzungen OFM, OFMConv und OFMCap.

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OFMCap · Bettelorden

Kapuziner

Einfachheit · Seelsorge · Mission
Kapuziner · brauner Habit mit langer Kapuze
Reformbeginn
Um 1525; päpstliche Anerkennung 1528
Initiator
Matteo da Bascio; geistlicher Ursprung bei Franz von Assisi
Historische Räume
Italien, Frankreich, katholischer Alpenraum; später weltweite Mission

Die Kapuziner entstanden im 16. Jahrhundert als Reformbewegung innerhalb der franziskanischen Familie. Schlichtes Leben, längeres inneres Gebet, volkstümliche Predigt und Nähe zu Armen und Kranken kennzeichnen ihre Tradition. In der katholischen Schweiz gehörten ihre Konvente über Jahrhunderte zu den prägenden Orten der Seelsorge, Volksmission und religiösen Bildung.

Der Franziskaner Matteo da Bascio suchte um 1525 in Mittelitalien eine strengere Verwirklichung der Lebensweise des heiligen Franziskus. Er wollte Einsamkeit und Bussübung mit einer beweglichen Predigttätigkeit verbinden. Daraus entstand zunächst eine kleine Reformgruppe, deren Weg durch Widerstand und rechtliche Unsicherheit geprägt war. Die frühen Kapuziner verstanden sich nicht als Begründer eines anderen Evangeliums oder einer neuen Regel. Ihr Massstab blieb Franziskus, der Kaufmannssohn von Assisi, der sich dem armen und gekreuzigten Christus verschrieben hatte. Die auffällige Kapuze wurde zum äusseren Erkennungszeichen und gab der …

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OSC · Frauen und Schwestern

Klarissen

Kontemplation · Armut · Gebet
Klarissin · brauner Habit, Schleier und Strick
Ursprung
Assisi und San Damiano, um 1212
Gründerin
Hl. Klara von Assisi, 1193/94–1253
Historische Räume
Italien, Frankreich, Spanien und Mitteleuropa; später weltweite Klostergründungen

Die Klarissen gehen auf Klara von Assisi und ihre erste Gemeinschaft bei San Damiano zurück. Im Mittelpunkt stehen die Nachfolge des armen Christus, das gemeinsame Gebet und ein kontemplatives Leben. Aus dieser Wurzel entstanden unterschiedliche Regeltraditionen und Reformzweige, die sich auf das geistliche Erbe Klaras und des heiligen Franziskus berufen.

Klara wurde 1193 oder 1194 in eine adlige Familie von Assisi geboren. Die Predigt und Lebensweise des Franziskus beeindruckten sie so sehr, dass sie sich gegen die für sie vorgesehene standesgemässe Zukunft entschied. Um 1212 verliess sie ihr Elternhaus und vertraute sich an der Portiunkula der geistlichen Begleitung des Franziskus an. Nach vorübergehendem Aufenthalt bei Benediktinerinnen fand ihre Gemeinschaft in San Damiano einen dauerhaften Ort. Klara wurde Äbtissin und blieb dort bis zu ihrem Tod 1253. Ihr Lebensweg zeigt eine eigenständige weibliche Gestaltung der franziskanischen …

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OSA · Bettelorden

Augustiner

Gemeinschaft · Innerlichkeit · Seelsorge
Augustiner · schwarzer Habit mit Ledergürtel
Geistlicher Vater
Augustinus von Hippo
Institutioneller Ursprung
1244 und Grosse Union 1256
Historische Schwerpunkte
Italien und Europa; Mexiko, weitere Teile Lateinamerikas und die Philippinen

Die Augustiner, OSA, verbinden gemeinsames Leben, inneres Gebet, Studium und Seelsorge. Ihr geistlicher Vater ist Augustinus von Hippo; als mittelalterlicher Bettelorden entstanden sie durch päpstlich geförderte Zusammenschlüsse im 13. Jahrhundert. Von europäischen Städten aus wirkten sie später besonders in Lateinamerika und auf den Philippinen. Nicht jede Gemeinschaft mit Augustinusregel gehört zum OSA.

Augustinus wurde 354 in Tagaste in Nordafrika geboren. Der begabte Rhetorikstudent suchte Bildung, Anerkennung und eine überzeugende Erklärung der Wahrheit. Sein Weg führte über Karthago und Rom nach Mailand. Die Predigt des Ambrosius und das beharrliche Gebet seiner Mutter Monika begleiteten seine Hinwendung zum katholischen Glauben. 387 empfing er die Taufe.

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OCD · Bettelorden

Unbeschuhte Karmeliten

Inneres Gebet · Seelsorge
Unbeschuhter Karmelit · brauner Habit und weisser Mantel
Gründungsgestalten
Teresa von Ávila und Johannes vom Kreuz
Erste Brüdergemeinschaft
Duruelo, Spanien, 1568
Historische Schwerpunkte
Spanien, Italien, Frankreich und Polen; bedeutende Entwicklung in Indien

Die Unbeschuhten Karmeliten, OCD, verbinden kontemplatives Gebet mit geistlicher Begleitung, Predigt und Seelsorge. Teresa von Ávila und Johannes vom Kreuz begründeten im 16. Jahrhundert den theresianischen Reformzweig. Seine Wurzeln reichen zum Karmel im Heiligen Land zurück. Aus spanischen Anfängen entwickelte sich eine internationale Familie von Brüdern, Schwestern und Laien.

Die karmelitische Tradition entstand im Mittelalter aus einer Gemeinschaft von Einsiedlern auf dem Berg Karmel. Eine Lebensregel des Patriarchen Albert von Jerusalem gab ihrem gemeinsamen Weg zu Beginn des 13. Jahrhunderts Gestalt. Mit der Übersiedlung nach Europa kamen Stadtklöster und seelsorgliche Aufgaben hinzu. Maria und der Prophet Elija wurden besonders wichtige geistliche Bezugspunkte.

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OCD · Frauen und Schwestern

Unbeschuhte Karmelitinnen

Kontemplation · Gebet · Klausur
Unbeschuhte Karmelitin · brauner Habit, Schleier und weisser Mantel
Gründerin
Teresa von Ávila, 1515–1582
Lebensform
Kontemplative Frauenklöster des theresianischen Karmel
Historische Schwerpunkte
Spanien, Frankreich, Flandern; später weltweite Gründungen

Die Unbeschuhten Karmelitinnen leben die von Teresa von Ávila erneuerte kontemplative Berufung des Karmel. Ihre Klöster verbinden Klausur, inneres Gebet und verbindliches Gemeinschaftsleben. Aus kleinen spanischen Anfängen erwuchs eine weltweite geistliche Wirkung. Teresa, Therese von Lisieux und Edith Stein zeigen unterschiedliche Lebenswege innerhalb derselben Tradition der Hingabe an Christus.

Teresa wurde 1515 in Ávila geboren. Als junge Frau trat sie in das dortige Karmelitinnenkloster der Menschwerdung ein. Krankheit und ein langes Ringen um das Gebet prägten ihren Weg. Ihre Reform entstand daher nicht aus einem theoretischen Entwurf, sondern aus gereifter Erfahrung mit den Stärken und Schwierigkeiten des Ordenslebens.

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SJ · Apostolisch

Jesuiten

Exerzitien · Bildung · Mission
Jesuiten · traditionelle Priesterkleidung im Kolleg
Gründer
Heiliger Ignatius von Loyola und seine Gefährten
Ursprung
Paris und Rom
Historische Schwerpunkte
Katholische Bildungsräume Europas; Missionen in Asien und Amerika

Die Gesellschaft Jesu entstand aus dem Freundeskreis des heiligen Ignatius von Loyola. Seit ihrer päpstlichen Anerkennung 1540 verbindet sie Exerzitien, gelehrte Glaubensvermittlung, Erziehung und weltweite Mission. Ihre Geschichte reicht von den Kollegien der katholischen Reform über Asien und Amerika bis zur Aufhebung 1773 und Wiederherstellung 1814.

Ignatius stammte aus dem baskischen Kleinadel. Zunächst erstrebte er eine höfische und militärische Laufbahn. Die schwere Verwundung bei der Verteidigung Pamplonas 1521 unterbrach diesen Weg. Während der Genesung las er vom Leben Christi und von Heiligen. Er beobachtete, dass unterschiedliche Gedanken auch unterschiedliche innere Wirkungen hinterliessen. Aus dieser Erfahrung entwickelten sich sein Interesse an der Unterscheidung der Geister und die Suche nach einer entschiedenen Nachfolge Christi.

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FSSP · Apostolische Gesellschaft

Priesterbruderschaft St. Petrus

Priesterbildung · Liturgie · Seelsorge
Priesterbruderschaft St. Petrus · Soutane als Priesterkleidung
Gründung
18. Juli 1988, Hauterive bei Freiburg
Gemeinschaftsform
Gesellschaft apostolischen Lebens päpstlichen Rechts
Ausbildungsorte
Wigratzbad und Denton

Die Priesterbruderschaft St. Petrus wurde 1988 in der Schweiz gegründet. Sie verbindet Priesterausbildung, die überlieferte römische Liturgie und Seelsorge in Gemeinschaft. Als Gesellschaft apostolischen Lebens päpstlichen Rechts ist sie kein Mönchsorden. Wigratzbad und das amerikanische Seminar in Denton wurden zu ihren beiden wichtigen Ausbildungszentren.

Am 18. Juli 1988 gründeten zwölf Priester und mehrere Seminaristen in der Abtei Hauterive bei Freiburg die Petrusbruderschaft. Zu den Mitgründern gehörte der Schweizer Priester Josef Bisig, der ihr von 1988 bis 2000 als erster Generaloberer vorstand. Sein Lebensweg war eng mit der Priesterausbildung verbunden: Als erster Regens des Seminars in Wigratzbad half er, den Gründungsentschluss in einen geregelten Ausbildungsalltag zu übersetzen.

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FSSPX · Apostolische Gesellschaft · Irregulärer Status

Priesterbruderschaft St. Pius X

Priesterbildung · Liturgie · Seelsorge
Priesterbruderschaft St. Pius X · Soutane als Priesterkleidung
Gründer
Erzbischof Marcel Lefebvre
Prägende Orte
Freiburg, Écône, Zaitzkofen und internationale Seminare

Die Priesterbruderschaft St. Pius X entstand 1970 aus Marcel Lefebvres Initiative für eine traditionelle Priesterausbildung. Écône wurde zum bekanntesten Ausgangspunkt. Ihr Wirken umfasst Seminare, Priorate, Schulen, Exerzitien und die überlieferte Liturgie. Die Gemeinschaft entwickelte sich aus Schweizer Anfängen zu einem internationalen priesterlichen Apostolat.

Marcel Lefebvre wurde 1905 in Tourcoing geboren und erhielt seine Priesterausbildung in Rom. Nach der Weihe 1929 wirkte er zunächst im Bistum Lille. Danach trat er den Spiritanern bei und arbeitete in Gabun, unter anderem in der Ausbildung angehender Priester. Diese Verbindung von Mission und Seminarerziehung blieb für sein späteres Wirken prägend.

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Oblaten · Laiengemeinschaft

Benediktinische Oblaten

Gebet · Alltag · Verbundenheit
Benediktinische Oblaten · Laien im Alltag mit einem Mönch
Lebensform
Geistliche Verbindung mit einem bestimmten Benediktinerkloster
Gründung
Kein einziges Gründungsdatum für das heutige weltweite Oblatentum
Verbindlichkeit
Oblation im eigenen Lebensstand, keine monastische Ordensprofess

Benediktinische Oblaten verbinden sich dauerhaft mit einem bestimmten Kloster und leben den Geist der Benediktsregel in Familie, Beruf und Gemeinde. Sie werden durch die Oblation keine Mönche oder Nonnen. Ihre Geschichte umfasst verschiedene ältere Formen der Klosterverbundenheit; die heutige freiwillige Lebensentscheidung darf nicht mit der mittelalterlichen Kinderoblation gleichgesetzt werden.

Benedikt von Nursia gab im 6. Jahrhundert seiner Gemeinschaft eine Regel, die Gebet, Arbeit und menschliches Zusammenleben auf Christus ausrichtet. Sein eigener Weg führte vom Rückzug in die Einsamkeit zur Verantwortung für Mitbrüder. Darin liegt auch für Oblaten eine wichtige Anregung: Persönliche Gottsuche und konkrete Verantwortung gehören zusammen.

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OP-Laien · Laiengemeinschaft

Dominikanische Laiengemeinschaften

Studium · Gebet · Zeugnis
Dominikanische Laien · Alltag und gemeinsame geistliche Begleitung
Ursprung
Mittelalterliche Bussgemeinschaften; gemeinsame Regel 1285
Geistliche Wurzel
Hl. Dominikus und die Predigermission des Ordens
Historische Räume
Italien; später lateinamerikanische und weltweite Gemeinschaften

Dominikanische Laiengemeinschaften ermöglichen Männern und Frauen ein verbindliches Leben aus Gebet, Studium und Glaubenszeugnis in Familie und Beruf. Sie gehören zur dominikanischen Familie, ohne deshalb Ordensbrüder oder Klausurnonnen zu werden. Ihre Geschichte reicht zu mittelalterlichen Bussgemeinschaften zurück; Katharina von Siena und Rosa von Lima gehören zu ihren bekanntesten Heiligen.

Dominikus von Caleruega wollte Menschen durch die Wahrheit des Evangeliums zu Christus führen. Ausgebildet in Palencia und als Chorherr in Osma geprägt, verband er geistliches Leben mit dem unmittelbaren Gespräch über den Glauben. Auch Menschen ausserhalb der entstehenden Konvente fühlten sich davon angesprochen. Die späteren Laienfraternitäten entwickelten sich im Umfeld mittelalterlicher Bussgemeinschaften. Dabei ist zwischen dem geistlichen Ursprung bei Dominikus und der späteren rechtlichen Ordnung zu unterscheiden: Die erste gemeinsame Regel für die Bussbrüder und Bussschwestern des heiligen Dominikus wurde 1285 vom Ordensmeister Munio de …

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OFS · Laiengemeinschaft

Franziskanische Gemeinschaft

Evangelium · Alltag · Brüderlichkeit
Franziskanische Laien · Berufung mitten in der Welt
Ursprung
Mittelalterliche Bussbewegung; Memoriale propositi 1221
Geistlicher Gründer
Hl. Franz von Assisi
Historische Räume
Italien, Frankreich, deutscher Sprachraum; später weltweite Gemeinschaften

Die Franziskanische Gemeinschaft, international Ordo Franciscanus Saecularis oder OFS, vereint Menschen, die nach dem Vorbild des heiligen Franziskus in ihrem weltlichen Lebensstand leben wollen. Gebet, Umkehr, Einfachheit und tätige Nächstenliebe verbinden sich mit Familie, Beruf und gesellschaftlicher Verantwortung. Ihre Herkunft liegt in den mittelalterlichen Bussgemeinschaften; früher wurde sie meist Dritter Orden genannt.

Franz von Assisi ging aus dem städtischen Kaufmannsmilieu Umbriens hervor. Seine Umkehr führte ihn zu einem Leben in Armut, zur Sorge für Aussätzige und zur Verkündigung des Evangeliums. Nicht alle, die seinem Beispiel folgen wollten, konnten oder sollten ihr bisheriges Leben verlassen. Verheiratete, Eltern, Handwerker und andere Menschen suchten deshalb einen verbindlichen geistlichen Weg in ihren bestehenden Pflichten. Die franziskanische Bewegung gab bereits vorhandenen Bussgemeinschaften neue Kraft. Ihre Lebensform war mehr als die Unterstützung der Brüder: Sie eröffnete eine eigene Weise, Nachfolge und Heiligkeit mitten …

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OCist · Monastisch

Zisterzienser und Zisterzienserinnen

Gebet · Gemeinschaft · Arbeit
Zisterzienser und Zisterzienserin · traditionelle Tracht
Ursprung
Cîteaux in Burgund, 1098
Gründer
Robert von Molesme, Alberich und Stephan Harding
Historische Blüte
12.–13. Jahrhundert, weite Teile Europas

Die Zisterzienser entstanden 1098 in Cîteaux als Erneuerung benediktinischen Lebens. Ihr Netzwerk von Abteien prägte das mittelalterliche Europa durch Gebet, Landbewirtschaftung, Architektur und geistliche Literatur. Zum heutigen Orden OCist gehören Männer- und Frauenklöster. Die Trappisten bilden seit 1892 einen eigenen Orden innerhalb derselben weit gefassten geistlichen Familie.

Robert von Molesme war ein erfahrener Mönch und Abt, der nach einer verbindlicheren Verwirklichung der Benediktsregel suchte. Mit Gefährten verliess er Molesme und gründete 1098 Cîteaux in Burgund. Als er nach Molesme zurückkehren musste, trugen Alberich und danach Stephan Harding das neue Kloster weiter.

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SDB · Apostolisch

Salesianer Don Boscos

Jugend · Bildung · Seelsorge
Salesianer Don Boscos · Priesterkleidung und Dienst an der Jugend
Gründer
Heiliger Johannes Bosco
Namenspatron
Heiliger Franz von Sales
Frühe Schwerpunkte
Piemont und Italien; danach Argentinien und weitere Länder Südamerikas

Die Salesianer Don Boscos gehen auf den heiligen Johannes Bosco und seine Arbeit mit benachteiligten Jugendlichen in Turin zurück. Seit 1859 verbindet die Gemeinschaft religiöse Erziehung mit Schule, Berufsausbildung und persönlicher Begleitung. Ihre Geschichte ist eng mit Maria Mazzarello, Dominikus Savio und der frühen Mission in Südamerika verbunden.

Johannes Bosco wurde 1815 im piemontesischen Landgebiet geboren. Der frühe Tod seines Vaters und die bescheidenen Verhältnisse seiner Familie liessen ihn die Unsicherheit armer Kinder kennen. Seine Mutter Margareta prägte seinen Glauben und unterstützte später seine Arbeit. Nach der Priesterweihe 1841 begegnete er in Turin Jugendlichen, die Arbeit suchten, ohne ausreichenden Schutz lebten oder mit Gefängnis und Verwahrlosung in Berührung kamen.

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CSsR · Apostolisch

Redemptoristen

Verkündigung · Mission · Seelsorge
Redemptoristen · schwarzer Habit, Rosenkranz und Missionskreuz
Gründer
Heiliger Alfons Maria von Liguori
Gründungsort
Scala bei Amalfi, 1732
Historische Schwerpunkte
Süditalien, Mitteleuropa und die Einwandererseelsorge Nordamerikas

Die Redemptoristen wurden 1732 vom heiligen Alfons Maria von Liguori in Scala gegründet. Ihre ursprüngliche Aufgabe war die Glaubensverkündigung unter geistlich wenig versorgten Landbewohnern. Volksmissionen, Beichte und verständliche geistliche Schriften prägten ihre Geschichte. Klemens Maria Hofbauer und Johannes Nepomuk Neumann trugen die Sendung über Italien hinaus.

Alfons Maria von Liguori wurde 1696 bei Neapel geboren. Er erhielt eine gründliche Ausbildung und begann früh eine erfolgreiche juristische Laufbahn. Nach einer persönlichen und beruflichen Krise gab er 1723 den Anwaltsberuf auf. Gegen familiäre Widerstände entschied er sich für den geistlichen Weg und empfing 1726 die Priesterweihe. In Neapel arbeitete er unter einfachen Menschen, förderte Glaubensunterricht und kleine Gebetsgemeinschaften.

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MC · Frauen und Schwestern

Missionarinnen der Nächstenliebe

Armenpflege · Gebet · Dienst
Missionarinnen der Nächstenliebe · weisser Sari mit blauem Saum
Gründerin
Heilige Teresa von Kalkutta
Ursprung
Kalkutta, Indien
Prägende Aufgabe
Unentgeltlicher Dienst an besonders armen und verlassenen Menschen

Die Missionarinnen der Nächstenliebe entstanden 1950 in Kalkutta aus dem Wirken der heiligen Mutter Teresa. Ihre Schwestern verbinden ein geordnetes Gebetsleben mit dem unentgeltlichen Dienst an besonders armen und verlassenen Menschen. Aus indischen Anfängen entwickelte sich seit den 1960er-Jahren eine internationale Ordensfamilie mit unterschiedlichen Zweigen.

Die spätere Mutter Teresa wurde 1910 in Skopje geboren und wuchs in einer albanisch-katholischen Familie auf. Als junge Frau trat sie bei den Loreto-Schwestern ein. Der Weg führte sie über Irland nach Indien, wo sie als Lehrerin und später in der Schulleitung tätig war. Ihren Ordensnamen Teresa wählte sie in Verbindung mit der heiligen Thérèse von Lisieux.

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Säkularinstitut · Säkularinstitut

Schönstätter Marienschwestern

Marianische Spiritualität · Apostolat
Schönstätter Marienschwestern · Gemeinschaftstracht
Gründung
1. Oktober 1926, Schönstatt
Gemeinschaftsform
Säkularinstitut
Frühe internationale Schwerpunkte
Südafrika, Brasilien und Argentinien

Die Schönstätter Marienschwestern wurden 1926 von Josef Kentenich gegründet. Als Säkularinstitut verbinden sie ein geweihtes Leben mit apostolischen Aufgaben in der Welt. Ihre Geschichte führt von Vallendar über Südafrika und Südamerika in weitere Regionen. Marianische Spiritualität, Erziehung, Familienbegleitung und ein eigener Anbetungszweig prägen die Gemeinschaft.

Josef Kentenich wurde 1885 in Gymnich bei Köln geboren. Einen Teil seiner Kindheit verbrachte er in einem Waisenhaus. Er trat in die Gemeinschaft der Pallottiner ein und wurde 1910 zum Priester geweiht. Ab 1912 wirkte er als Spiritual im Studienhaus in Vallendar-Schönstatt. Seine Arbeit verband religiöse Unterweisung mit dem Anliegen, junge Menschen zur persönlichen Verantwortung und zu einem innerlich getragenen Glaubensleben zu führen.

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Personalprälatur · Personalprälatur

Opus Dei

Heiligung im Alltag · Bildung
Opus Dei · Laien im Beruf und Priester in kirchlicher Kleidung
Gründer
Heiliger Josemaría Escrivá
Gründung
2. Oktober 1928, Madrid
Historische Ausgangsräume
Spanien; nach 1945 Europa und Lateinamerika

Opus Dei entstand 1928 durch den heiligen Josemaría Escrivá in Madrid. Im Mittelpunkt steht die Heiligung des gewöhnlichen Lebens, besonders von Arbeit und Familie. Die Gemeinschaft entwickelte sich zunächst in Spanien und breitete sich nach dem Zweiten Weltkrieg international aus. Ihre kirchliche Gestalt ist eine Personalprälatur, kein Ordensinstitut.

Josemaría Escrivá wurde 1902 in Barbastro in Spanien geboren. Frühe familiäre Verluste und wirtschaftliche Schwierigkeiten begleiteten seine Jugend. Nach dem Umzug der Familie nach Logroño begann er, seine Berufung zum Priestertum zu prüfen. Er studierte zunächst dort und später in Saragossa; zusätzlich befasste er sich mit Rechtswissenschaft. 1925 empfing er die Priesterweihe.

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Wie wird eine Ordensgemeinschaft geleitet?
Gemeinschaft vor Ort

Ein Haus oder Kloster wird etwa von einem Prior, einer Oberin, einem Abt oder einer Äbtissin geleitet.

Provinz / Kongregation

Viele Institute verbinden Häuser in grösseren Einheiten. Autonome Klöster haben teils andere Strukturen.

Gesamtinstitut

Generaloberer oder Generaloberin und Kapitel handeln nach dem Eigenrecht. Bei Benediktinern ist die Konföderation kein zentral geleiteter Einheitsorden.

Die Filter dienen dem Einstieg und können sich überschneiden. Die Auswahl ist kein vollständiges Verzeichnis aller anerkannten Institute. „Gesellschaft“ im Namen allein bestimmt noch nicht die kirchenrechtliche Form.

Gelb-weisse Flagge des Vatikanstaates

05 · Ein Staat im Dienst der Kirche

Der Vatikan. Sichtbares Zentrum.

Glaube, Kunst und Verwaltung: Entdecke die Orte im Vatikan und die Amtssitze der Kurie in Rom.

Bildnachweise · Gardisten als Illustration
Geografische Karte des Vatikanstaates
ⓘ Karte
© OpenStreetMap-Mitwirkende
Kartendaten und ODbL

© OpenStreetMap-Mitwirkende · Kartendaten und ODbL

● Rot: Orte im Vatikan■ Blau: Amtssitze der KurieGestrichelt: Staatsgrenze nach OpenStreetMapGebäude und Strassen folgen geografischen Daten. Kartenpunkte markieren Orte, keine garantierten Besuchereingänge.

Alle 16 Dikasterien: Wer sitzt in welchem Gebäude?
Evangelisierung →Palazzo San Pio X · Via della Conciliazione 5Rom · Weitere Dienststellen im Profil
Glaubenslehre →Palazzo del Sant’Uffizio · Palazzo del Sant’Uffizio, beim Petriano-EingangRom · extraterritoriales Gebiet des Heiligen Stuhls
Dienst der Nächstenliebe →Apostolische Almosenverwaltung · Cortile Sant’EgidioVatikanstadt
Ostkirchen →Palazzo dei Convertendi · Via della Conciliazione 34, 00193 RomaRom
Gottesdienst und Sakramentenordnung →Kurienbüros · Piazza Pio XII 10 · Piazza Pio XII 10, erster StockRom
Selig- und Heiligsprechungsprozesse →Kurienbüros · Piazza Pio XII 10 · Piazza Pio XII 10Rom
Bischöfe →Kurienbüros · Piazza Pio XII 10 · Piazza Pio XII 10Rom
Klerus →Kurienbüros · Piazza Pio XII 3 · Piazza Pio XII 3Rom
Institute des geweihten Lebens und Gesellschaften des apostolischen Lebens →Kurienbüros · Piazza Pio XII 3 · Piazza Pio XII 3, 00193 RomaRom
Laien, Familie und Leben →Palazzo San Calisto · Piazza San Calisto 16, 00153 RomaRom · Trastevere
Förderung der Einheit der Christen →Palazzo San Pio X · Via della Conciliazione 5, 00193 RomaRom
Interreligiöser Dialog →Palazzo San Pio X · Via della Conciliazione 5Rom
Kultur und Bildung →Kurienbüros · Piazza Pio XII 3 · Piazza Pio XII 3Rom
Dienst zugunsten der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen →Palazzo San Calisto · Palazzo San Calisto, Piazza San CalistoRom · Trastevere
Gesetzestexte →Palazzo delle Congregazioni · Piazza Pio XII 10, 00193 RomaRom
Kommunikation →Palazzo Pio · operative Zentrale · Piazza Pia 3Rom · Weitere Dienststellen im Profil
Papst Leo XIV.Bischof von Rom · Souverän des Vatikanstaates

Heiliger Stuhl

Der Papst und die Einrichtungen seiner kirchlichen Leitung.

Römische Kurie →

Weltkirchliche Aufgaben, Glaubensverkündigung und Beziehungen zu den Ortskirchen.

Staat der Vatikanstadt

Ein unabhängiger Staat seit den Lateranverträgen von 1929.

Päpstliche KommissionGesetzgebungGovernatoratVerwaltungGerichteRechtsprechung

Vom Heiligen Stuhl zur römischen Kurie.Die Ämter der Kurie unterstützen den Papst bei seinem Dienst an der Weltkirche. Entdecke jetzt ihre Aufgaben und Zuständigkeiten.

Die Kurie kennenlernen →

06 · Im Dienst des Papstes

Die römische Kurie.

Glaubenslehre, Gottesdienst, Bildung oder Recht: Die Aufgaben sind auf verschiedene Einrichtungen verteilt. Öffne einen Eintrag für Einzelheiten.

30 Einrichtungen

16 Dikasterien vollständig · weitere zentrale Stellen in Auswahl
Staatssekretariat

Staatssekretariat

Das Staatssekretariat unterstützt den Papst bei der täglichen Leitung und bei den Beziehungen des Heiligen Stuhls zu Staaten. Es verbindet die Bearbeitung päpstlicher Angelegenheiten, die diplomatische Arbeit und die Betreuung des diplomatischen Personals. Dafür bestehen drei Sektionen mit unterschiedlichen Aufgaben.

Die Allgemeinen Angelegenheiten begleiten den täglichen päpstlichen Dienst und die Zusammenarbeit der Kurienstellen. Die zweite Sektion führt die Beziehungen zu Staaten und internationalen Organisationen. Die dritte kümmert sich um Auswahl, Ausbildung und dienstliche Belange der päpstlichen Diplomaten.

Dikasterium

Evangelisierung

Das Evangelisierungsdikasterium dient der Verkündigung Christi und dem Aufbau kirchlichen Lebens. Es verbindet Grundfragen der Glaubensvermittlung mit der Betreuung neuer Ortskirchen in den ihm anvertrauten Gebieten. Der Papst steht ihm unmittelbar vor; je ein Propräfekt leitet die beiden Sektionen in seinem Namen.

Dieses Dikasterium verbindet die weltweite Verkündigung des Evangeliums mit der Begleitung junger Ortskirchen. Eine Sektion behandelt Grundfragen der Evangelisierung, die andere die erste Verkündigung und neue Teilkirchen in den ihr anvertrauten Gebieten. Der Papst steht dem Dikasterium unmittelbar vor. Die beiden Sektionen werden in seinem Namen von je einem Propräfekten geleitet. Die Zuständigkeit für katholische Ostkirchen bleibt beim Ostkirchendikasterium. Die Arbeit verteilt sich auf zwei römische Standorte.

Dikasterium

Glaubenslehre

Das Glaubensdikasterium fördert und schützt die katholische Glaubens- und Sittenlehre. Seine Lehrsektion untersucht theologische Fragen und Texte; die Disziplinarsektion bearbeitet vorbehaltene schwere Straftaten. Ein eigenes Eheamt behandelt das Glaubensprivileg. Diese unterschiedlichen Verfahren dienen jeweils einem genau bestimmten kirchlichen Auftrag.

Die Glaubenslehre ist das Arbeitsfeld für Fragen des katholischen Glaubens und der Sittenlehre. Das Dikasterium fördert das Verständnis und die Weitergabe des Glaubens und untersucht problematische Lehraussagen. Seine Disziplinarsektion behandelt besonders schwere kirchenrechtliche Straftaten, die ihm vorbehalten sind. Ein eigenes Eheamt bearbeitet Fragen des Glaubensprivilegs. Lehrprüfung, Strafverfahren und Eheangelegenheiten sind deshalb verschiedene Arbeitsbereiche derselben Behörde. Ihr Sitz ist der geschichtsträchtige Palazzo del Sant’Uffizio südlich des Petersdoms.

Dikasterium

Dienst der Nächstenliebe

Das Dikasterium für den Dienst der Nächstenliebe setzt die persönliche Hilfe des Papstes für bedürftige Menschen um. Als Apostolische Almosenverwaltung sammelt und verwendet es Zuwendungen für konkrete Notlagen. Der päpstliche Almosenier verbindet diesen Auftrag mit unmittelbarer Unterstützung armer und ausgegrenzter Menschen.

Hier wird die persönliche Hilfe des Papstes für arme und ausgegrenzte Menschen organisiert. Die als Apostolische Almosenverwaltung bekannte Einrichtung nimmt Spenden entgegen und setzt sie für konkrete Unterstützung ein. Dazu gehören Hilfen für Menschen in extremer Armut und für Opfer von Katastrophen. Auch die päpstlichen Segensurkunden gehören zu ihrem Dienst; damit verbundene Zuwendungen dienen den karitativen Aufgaben. Sie ist damit eine unmittelbar helfende Stelle und nicht die Dachorganisation sämtlicher katholischer Hilfswerke.

Dikasterium

Ostkirchen

Das Ostkirchendikasterium bearbeitet jene Angelegenheiten der katholischen Ostkirchen, die dem Heiligen Stuhl zukommen. Es begleitet ihre kirchliche Ordnung und die Seelsorge in der Diaspora. Die eigenen liturgischen, geistlichen und rechtlichen Überlieferungen dieser Kirchen gehören wesentlich zu seinem Arbeitsfeld.

Das Ostkirchendikasterium betreut Angelegenheiten der katholischen Kirchen eigenen Rechts mit östlichen Traditionen, soweit diese dem Apostolischen Stuhl zukommen. Dazu gehören Fragen ihrer Organisation, des kirchlichen Lebens und der Seelsorge für Gläubige in der Diaspora. Dabei berücksichtigt es die eigene Leitung und Tradition jeder Kirche. Patriarchen und Grosserzbischöfe gehören ihm kraft ihres Amtes an. Für bestimmte Themen, etwa Glaubenslehre oder Heiligsprechungen, bleiben die jeweils eigens zuständigen vatikanischen Stellen verantwortlich.

Dikasterium

Gottesdienst und Sakramentenordnung

Das Gottesdienstdikasterium dient der geordneten Feier der Liturgie und der Sakramente im ihm zugewiesenen Bereich. Dazu gehören liturgische Bücher, Übersetzungen, Eigenkalender und die Beachtung kirchlicher Vorschriften. Sein Auftrag betrifft vor allem die lateinische Kirche und ist von der Vorbereitung einzelner Papstfeiern zu unterscheiden.

Dieses Dikasterium befasst sich mit Liturgie und Sakramentenordnung im ihm zugewiesenen Bereich, besonders der lateinischen Kirche. Es betreut liturgische Bücher, bestätigt Übersetzungen und prüft die vorgesehenen Anpassungen und Eigenkalender. Es unterstützt Bischöfe bei liturgischer Bildung und bei der Beachtung kirchlicher Normen. Auch bestimmte Dispensen, der Titel einer Basilica minor und Fragen des Reliquienkultes gehören zu seinem Auftrag. Die Vorbereitung der einzelnen päpstlichen Feiern liegt dagegen bei einem eigenen Amt.

Dikasterium

Selig- und Heiligsprechungsprozesse

Das Heiligsprechungsdikasterium prüft die Voraussetzungen einer Selig- oder Heiligsprechung. Eine örtliche Untersuchung sammelt Zeugnisse und Unterlagen; die römische Prüfung beurteilt das Verfahren und die Sache. Die abschliessende Entscheidung liegt beim Papst. Auch Reliquien und die Vorbereitung von Kirchenlehrer-Erhebungen berühren seine Zuständigkeit.

Das Dikasterium prüft die Verfahren, die zu einer Selig- oder Heiligsprechung führen können. Die Untersuchungen beginnen in der zuständigen Diözese oder Eparchie; in Rom werden die übermittelten Akten und die ordnungsgemässe Durchführung geprüft. Die Ergebnisse werden dem Papst vorgelegt. Auch Normen zur Authentizität und Aufbewahrung von Reliquien gehören dazu. Bei der möglichen Erhebung eines Heiligen zum Kirchenlehrer arbeitet diese Stelle mit dem Glaubensdikasterium zusammen, das die herausragende Lehre beurteilt.

Dikasterium

Bischöfe

Das Bischofsdikasterium unterstützt die Bestellung und Begleitung von Bischöfen im ihm anvertrauten Bereich der lateinischen Kirche. Es bearbeitet Ernennungen, Amtsverzichte und Fragen der Bistumsordnung. Für bestimmte Missionsgebiete und für katholische Ostkirchen gelten andere Zuständigkeiten; die bischöfliche Verantwortung vor Ort bleibt eigenständig.

Das Bischofsdikasterium bereitet im zuständigen Teil der lateinischen Kirche Bischofsernennungen vor und bearbeitet Fragen der Bistumsstruktur. Es berücksichtigt Informationen aus den Ortskirchen, Bischofskonferenzen und päpstlichen Vertretungen. Auch Amtsverzichte, die Begleitung der Bischöfe und ihre regelmässigen Ad-limina-Besuche gehören zum Arbeitsfeld. Seine Zuständigkeit ist nicht weltweit ausnahmslos: Für bestimmte Missionsgebiete und für katholische Ostkirchen sind andere Dikasterien zuständig. Die Päpstliche Kommission für Lateinamerika ist dieser Einrichtung zugeordnet.

Dikasterium

Klerus

Das Klerusdikasterium begleitet Fragen der Diözesanpriester, ständigen Diakone und Priesterausbildung in seinem Zuständigkeitsbereich. Berufung, Seminarordnung, Fortbildung und bestimmte Rechtsfragen gehören zusammen. Seine Arbeit unterstützt die Bischöfe und Oberen; die persönliche Führung eines einzelnen Geistlichen erfolgt weiterhin in dessen eigener kirchlicher Zuordnung.

Im Mittelpunkt stehen Diözesanpriester, ständige Diakone und die Ausbildung künftiger Geistlicher. Das Dikasterium unterstützt Bischöfe bei Berufungspastoral, Seminarordnung und fortlaufender Weiterbildung. Daneben bearbeitet es bestimmte Rechtsfragen des geistlichen Standes, des pastoralen Dienstes und der kirchlichen Güterverwaltung. Es erlässt Grundlagen für die Priesterausbildung und bestätigt entsprechende nationale Ordnungen. Persönliche Prälaturen gehören ebenfalls zu seinem Zuständigkeitsbereich. Die konkrete Begleitung eines einzelnen Priesters bleibt zugleich Aufgabe seines zuständigen kirchlichen Oberen.

Dikasterium

Institute des geweihten Lebens und Gesellschaften des apostolischen Lebens

Dieses Dikasterium begleitet Institute des geweihten Lebens und Gesellschaften des apostolischen Lebens in der lateinischen Kirche. Es behandelt die dem Heiligen Stuhl vorbehaltenen Fragen zu Anerkennung, Konstitutionen, Leitung und Disziplin. Die jeweilige geistliche Prägung und das Eigenrecht einer Gemeinschaft sind dabei wesentlich.

Dieses Dikasterium begleitet die anerkannten Formen des geweihten Lebens und die Gesellschaften des apostolischen Lebens in der lateinischen Kirche. Es achtet auf das je eigene Charisma und behandelt Vorgänge, die dem Heiligen Stuhl vorbehalten sind: etwa Anerkennung, Konstitutionen, Zusammenschlüsse oder besondere Leitungsfragen. Auch Ausbildung, Ordensdisziplin und bestimmte Austritts- oder Beschwerdeverfahren gehören dazu. Ordensgemeinschaften behalten dabei ihre eigene Leitung und ihr Eigenrecht. Die Behörde ist keine zentrale Noviziats- oder Bewerbungsstelle für alle Orden.

Dikasterium

Laien, Familie und Leben

Das Dikasterium für Laien, Familie und Leben unterstützt das Apostolat der Gläubigen, die Familienpastoral und den Schutz menschlichen Lebens. Es begleitet internationale Vereinigungen und kirchliche Bewegungen. Jugend, Ehe, Elternschaft und ältere Menschen bilden dabei zusammenhängende Arbeitsfelder im Dienst des kirchlichen Lebens.

Das Dikasterium stärkt die Mitwirkung der Laien am kirchlichen Leben und begleitet Familienpastoral sowie den Schutz menschlichen Lebens. Es arbeitet mit Bischofskonferenzen, Bewegungen und Vereinigungen zusammen. Zu seinen Aufgaben gehören internationale kirchliche Vereinigungen, Jugendpastoral und internationale Begegnungen. Ehe, Elternschaft, ältere Menschen und die verschiedenen Lebensphasen bilden weitere Schwerpunkte. Seine Arbeit besteht vor allem in kirchlicher Begleitung, Orientierung und Vernetzung; sie ersetzt nicht die persönliche Seelsorge in Pfarrei und Bistum vor Ort.

Dikasterium

Förderung der Einheit der Christen

Das Einheitsdikasterium pflegt die Beziehungen zu anderen christlichen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften. Es begleitet theologische Gespräche und katholische Vorhaben zur Einheit der Christen. Bei Glaubensfragen arbeitet es mit dem Glaubensdikasterium zusammen. Ihm ist auch die Kommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum zugeordnet.

Die Förderung der Einheit der Christen geschieht hier durch Beziehungen, theologische Gespräche und ökumenische Initiativen. Das Dikasterium arbeitet mit anderen christlichen Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften zusammen, benennt katholische Teilnehmer an Dialogen und begleitet entsprechende Vorhaben in der katholischen Kirche. Bei Lehrfragen stimmt es sich mit dem Glaubensdikasterium ab. Für Beziehungen zu nichtkatholischen Ostkirchen arbeitet es mit weiteren zuständigen Stellen zusammen. Ihm ist auch die Kommission für die religiösen Beziehungen zum Judentum zugeordnet.

Dikasterium

Interreligiöser Dialog

Das Dikasterium für den interreligiösen Dialog pflegt Beziehungen zu Angehörigen nichtchristlicher Religionen. Es unterstützt gegenseitige Kenntnis und Gespräche über gemeinsame Anliegen wie Frieden und Menschenwürde. Sein Gegenstand unterscheidet sich von der Ökumene unter Christen; für die religiösen Beziehungen zum Judentum besteht eine gesonderte Zuständigkeit.

Dieses Dikasterium ist für Beziehungen zu Angehörigen nichtchristlicher Religionen zuständig. Es fördert gegenseitige Kenntnis, sachlichen Austausch und Zusammenarbeit etwa für Frieden oder Menschenwürde. Dazu unterstützt es Bischöfe und Fachleute, die solche Kontakte in ihren Ländern pflegen. Diese Aufgabe unterscheidet sich von der Ökumene zwischen Christen. Eine eigene Zuständigkeitsregel gilt zudem für das Judentum: Die religiösen Beziehungen zu Juden liegen bei der entsprechenden Kommission des Einheitsdikasteriums und nicht bei dieser Behörde.

Dikasterium

Kultur und Bildung

Das Dikasterium für Kultur und Bildung verbindet den Dienst an Kunst, Wissenschaft und Kulturerbe mit der Sorge um katholische Bildung. Zwei Sektionen behandeln diese Aufgaben. Dazu gehören Schulen, Hochschulen und die kirchliche Ordnung akademischer Studien, jeweils in Zusammenarbeit mit den zuständigen Einrichtungen und Ortskirchen.

Kultur und Bildung werden in zwei miteinander verbundenen Sektionen betreut. Die Kultursektion pflegt Beziehungen zu Kunst, Wissenschaft und anderen kulturellen Bereichen und unterstützt die Bewahrung des kirchlichen Kulturerbes. Die Bildungssektion behandelt katholische Schulen, kirchliche Hochschulen und die ihr zugewiesenen Fragen von Lehre, Studiengängen und akademischen Abschlüssen. Dabei arbeitet das Dikasterium mit Ortskirchen und Bildungseinrichtungen zusammen. Auch bestimmte päpstliche Akademien gehören zu seinem Umfeld. Der gemeinsame Kontakt nennt heute die Piazza Pio XII.

Dikasterium

Dienst zugunsten der ganzheitlichen Entwicklung des Menschen

Das Entwicklungsdikasterium behandelt Menschenwürde, soziale Gerechtigkeit, Frieden und die Lebensbedingungen von Menschen. Migration, Gesundheit, Arbeit, Wirtschaft und Sorge für die Schöpfung gehören zu seinem Auftrag. Es unterstützt Ortskirchen und kirchliche Einrichtungen und erschliesst diese Fragen aus der katholischen Soziallehre heraus.

Hier laufen kirchliche Aufgaben zu Menschenwürde, Gerechtigkeit, Frieden, Gesundheit und ganzheitlicher Entwicklung zusammen. Das Dikasterium befasst sich auch mit Migration, humanitären Notlagen, Wirtschaft und dem Umgang mit der Schöpfung. Es unterstützt Ortskirchen und arbeitet mit kirchlichen Hilfswerken sowie weiteren Fachstellen zusammen. Grundlage ist die katholische Soziallehre. Anders als die persönliche Almosenverwaltung des Papstes bearbeitet es vor allem grössere pastorale und gesellschaftliche Zusammenhänge und fördert die Zusammenarbeit zwischen zuständigen Akteuren weltweit.

Dikasterium

Gesetzestexte

Das Dikasterium für die Gesetzestexte dient dem Verständnis und der sachgerechten Anwendung des Kirchenrechts. Es prüft Rechtsfragen, unterstützt die Ausarbeitung kirchlicher Normen und bereitet authentische Gesetzesauslegungen zur päpstlichen Bestätigung vor. Seine Arbeit betrifft die Rechtsordnung der lateinischen Kirche ebenso wie die der katholischen Ostkirchen.

Das Dikasterium für die Gesetzestexte hilft, das Recht der lateinischen Kirche und der katholischen Ostkirchen zu verstehen und richtig anzuwenden. Es bereitet authentische Auslegungen zur päpstlichen Bestätigung vor, erläutert Normen und unterstützt andere Kurienstellen bei Gesetzestexten. Auch die Übereinstimmung bestimmter untergeordneter Regelungen mit dem allgemeinen Kirchenrecht kann es prüfen. Es fördert die wissenschaftliche Beschäftigung mit Kirchenrecht. Seine Funktion ist die Arbeit an Normen; es ist nicht mit einem kirchlichen Berufungsgericht gleichzusetzen.

Dikasterium

Kommunikation

Das Kommunikationsdikasterium verbindet die Nachrichten-, Medien- und technischen Dienste des Heiligen Stuhls. Redaktion, Bild, Ton, Übertragung und Veröffentlichung gehören zu seinem Arbeitsfeld. Es unterstützt auch andere vatikanische Stellen dabei, ihre Tätigkeit verständlich zu vermitteln und päpstliche Worte sowie kirchliche Nachrichten zugänglich zu machen.

Dieses Dikasterium verbindet die verschiedenen Medien- und Kommunikationsdienste des Heiligen Stuhls. Es umfasst redaktionelle, audiovisuelle, technische und verlegerische Aufgaben und unterstützt die Kommunikation anderer vatikanischer Einrichtungen. Zu seinem Umfeld gehören unter anderem Vatican News, Radio Vatikan, der Pressesaal und vatikanische Foto- und Verlagsdienste. Die Einrichtungen arbeiten an mehreren Orten. Die aktuelle Kontaktseite unterscheidet ausdrücklich den Rechtssitz im Vatikan, die operative Zentrale an der Piazza Pia und weitere fachbezogene Arbeitsstellen.

Gericht

Apostolische Pönitentiarie

Die Apostolische Pönitentiarie dient den Angelegenheiten des inneren Gewissensbereichs und den Ablässen. Sie behandelt besondere Fragen, die innerhalb oder ausserhalb der Beichte dem Heiligen Stuhl vorbehalten sind. Ihr Verfahren unterscheidet sich grundlegend von einer öffentlich geführten kirchlichen Streitsache zwischen mehreren Parteien.

Hier stehen Gewissen und Versöhnung im Mittelpunkt. Im zuständigen Rahmen kann die Pönitentiarie etwa von Kirchenstrafen lossprechen oder Dispensen und weitere Gnadenerweise gewähren. Sie unterstützt zudem die sachgerechte Ausübung des Beichtdienstes.

Gericht

Apostolische Signatur

Die Apostolische Signatur ist das oberste Gericht der Kirche und wacht über die geordnete kirchliche Rechtspflege. Sie behandelt bestimmte Rechtsmittel, Zuständigkeitskonflikte und verwaltungsgerichtliche Beschwerden. Ihr Auftrag betrifft damit sowohl einzelne Verfahren als auch die Funktionsfähigkeit kirchlicher Gerichte im vorgesehenen rechtlichen Rahmen.

Bei Beschwerden gegen bestimmte kirchliche Verwaltungsakte kann geprüft werden, ob geltendes Recht verletzt wurde. Daneben bestehen genau umschriebene Zuständigkeiten gegenüber Verfahren der Römischen Rota und bei Konflikten über das zuständige Gericht.

Gericht

Römische Rota

Die Römische Rota ist ein päpstliches Kollegialgericht, das vor allem als höhere Berufungsinstanz wirkt. Besonders bekannt sind ihre Verfahren in Ehesachen. Ihre Rechtsprechung unterstützt die Einheit der kirchlichen Gerichtspraxis und gibt den unteren Gerichten Orientierung bei der Anwendung des Rechts.

Richter mit kirchenrechtlicher Erfahrung beraten und entscheiden die ihnen zugewiesenen Sachen. Eine Berufung nach Rom setzt den rechtlich vorgesehenen Verfahrensweg voraus. Die Rota ist deshalb nicht die erste Anlaufstelle für jedes eheliche Problem.

Wirtschaft

Wirtschaftsrat

Der Wirtschaftsrat beaufsichtigt die wirtschaftlichen Strukturen und Tätigkeiten der ihm zugewiesenen vatikanischen Einrichtungen. Kirchliche Leitung und fachliche Erfahrung wirken dabei zusammen. Er betrachtet finanzielle Grundsätze, Ordnung und Rechenschaft; die tägliche Verwaltung einzelner Vermögenswerte gehört zu anderen Stellen mit eigenen Zuständigkeiten.

Der Rat beurteilt wirtschaftliche Fragen über den einzelnen Geschäftsvorgang hinaus. Ihm gehören kirchliche Mitglieder und fachkundige Laien an. Die Zusammensetzung verbindet Verantwortung für den kirchlichen Auftrag mit Kenntnissen in Wirtschaft und Finanzverwaltung.

Wirtschaft

Wirtschaftssekretariat

Das Wirtschaftssekretariat koordiniert und kontrolliert wirtschaftliche, finanzielle und administrative Angelegenheiten der ihm unterstellten Einrichtungen. Es arbeitet an gemeinsamen Regeln, Haushaltsplanung und nachvollziehbarer Rechnungsführung. Seine Arbeit soll gewährleisten, dass anvertraute Mittel geordnet verwaltet und gemäss den genehmigten Aufgaben eingesetzt werden.

Zu den Aufgaben gehören Haushaltsvoranschlag, zusammengefasste Rechnungslegung und die Überwachung der vorgesehenen Mittelverwendung. Auch Verfahren für Beschaffung und administrative Abläufe benötigen gemeinsame Standards.

Wirtschaft

Güterverwaltung des Apostolischen Stuhls · APSA

Die Güterverwaltung des Apostolischen Stuhls, kurz APSA, verwaltet Vermögen und erbringt wirtschaftliche Dienste für den Heiligen Stuhl. Immobilien, finanzielle Angelegenheiten und Verwaltungsleistungen tragen dazu bei, die Arbeit der Römischen Kurie zu ermöglichen. Ihre Aufgabe ist die verantwortliche Bewirtschaftung der ihr anvertrauten Mittel.

Gebäude, Einnahmen und Finanzmittel müssen erhalten und zweckgemäss eingesetzt werden. Dafür verbindet die APSA Immobilienverwaltung, Finanzangelegenheiten und Dienste wie Rechnungswesen und Beschaffung im ihr zugewiesenen Umfang.

Wirtschaft

Generalrevisor

Der Generalrevisor und sein Amt prüfen die Rechnungsführung und bestimmte wirtschaftliche Vorgänge der ihnen zugewiesenen Einrichtungen. Ihre Unabhängigkeit soll eine sachliche Beurteilung ermöglichen. Neben planmässigen Prüfungen können besondere Unregelmässigkeiten untersucht werden; die Verantwortung für die laufende Verwaltung verbleibt bei den geprüften Stellen.

Eine Revision prüft Unterlagen, Abläufe und Nachweise. Sie kann untersuchen, ob Geld und Sachmittel nachvollziehbar eingesetzt wurden und ob bei Geschäften oder Vergaben Auffälligkeiten bestehen.

Amt

Präfektur des Päpstlichen Hauses

Die Präfektur des Päpstlichen Hauses organisiert Begegnungen mit dem Papst und betreut den Zugang zu Generalaudienzen und päpstlichen Feiern. Ihre amtlichen Angebote helfen Pilgern, Familien und Gruppen bei der Vorbereitung. Zugangskarten werden unentgeltlich ausgegeben; Anreise und Unterkunft sind davon getrennt.

Die offizielle Teilnahmeseite des Heiligen Stuhls führt zum Buchungsangebot der Präfektur. Dort können Gläubige Zugangskarten für Generalaudienzen und päpstliche Gottesdienste anfragen. Diese Karten sind kostenlos. Für Geistliche, die bei päpstlichen Messen mitwirken, nennt die Seite einen eigenen Zugang über das Liturgieamt.

Amt

Amt für die liturgischen Feiern des Papstes

Das Amt für die liturgischen Feiern des Papstes bereitet päpstliche Gottesdienste vor und begleitet ihren würdigen Vollzug. Unter Leitung des päpstlichen Zeremonienmeisters wirken verschiedene Dienste zusammen. Texte, liturgische Aufgaben und konkrete Abläufe müssen so geordnet sein, dass die Feier als gemeinsamer Gottesdienst vollzogen werden kann.

Das Amt erstellt unter anderem Feiertexte und koordiniert die liturgischen Aufgaben. Auch bei apostolischen Reisen sind die örtlichen Gegebenheiten mit den besonderen Anforderungen einer Papstfeier zu verbinden.

Amt

Camerlengo / Apostolische Kammer

Der Camerlengo erfüllt besondere Aufgaben während der Vakanz des Apostolischen Stuhls. Im Mittelpunkt stehen die dafür vorgesehenen Feststellungen sowie die Sicherung und geordnete Verwaltung zeitlicher Angelegenheiten. Sein Amt dient dem Übergang zwischen zwei Pontifikaten und verleiht ihm keine päpstliche Vollmacht über die Kirche.

Wenn der Apostolische Stuhl unbesetzt ist, muss die laufende Verwaltung in dem rechtlich vorgesehenen Umfang fortbestehen. Der Camerlengo und die beteiligten Organe handeln innerhalb der besonderen Bestimmungen für diese Zeit.

Kommission

Päpstliche Kinderschutzkommission

Die Päpstliche Kinderschutzkommission unterstützt die Kirche beim Schutz Minderjähriger und gefährdeter Menschen. Sie berät zu wirksamen Schutzstrukturen, begleitet die Entwicklung von Standards und bezieht Erfahrungen Betroffener ein. Ihr Dienst richtet sich auf Vorbeugung, Verantwortung und eine verlässlichere kirchliche Praxis im Umgang mit Missbrauch.

Ausbildung, geeignete Verfahren und verantwortliche Leitung gehören zusammen. Die Kommission unterstützt Kirchen und Einrichtungen dabei, diese Aufgaben systematisch zu bearbeiten und von Erfahrungen anderer zu lernen.

Kommission

Päpstliche Bibelkommission

Die Päpstliche Bibelkommission berät in Fragen der Heiligen Schrift und ihrer Auslegung. Fachleute aus unterschiedlichen Ländern arbeiten gemeinsam an biblischen Themen. Die Kommission steht im Zusammenhang mit dem Glaubensdikasterium und dient der vertieften wissenschaftlichen Beschäftigung mit der Schrift innerhalb des katholischen Glaubens.

Biblische Texte werfen sprachliche, geschichtliche und theologische Fragen auf. Die Kommission untersucht solche Zusammenhänge gemeinsam und kann Ergebnisse in Studien vorlegen. Eine einzelne Studie ist nach ihrem jeweiligen kirchlichen Charakter zu lesen.

Kommission

Internationale Theologische Kommission

Die Internationale Theologische Kommission unterstützt den Heiligen Stuhl durch die gemeinsame Untersuchung theologischer Fragen. Mitglieder aus verschiedenen Ländern und Fachgebieten arbeiten an Themen von kirchlicher Bedeutung. Unter dem Vorsitz des Präfekten des Glaubensdikasteriums verbindet sie wissenschaftliche Beratung mit dem Dienst am kirchlichen Lehramt.

Eine Frage wird über längere Zeit untersucht, in Arbeitsgruppen vorbereitet und gemeinsam beraten. Solche Studien sollen Zusammenhänge klären und der kirchlichen Beurteilung eine tragfähige fachliche Grundlage bieten.

Heiliger Stuhl ≠ Vatikanstaat

Der Heilige Stuhl bezeichnet den Papst und die Einrichtungen seiner kirchlichen Leitung. Der Staat der Vatikanstadt ist ein eigener staatlicher Zusammenhang mit einem Governatorat.

Den Vatikan erkunden →

Keine neue Weihestufe

Präfekt, Sekretär und Untersekretär sind Funktionen innerhalb einer Einrichtung. Ihre Aufgabe ergibt sich aus dem jeweiligen Amt und dessen Recht.

Ämter und Aufgaben verstehen →

07 · Vom Wissen zum nächsten Schritt

Wer ist zuständig?

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Dein nächster Schritt

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  1. Pfarrei
  2. Pfarrer / Pfarrbüro

Der erste Kontakt ist die örtliche Pfarrei. Dort werden Vorbereitung, Termin und benötigte Unterlagen besprochen.

Zuständigkeit vertiefen ↗

Der Wegweiser erklärt Zuständigkeiten. Er verschickt keine Anfrage und ersetzt keine persönliche Auskunft der zuständigen kirchlichen Stelle.

Weiter entdecken

Vom Überblick ins Detail.

Kirchenporträts führen zu Artikeln im katholischen Lexikon. Dort findest du die Begriffe, die Einordnung der Mitgliederzahlen und die Originalquellen.