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Anna Santaniello

Auf einer Trage nach Lourdes – nach dem Bad wieder selbständig gehen

Die 41-jährige Anna Santaniello kam 1952 wegen einer schweren rheumatischen Herzerkrankung auf einer Trage nach Lourdes. Nach dem Bad am 19. August konnte sie wieder selbständig gehen und gewann ihre Belastbarkeit zurück. Ärzte untersuchten die Veränderung. Die kirchliche Anerkennung erfolgte am 21. September 2005 durch Erzbischof Gerardo Pierro von Salerno.

Worum es in diesem Fall geht

Santaniello gewann nach einer schweren rheumatischen Herzerkrankung mit Atemnot und erheblich eingeschränkter Beweglichkeit während der Wallfahrt ihre selbständige Gehfähigkeit und Belastbarkeit zurück.

Eine schwere Herzerkrankung

Die Darstellung des Heiligtums schildert Santaniellos Erkrankung nach rheumatischem Fieber. Atemnot und stark eingeschränkte Beweglichkeit bestimmten ihren Alltag. Als sie im August 1952 mit UNITALSI nach Lourdes reiste, war sie 41 Jahre alt und musste auf einer Trage transportiert werden.[1][2]

Die anhaltende Atemnot war so stark, dass auch das Sprechen schwerfiel. Hinzu kamen eine bläuliche Verfärbung von Gesicht und Lippen sowie zunehmende Schwellungen beider Beine. Am 16. August trat sie die Zugreise mit der italienischen Pilgerorganisation an. In Lourdes wurde sie im Asile Notre-Dame aufgenommen, dem Vorgänger des heutigen Accueil Notre-Dame. Auch während ihres Aufenthalts stand sie unter fortgesetzter ärztlicher Betreuung.[1]

Nach dem Bad wieder auf den Beinen

Am 19. August wurde Santaniello in das Wasser der Bäder getaucht. Danach konnte sie wieder selbständig gehen. Auf die zuvor schwere Einschränkung folgte eine Rückkehr von Beweglichkeit und Belastbarkeit. Mehrere Ärzte untersuchten sie nach dem Ereignis. Die Heilung blieb der Bezugspunkt ihrer späteren Geschichte und der kirchlichen Prüfung.[1][2]

Zu den Bädern musste sie am 19. August noch auf der Trage gebracht werden. Nach dem Bad verliess sie sie aus eigener Kraft. Bereits am selben Abend nahm sie an der marianischen Lichterprozession teil. Der Gegensatz zwischen der Ankunft und diesem Abend war damit nicht nur für sie selbst, sondern auch im gemeinsamen Ablauf der Wallfahrt sichtbar.[1]

Die medizinische Kommission in Salerno

Für den letzten örtlichen Prüfungsabschnitt nennt das diözesane Register die verantwortlichen Ärzte: Francesco Orio als Vorsitzenden sowie Giovanni D’Angelo, Michele Tommaso und Domenico Della Porta. Der Eintrag zur Kommission ist auf den 14. September 2005 datiert. Am 21. September folgt der Eintrag zur medizinischen Erklärung über die Heilung. Die Fundstellen lauten Band VI, Seiten 196–197, Nummern 128–129.[3]

Die Anerkennung vom 21. September 2005

Erzbischof Gerardo Pierro von Salerno erkannte die Heilung als Wunder an. Zwischen dem Bad in Lourdes und diesem Urteil lagen 53 Jahre. Das Heiligtum führt Santaniello als 67. anerkannten Heilungsfall. Die Datierung stimmt mit dem letzten Eintrag des diözesanen Registers überein.[1][3]

Die Erinnerung bei UNITALSI

Die diözesane Zeitung Agire erinnerte 2016 an Santaniello im Zusammenhang mit der UNITALSI-Gruppe von Salerno. Der Beitrag beschreibt den langjährigen Dienst der Freiwilligen, die kranke Menschen auf ihren Wallfahrten begleiten. In dieser Gemeinschaft blieb auch die Erinnerung an ihre Genesung lebendig.[4]

Santaniello erklärte später, sie habe an der Grotte besonders für einen zwanzigjährigen Mann namens Nicolino gebetet, der nach einem Unfall seine Beine nicht mehr gebrauchen konnte. Nach ihrer Rückkehr nach Italien widmete sie sich als Kinderkrankenschwester benachteiligten Kindern. Die Biografie des Heiligtums verbindet die wiedergewonnene Kraft so mit einem langen Dienst an anderen; die eigene Heilung blieb für sie mit der Sorge um kranke und hilfsbedürftige Menschen verbunden.[1]

Ein sichtbarer Wandel im Leben einer Frau

Santaniellos Heilung bedeutete die Rückkehr von der Trage zur selbständigen Bewegung. Die medizinische Untersuchung und die spätere Entscheidung in Salerno bezogen sich auf diesen Wandel nach der schweren Herzerkrankung. In der kirchlichen Anerkennung wurde er als Hilfe Gottes und als Anlass zum Dank gewürdigt.[1][3]

Zeugen & Untersuchende

Anna Santaniello

Betroffene

Trägerin der Krankheits- und Heilungsgeschichte.[1]

Francesco Orio

Vorsitzender der Kommission 2005

Im diözesanen Register als Vorsitzender der medizinischen Kommission von 2005 genannt.[3]

Gerardo Pierro

Erzbischof von Salerno

Verantwortete das kirchliche Anerkennungsurteil.[1]

Die Geschichte im Verlauf

  1. Wallfahrt

    Reise mit UNITALSI.[1]

  2. Heilung

    Rückkehr der selbständigen Beweglichkeit in Lourdes.[1]

  3. Örtliche Kommission

    Einsetzung nach dem Register von Salerno.[3]

  4. Anerkennung

    Datum der offiziellen Wunderliste und des Registereintrags.[1][3]

  5. Lebendige Erinnerung

    Die diözesane Zeitung nennt Santaniello im Bericht über UNITALSI.[4]

Kirchliche Einordnung

67. anerkannte Heilung von Lourdes

Die offizielle Liste nennt Erzbischof Gerardo Pierro von Salerno und den 21. September 2005 als Anerkennungsdatum.

Das kirchliche Verfahren für diesen Falltyp →

Einwände & Antworten

Belegt das wiedergewonnene Gehen allein eine geheilte Herzerkrankung?

Dafür braucht es zusätzlich ärztliche Befunde. Die öffentlichen Quellen berichten über Untersuchungen und belegen die spätere Kommission mit Namen und Aktenstellen. Sie veröffentlichen jedoch keine vollständige kardiologische Akte. Konkrete Herzklappenmesswerte oder Bildserien einer anatomischen Wiederherstellung lassen sich daraus nicht ableiten.[2][3]

Welche Bedeutung haben die 53 Jahre bis zur Anerkennung?

Die lange Zeit erlaubt einen Blick auf die Dauerhaftigkeit. Für die Qualität der ursprünglichen Diagnose bleiben die damaligen Unterlagen entscheidend. Das Register erschliesst den letzten Prüfungsschritt präzise; den gesamten Ablauf aller Zwischenuntersuchungen enthält es nicht. Die Anerkennung ist daher mit ihrem tatsächlichen Datum und ihren belegten Grundlagen wiedergegeben.[1][3]

Bedeutung für den Glauben

Santaniello kam als schwer herzkranke Frau nach Lourdes und gewann ihre selbständige Beweglichkeit zurück. Die Kirche von Salerno erkannte die Heilung 2005 als Wunder an; die Namen und Aktenstellen der abschliessenden örtlichen Prüfung sind öffentlich dokumentiert.[1][3]

Die Untersuchung vertiefen

Heilungen prüfen: vom Befund zum kirchlichen Urteil

Diagnose, Behandlung, Heilungsverlauf und kirchliche Anerkennung werden getrennt geprüft.

Untersuchungsmittel und kirchliches Verfahren →

Quellen & Nachweise

Die Angaben zu Zugänglichkeit und Aussagebereich helfen dir, die Belege selbst einzuordnen.

  1. [1] Guarigioni miracolose – Anna Santaniello

    Sanctuaire Notre-Dame de Lourdes · Eintrag 67; Ereignis und Anerkennung

    Quelle öffnen · lourdes-france.com ↗
  2. [2] Anna Santaniello – Miracles

    Sanctuaire Notre-Dame de Lourdes, amerikanische Vertretung

    Kurzer biografischer Eintrag; vereinfachende Seitenüberschrift zum Anerkennungsorgan nicht übernommen.

    Quelle öffnen · bernadette-usa.lourdes-france.com ↗
  3. [3] Nomine dal 1970 al 2010

    Erzdiözese Salerno–Campagna–Acerno · ANNO 2005: 14. und 21. September; Vol. VI, S. 196–197, Nr. 128–129

    Registereinträge, nicht der Volltext der medizinischen Gutachten.

    Quelle öffnen · diocesisalerno.it ↗
  4. [4] La grande missione dell’Unitalsi

    Giuseppe Garofalo / Agire; Archiv der Erzdiözese Salerno · 25.06.2016 · Titelseite

    Quelle öffnen · diocesisalerno.it ↗
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