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Die Auferstehung Jesu Christi

Er sah und glaubte: das Osterzeugnis und die Gründe christlicher Hoffnung

Jesus Christus, der am Kreuz gestorben und begraben worden ist, steht am dritten Tag leiblich von den Toten auf. Die Frauen finden das Grab offen; Petrus und der andere Jünger sehen die zurückgelassenen Tücher. Maria Magdalena begegnet dem Herrn. Er zeigt sich den Jüngern, spricht mit ihnen, lässt seine Wunden erkennen und führt Thomas zum Bekenntnis seiner Gottheit. Die Evangelien bewahren diese Begegnungen in Jerusalem und Galiläa. Paulus gibt das empfangene Osterzeugnis weiter und nennt einzelne Zeugen, den apostolischen Kreis und mehr als fünfhundert Brüder zugleich. Ostern ist der wirkliche Sieg Christi über den Tod und das Fundament der christlichen Hoffnung.

Worum es in diesem Fall geht

Der gekreuzigte und begrabene Jesus Christus ist am dritten Tag leiblich auferstanden und seinen Jüngern lebend erschienen. Er kehrt nicht für eine weitere Zeit ins sterbliche Leben zurück, sondern lebt unvergänglich in der Herrlichkeit Gottes.

Der Gekreuzigte ist am dritten Tag auferstanden

Jesus ist am Kreuz gestorben und begraben worden. Am dritten Tag steht er leiblich von den Toten auf. Paulus verbindet diese Tatsachen in der Überlieferung, die er selbst empfangen und den Gemeinden weitergegeben hat: Christus starb für unsere Sünden, wurde begraben, wurde am dritten Tag auferweckt und erschien seinen Zeugen. Derselbe Herr, dessen Tod die Jünger erschüttert hat, begegnet ihnen lebend. Die Osterbotschaft verkündet deshalb Gottes wirkliche Tat an dem Gekreuzigten. Ihre ganze Tragweite macht Paulus deutlich: Ohne diese Auferstehung wäre die christliche Verkündigung leer. Von Anfang an steht das Ereignis selbst im Mittelpunkt des apostolischen Glaubens.[3]

Der auferstandene Christus lebt in unvergänglicher Herrlichkeit. Er ist nicht lediglich wie Lazarus in ein weiterhin sterbliches Leben zurückgekehrt. Thomas von Aquin erklärt diesen Unterschied und die Zeichen, durch die sich der Herr erkennen lässt. Die Evangelien bezeugen seine leibliche Identität mit dem Gekreuzigten: Er spricht, zeigt die Wunden und hält Mahl mit den Jüngern. Zugleich erscheint er ihnen in einer neuen Daseinsweise. Die Einheit von wirklichem Leib und vollendetem Leben gehört zum Wunder von Ostern. Der Tod, dem Christus sich freiwillig unterworfen hat, besitzt über ihn keine Macht mehr.[7]

Die Frauen und die Jünger am leeren Grab

Am ersten Tag der Woche kommen die Frauen zum Grab. Die Evangelien bewahren ihre Begegnung mit dem offenen Grab und der Osterbotschaft. Johannes hebt Maria Magdalena besonders hervor. Als sie den entfernten Stein sieht, denkt sie zunächst, man habe den Leichnam weggenommen, und meldet dies Petrus und dem anderen Jünger. Beide laufen zum Grab. Sie sehen die zurückgelassenen Leinentücher; das Tuch, das Jesu Haupt bedeckt hatte, liegt gesondert. Der andere Jünger geht hinein, sieht und glaubt. Die einzelnen Beobachtungen führen die Zeugen schrittweise zur Erkenntnis dessen, was geschehen ist.[1][4][5]

Die Frauen und die Jünger treffen auf einen wirklichen, veränderten Ort. Jesus liegt nicht mehr dort, wo er bestattet worden ist. Die Bedeutung dieses Befunds wird ihnen durch die Begegnungen mit dem Auferstandenen erschlossen. Maria sucht zunächst noch den vermissten Leichnam; bald wird sie den lebenden Herrn erkennen. So bewahren die Evangelien den Weg von Trauer und Unverständnis zur Gewissheit der Auferstehung. Das Grab gehört zusammen mit den Erscheinungen und dem apostolischen Bekenntnis zum Osterzeugnis. Seine Einzelheiten werden im Evangelium selbst beschrieben und besitzen ihren Quellenwert unabhängig von der späteren Verehrung bestimmter Grabtuchreliquien.[1][3]

Der lebende Herr spricht, zeigt seine Wunden und sendet

Maria Magdalena steht weinend beim Grab. Erst als Jesus sie beim Namen anspricht, erkennt sie ihn. Sie geht zu den Jüngern und berichtet ihre Begegnung. Am Abend tritt der Herr zu den versammelten Jüngern, grüsst sie mit Frieden und zeigt ihnen seine Hände und seine Seite. Sie freuen sich, den Herrn zu sehen. Thomas ist bei dieser ersten Begegnung nicht dabei und verlangt später selbst Gewissheit. Acht Tage danach erscheint Jesus wieder und lädt ihn ein, die Wunden wahrzunehmen und zu berühren. Thomas antwortet mit dem Bekenntnis zu seinem Herrn und Gott. Johannes bewahrt damit sowohl das anfängliche Zögern als auch dessen Überwindung durch die Begegnung mit Christus.[1]

Lukas berichtet von Kleopas und seinem Begleiter auf dem Weg nach Emmaus. Jesus erschliesst ihnen die Schrift; beim Brotbrechen erkennen sie ihn. Sie kehren nach Jerusalem zurück. Dort zeigt sich der Herr der versammelten Gemeinschaft und lässt erkennen, dass er kein blosser Geist ist. Johannes 21 bewahrt eine weitere Begegnung am See mit dem gemeinsamen Mahl. Matthäus berichtet die Sendung der Jünger in Galiläa. Diese Zeugnisse führen zu demselben lebenden Herrn, der sich in unterschiedlichen Situationen erkennen lässt und seinen Jüngern den Auftrag zur Verkündigung gibt. Die Begegnungen verwandeln die trauernden und erschrockenen Menschen in seine Zeugen.[2][4][6]

Paulus gibt das empfangene Zeugnis weiter

Im ersten Korintherbrief erinnert Paulus an das Evangelium, das er bereits verkündigt hat. Er hebt hervor, dass er weitergibt, was er selbst empfangen hat. In der Folge der Erscheinungen nennt er Kephas, den apostolischen Kreis, mehr als fünfhundert Brüder zugleich, Jakobus, alle Apostel und zuletzt sich selbst. Von den fünfhundert erklärt er, dass die meisten noch leben. Er verweist damit auf eine zu seiner Zeit lebende Generation von Zeugen. Das Osterbekenntnis erscheint als bereits gemeinsamer Inhalt der apostolischen Verkündigung. Tod, Begräbnis, Auferstehung und Erscheinungen gehören in dieser frühen Überlieferung untrennbar zusammen.[3]

Paulus bekennt zugleich, dass er zuvor die Kirche verfolgt hat. Seine Begegnung mit Christus steht daher nicht am Ende eines ungebrochenen Wunsches, die christliche Botschaft zu bestätigen. Sie führt ihn zur Umkehr und zum apostolischen Dienst. Dennoch stellt er sein Erlebnis nicht gegen das Zeugnis der anderen: Er reiht es in dieselbe Verkündigung ein. Benedikt XVI. unterstreicht bei der Auslegung dieses Abschnitts gerade die Verbindung von empfangener Überlieferung und persönlichem Zeugnis. Darin liegt ein wichtiges historisches Gewicht: Die Auferstehung wird von Anfang an gemeinsam verkündet und von einem früheren Gegner als erfahrene Wirklichkeit bezeugt.[3][9]

Die Zeugnisse weisen auf ein zusammenhängendes Geschehen

Die christliche Begründung umfasst den ganzen Quellenzusammenhang: Jesu wirklichen Tod, das Begräbnis, das leere Grab, die Begegnungen mit verschiedenen Menschen und Gruppen und die frühe Verkündigung der Apostel. Dazu kommt Paulus, dessen frühere Gegnerschaft in das Zeugnis für Christus umschlägt. Die Evangelien bewahren auch die Hindernisse auf dem Weg zum Glauben: Trauer, Furcht, Verwechslung und Zweifel. Die Zeugen gelangen zur Gewissheit, weil der Herr ihnen begegnet. Die Auferstehung erklärt diesen gemeinsamen Kern und die leibliche Wirklichkeit, an der die Berichte festhalten. Eine alternative Erklärung muss denselben Gesamtbestand ernst nehmen.[1][3][6]

Der katholische Glaube erkennt in dem geschichtlich bezeugten Geschehen zugleich Gottes rettende Macht. Der Katechismus hält die beiden Seiten zusammen: Die Auferstehung besitzt historische Zeugnisse und überschreitet als Eintritt in das verherrlichte Leben den gewöhnlichen innergeschichtlichen Verlauf. Historische Gründe führen deshalb nicht zu einer blossen Stimmung oder zu einer beliebigen religiösen Idee. Sie richten sich auf Christus, der gestorben war und lebt. Der Glaube nimmt diese bezeugte Wirklichkeit an und bekennt ihren göttlichen Urheber. Gerade die besondere Art des Ereignisses verlangt, Zeugnisse nach ihrer Aussagekraft zu lesen, ohne das Geheimnis auf eine technische Ablaufbeschreibung zu reduzieren.[8]

Das Zeugnis trägt auch den Glauben späterer Generationen

Jesus preist nach der Begegnung mit Thomas diejenigen selig, die nicht selbst sehen und doch glauben. Unmittelbar anschliessend erklärt Johannes den Zweck seines Evangeliums: Er hat die Zeichen aufgeschrieben, damit die Leser glauben. Der spätere Glaube gründet also auf dem weitergegebenen Zeugnis. Thomas von Aquin unterscheidet die sichtbaren Zeichen von dem, was Thomas bekennt. Er sieht die Wunden des auferstandenen Herrn und erkennt dessen Gottheit. Die Wahrnehmung führt zur Erkenntnis der Person. Für spätere Generationen bewahren die Apostel diese Begegnung in ihrem Zeugnis; durch sie können auch Menschen, die nicht im Jerusalemer Raum standen, dem lebenden Christus vertrauen.[1][7]

Sein Sieg begründet unsere Hoffnung

Paulus entfaltet Christi Auferstehung als Anfang unserer eigenen Auferstehung. Der Sieg des Herrn bleibt nicht auf ihn beschränkt: Er eröffnet den Menschen die Vollendung, zu der Gott sie geschaffen hat. Diese Hoffnung umfasst den Leib, der leidet, altert und stirbt. Sie führt bei Paulus zugleich zu einer konkreten Haltung im gegenwärtigen Leben. Er schliesst sein grosses Auferstehungskapitel mit dem Aufruf, festzustehen und im Werk des Herrn treu zu bleiben. Liebe, Opfer und Mühe sind nicht vergeblich, weil Christus den Tod überwunden hat. Ostern schenkt deshalb mehr als Erinnerung und Trost; es begründet die Erwartung des bleibenden Lebens in der Gemeinschaft mit dem auferstandenen Herrn.[3]

Zeugen & Untersuchende

Maria Magdalena

Osterzeugin im Johannesevangelium

Sucht zunächst den vermissten Leichnam und begegnet dann dem Herrn, der sie beim Namen anspricht.[1]

Petrus und der andere Jünger

Zeugen des Grabes nach Johannes

Sehen die zurückgelassenen Tücher; Kephas wird ausserdem in der paulinischen Erscheinungsfolge genannt.[1][3]

Thomas

Zunächst zweifelnder Apostel

Die spätere Begegnung führt zu seinem ausdrücklichen Bekenntnis; der Text berichtet die Einladung zur Berührung, nicht ausdrücklich deren tatsächliche Ausführung.[1]

Kleopas und sein Begleiter

Emmausjünger nach Lukas

Begegnen Christus auf dem Weg, hören die Schriftauslegung und erkennen ihn beim Brotbrechen.[6]

Paulus

Apostolischer Überlieferer und eigener Zeuge

Nennt die empfangene Tradition, weitere Zeugen und seine eigene Begegnung als früherer Verfolger.[3]

Die Geschichte im Verlauf

  1. Der Herr ist wirklich gestorben

    Das apostolische Bekenntnis verbindet Tod, Begräbnis und folgende Auferstehung.[3]

  2. Die Frauen am Grab

    Die Evangelien überliefern das offene beziehungsweise leere Grab und die Osterbotschaft.[1][4][5][6]

  3. Begegnungen mit dem lebenden Herrn

    Johannes und Lukas erzählen unterschiedliche Begegnungen und den Weg vom Nichtverstehen zum Erkennen.[1][6]

  4. Thomas bekennt seinen Herrn

    Die Begegnung verbindet die sichtbaren Wundmale mit dem Glauben an Christi Gottheit.[1]

  5. Sendung und Gemeinschaft

    Matthäus berichtet den Auftrag in Galiläa; Johannes 21 eine Begegnung am See.[2][4]

  6. Paulus gibt die empfangene Überlieferung weiter

    1 Korinther 15 nennt verschiedene Zeugen und die gemeinsame Osterbotschaft.[3]

Kirchliche Einordnung

Zentrale Wahrheit des christlichen Glaubens

Die leibliche Auferstehung Jesu gehört zum verbindlichen christlichen Bekenntnis. Ihre apostolische Bezeugung ist von der Echtheitsfrage einzelner später verehrter Reliquien unabhängig.

Das kirchliche Verfahren für diesen Falltyp →

Wie die verschiedenen Osterberichte zusammengehören

Die Evangelien nennen nicht an jeder Stelle dieselben Personen, Orte und Begegnungen. Matthäus hebt den Auftrag in Galiläa hervor; Lukas entfaltet die Begegnungen im Zusammenhang mit Jerusalem; Johannes bezeugt beide Räume. Unterschiedliche Auswahl bedeutet keinen gegenseitigen Ausschluss. Wenn ein Evangelist eine bestimmte Begegnung nicht nennt, bestreitet er sie damit nicht. Fragen nach genauer Reihenfolge und zeitlicher Verdichtung verlangen dennoch die sorgfältige Lektüre jeder Fassung. Eine lückenlose Chronologie lässt sich nicht für jeden Schritt eindeutig gewinnen. Der gemeinsame Kern bleibt klar: Der gestorbene und begrabene Jesus ist leiblich auferstanden und begegnet seinen Zeugen. Diese Übereinstimmung wird weder durch ein erfundenes Einheitsprotokoll verstärkt noch durch die Verschiedenheit der Schwerpunkte aufgehoben.[1][2][4][6]

Einwände & Antworten

Lässt sich das Osterzeugnis vollständig durch Trauer und innere Visionen erklären?

Eine solche Hypothese erklärt den gesamten Quellenbestand nicht schon durch ihre Benennung. Die Berichte nennen unterschiedliche Begegnungen, einzelne Personen und Gruppen, die Wunden des Gekreuzigten, das Mahl mit den Jüngern und die Gewissheit seiner leiblichen Gegenwart. Hinzu kommt Paulus, der Christus zuvor als Verfolger der Kirche gegenüberstand. Auch die anfänglichen Reaktionen sind verschieden: Maria vermutet eine Wegnahme, die Jünger erschrecken, Thomas verlangt eigene Gewissheit. Die christliche Erklärung nimmt diese Angaben zusammen: Der lebende Herr tritt den Menschen entgegen und führt sie zum Glauben. Damit ist nicht jede psychologische Gegenhypothese rein logisch ausgeschlossen; sie muss aber konkrete Gründe liefern und mehr erklären als eine einzelne Trauererfahrung. Die Behauptung einer inneren Vision allein ersetzt weder diese Arbeit noch eine historisch begründete Beurteilung des apostolischen Zeugnisses.[1][3][6]

Könnte das leere Grab durch einen Diebstahl erklärt werden?

Das Grab wird im christlichen Zeugnis nicht isoliert betrachtet. Maria Magdalena denkt zunächst selbst an eine Wegnahme; Matthäus berichtet die gegen die Auferstehung verbreitete Diebstahlbehauptung. Entscheidend sind aber auch die folgenden Begegnungen und die frühe gemeinsame Verkündigung. Ein fortgebrachter Leichnam erklärt für sich nicht, weshalb unterschiedliche Zeugen dem leiblich lebenden Herrn begegnen und ihn verkünden. Eine Diebstahlhypothese müsste diesen Zusammenhang zusätzlich erklären. Umgekehrt ist die blosse Erwähnung einer gegnerischen Behauptung kein Beweis jeder Einzelheit des christlichen Berichts. Das Gewicht liegt im Gesamtzeugnis aus Grab, Begegnungen und Bekenntnis. Die Deutung als wirkliche Auferstehung nimmt diese überlieferten Tatsachen zusammen, während die Wegnahme allein nur einen Teil des Befunds betrifft.[1][3][4]

Entkräften Unterschiede zwischen den Evangelien die Auferstehung?

Ein Unterschied ist zunächst genau zu bestimmen. Eine zusätzliche Person oder Begegnung steht nicht schon im Widerspruch zu einer knapperen Darstellung, die sie auslässt. Fragen nach Reihenfolge und zeitlicher Verdichtung müssen dagegen am jeweiligen Text beantwortet werden. Eine bis auf die Minute ausgefüllte Gesamtchronologie ist dafür nicht erforderlich. Die Evangelien stimmen in der zentralen Wirklichkeit überein: Der Gestorbene ist begraben worden und zeigt sich anschliessend lebend. Ihre verschiedenen Schwerpunkte machen sie weder automatisch zu vollständig voneinander unabhängigen Akten noch zu einer abgestimmten Erfindung. Auch die von Paulus genannten fünfhundert sind durch seine Aussage bezeugt; fünfhundert einzeln erhaltene Protokolle liegen uns nicht vor. Diese genaue Bestimmung des Quellenwegs lässt die tatsächliche Breite und frühe Verankerung des Osterzeugnisses bestehen.[1][2][3][4][6]

Warum beobachtet kein Zeuge den Augenblick der Auferstehung selbst?

Die Zeugen begegnen dem Auferstandenen und erkennen seine Identität mit dem zuvor Gestorbenen. Thomas von Aquin erklärt, dass sie damit die Wirklichkeit der Auferstehung wahrhaft bezeugen können, ohne den göttlichen Akt des Übergangs selbst gesehen zu haben. Auch sonst lassen sich Veränderungen aus Ausgangslage, Ergebnis und zuverlässigen Zeugnissen erkennen. Der besondere Charakter von Ostern hebt diese Erkenntnis nicht auf. Er bedeutet jedoch, dass die Evangelien keine physikalische Aufzeichnung des Übergangs in das verklärte Leben liefern. Aus diesem Schweigen dürfen weder Strahlungswerte noch Energieformeln abgeleitet werden. Auch die Grabtücher in Johannes 20 werden dort nicht als untersuchte Bildträger beschrieben. Das apostolische Zeugnis steht auf seiner eigenen Grundlage und ist nicht von der Echtheit einer später verehrten Reliquie abhängig.[1][7][8]

Bedeutung für den Glauben

Christus ist wahrhaft auferstanden. Das leere Grab, die Begegnungen mit dem lebenden Herrn und die frühe gemeinsame Verkündigung der Apostel bilden das geschichtliche Osterzeugnis. Die Kirche erkennt darin Gottes endgültigen Sieg über Sünde und Tod. Der Auferstandene ist derselbe, der gekreuzigt wurde; sein neues Leben begründet die Hoffnung auf unsere eigene Auferstehung und gibt Treue, Liebe und Opfer bleibenden Sinn.[1][3][7]

Die Untersuchung vertiefen

Wie die Wunder Jesu untersucht werden

Das apostolische Zeugnis, die geschichtliche Überlieferung und die Taten Christi.

Untersuchungsmittel und kirchliches Verfahren →

Quellen & Nachweise

Die Angaben zu Zugänglichkeit und Aussagebereich helfen dir, die Belege selbst einzuordnen.

  1. [1] Evangelium nach Johannes, Kapitel 20

    Biblischer Primärtext · 1. Jahrhundert · Joh 20,1–31

    Antiker griechischer Text und historische Vulgata; eigene deutsche Darstellung, keine Übernahme der modernen Knox-Übersetzung.

    Quelle öffnen · newadvent.org ↗
  2. [2] Evangelium nach Johannes, Kapitel 21

    Biblischer Primärtext · 1. Jahrhundert · Joh 21,1–25

    Begegnung am See und Zeugnisanspruch des Evangeliums.

    Quelle öffnen · newadvent.org ↗
  3. [3] Erster Brief an die Korinther, Kapitel 15

    Hl. Apostel Paulus · 1. Jahrhundert · 1 Kor 15,1–11.12–28.35–58

    Apostolischer Primärtext; die aufgezählten Zeugen sind über Paulus bezeugt, nicht als einzeln erhaltene Protokolle.

    Quelle öffnen · newadvent.org ↗
  4. [4] Evangelium nach Matthäus, Kapitel 28

    Biblischer Primärtext · 1. Jahrhundert · Mt 28,1–20

    Frauen am Grab, konkurrierende Diebstahlbehauptung, Sendung in Galiläa.

    Quelle öffnen · newadvent.org ↗
  5. [5] Evangelium nach Markus, Kapitel 16

    Biblischer Primärtext · 1. Jahrhundert · Mk 16,1–8

    Hier wird der Bericht bis Vers 8 verwendet; die gesonderte Textüberlieferungsfrage des längeren Markusschlusses ist keine Voraussetzung des Arguments.

    Quelle öffnen · newadvent.org ↗
  6. [6] Evangelium nach Lukas, Kapitel 24

    Biblischer Primärtext · 1. Jahrhundert · Lk 24,1–49

    Emmaus und Begegnung in Jerusalem; antiker Text in eigener deutscher Darstellung.

    Quelle öffnen · newadvent.org ↗
  7. [7] Summa theologiae III, quaestio 55

    Hl. Thomas von Aquin · 13. Jahrhundert · Besonders Artikel 2, 5 und 6

    Gemeinfreier Primärtext über das Sichtbarwerden der Auferstehung und die Bedeutung ihrer Zeichen.

    Quelle öffnen · newadvent.org ↗
  8. [8] Katechismus: On the Third Day He Rose from the Dead

    Katholische Kirche · 1992/1997 · Nr. 638–658, besonders 639–648

    Kirchliche Lehre zur geschichtlichen und zugleich transzendenten Wirklichkeit der Auferstehung.

    Quelle öffnen · vatican.va ↗
  9. [9] Der heilige Apostel Paulus: Die Bedeutung der Christologie – Die Auferstehung

    Benedikt XVI. · 2008-11-05 · Generalaudienz; Auslegung von 1 Kor 15,1–11

    Primärquelle der kirchlichen Auslegung von empfangener Überlieferung und apostolischem Zeugnis.

    Quelle öffnen · vatican.va ↗
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