Petrus und Johannes am leeren Grab – künstlerische Darstellung
Zeichen des kommenden Reiches

Die Wunder Jesu

Heilungen, Naturwunder, Auferweckungen und die Auferstehung Christi: die vollständigen Abläufe aus den Evangelien und ihre Zeugen.

Das Thema verstehen

Die Taten Jesu Christi und das Zeugnis der Apostel.

Jesus heilt Blinde und Gelähmte, reinigt Aussätzige, stillt den Sturm, speist die Menge und ruft Tote ins Leben zurück. Seine Wunder zeigen seine göttliche Macht und seine Barmherzigkeit. In seiner Auferstehung besiegt er den Tod und begründet die Hoffnung seiner Kirche.

Die Evangelien überliefern konkrete Menschen, Orte, Worte und Handlungen. Die Dossiers erschliessen diese Abläufe zusammenhängend und führen unmittelbar zu den Schriftstellen. Die apostolischen Zeugen und die Auslegung der Kirchenväter zeigen, wie die Kirche diese Ereignisse von Anfang an verstand.

Anschliessend werden geschichtliche und textliche Fragen behandelt: die Überlieferung der Evangelien, ihre Parallelberichte und ihre Einordnung in Jesu Wirken. Die biblischen Wunder gehören zum grundlegenden Zeugnis der Offenbarung und werden aus dieser Stellung heraus erklärt.

Die Untersuchung im Einzelnen
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13 Dossiers

Die Wunder Jesu

Der Gelähmte von Kafarnaum

Kafarnaum am See von Galiläa · Öffentliches Wirken Jesu im 1. Jahrhundert

In Kafarnaum bringen vier Männer einen Gelähmten zu Jesus. Das Haus ist überfüllt; sie öffnen deshalb das Dach und lassen den Kranken auf seiner Bahre hinab. Jesus sieht ihren Glauben und spricht ihm die Vergebung der Sünden zu. Als Schriftgelehrte an seiner Vollmacht Anstoss nehmen, antwortet er mit einem sichtbaren Wunder: Er befiehlt dem Gelähmten aufzustehen, sein Lager zu nehmen und heimzugehen. Sofort steht der Mann vor allen auf, trägt seine Bahre und geht Gott preisend nach Hause. Die Menschen staunen und verherrlichen Gott. Markus, Matthäus und Lukas bezeugen die Heilung als Offenbarung der Vollmacht des Menschensohnes.

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Die Wunder Jesu

Der Hauptmann von Kafarnaum

Kafarnaum am See Gennesaret · Öffentliches Wirken Jesu · 1. Jahrhundert

In Kafarnaum liegt der Diener eines Hauptmanns schwer krank danieder. Der Offizier setzt sich für ihn ein und bittet Jesus um Hilfe. Er vertraut so sehr auf dessen Vollmacht, dass er keinen Besuch am Krankenbett verlangt: Ein Wort Christi genügt. Jesus lobt diesen aussergewöhnlichen Glauben, und der Diener wird gesund. Matthäus bezeugt die Heilung in derselben Stunde; Lukas berichtet, dass die zurückkehrenden Gesandten ihn gesund antreffen. Die Sorge um den Kranken, die Fürsprache jüdischer Ältester und die demütige Zuversicht des Hauptmanns prägen dieses Wunder. Seine Bitte lebt im Gebet der Kirche vor der heiligen Kommunion weiter.

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Die Wunder Jesu

Der Jüngling von Nain

Nain in Galiläa · Öffentliches Wirken Jesu · 1. Jahrhundert

Vor dem Tor von Nain begegnet Jesus dem Trauerzug einer Witwe: Ihr einziger Sohn wird zur Bestattung hinausgetragen. Jesus sieht die Mutter, erbarmt sich ihrer und hält den Zug an. Er berührt die Bahre und befiehlt dem Toten aufzustehen. Der junge Mann richtet sich auf, beginnt zu sprechen und wird seiner Mutter zurückgegeben. Die Jünger und zahlreiche Menschen erleben das Wunder; sie preisen Gott, der sein Volk besucht hat. Lukas bewahrt den Bericht dieser öffentlichen Totenerweckung. In ihr offenbaren sich Christi göttliche Vollmacht und sein Erbarmen mit einer Mutter, die bereits ihren Mann und nun ihren einzigen Sohn verloren hat.

Biblisches Wunder im Zeugnis der EvangelienLesen →
Die Wunder Jesu

Die Auferstehung Jesu Christi

Jerusalem; weitere Begegnungen in Galiläa · Am dritten Tag nach der Kreuzigung · Osterzeugnisse des Neuen Testaments

Jesus Christus, der am Kreuz gestorben und begraben worden ist, steht am dritten Tag leiblich von den Toten auf. Die Frauen finden das Grab offen; Petrus und der andere Jünger sehen die zurückgelassenen Tücher. Maria Magdalena begegnet dem Herrn. Er zeigt sich den Jüngern, spricht mit ihnen, lässt seine Wunden erkennen und führt Thomas zum Bekenntnis seiner Gottheit. Die Evangelien bewahren diese Begegnungen in Jerusalem und Galiläa. Paulus gibt das empfangene Osterzeugnis weiter und nennt einzelne Zeugen, den apostolischen Kreis und mehr als fünfhundert Brüder zugleich. Ostern ist der wirkliche Sieg Christi über den Tod und das Fundament der christlichen Hoffnung.

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Die Wunder Jesu

Die Auferweckung des Lazarus

Betanien bei Jerusalem · Vor dem letzten Pascha Jesu · Joh 11–12

Lazarus ist gestorben und liegt seit vier Tagen im Grab, als Jesus Betanien erreicht. Marta bekennt ihren Glauben an ihn als den Christus und Sohn Gottes; Maria fällt trauernd vor ihm nieder. Am Grab weint Jesus. Dann lässt er den Stein entfernen, dankt dem Vater und ruft seinen Freund heraus. Lazarus kommt lebend aus dem Grab, noch in die Grableinentücher gebunden. Die Anwesenden sollen ihn lösen. Viele Zeugen glauben nun an Jesus; andere melden das Geschehen seinen Gegnern. Johannes verbindet dieses machtvolle Wunder mit dem nahenden Kreuz: Der Herr schenkt seinem Freund das Leben und geht selbst seiner Passion entgegen.

Kanonischer Bericht einer TotenauferweckungLesen →
Die Wunder Jesu

Die Heilung der blutflüssigen Frau

Am See Gennesaret, auf dem Weg zum Haus des Jairus · Öffentliches Wirken Jesu · 1. Jahrhundert

Seit zwölf Jahren leidet eine Frau an Blutungen. Viele Behandlungen haben ihr nicht geholfen; ihre Mittel sind aufgebraucht, ihr Zustand hat sich verschlimmert. Als Jesus auf dem Weg zum Haus des Jairus durch die Menge geht, nähert sie sich von hinten und berührt sein Gewand. Sofort endet ihr Leiden. Jesus hält an, ruft sie aus der Verborgenheit und lässt sie vor den Anwesenden sagen, was geschehen ist. Er nennt sie Tochter, würdigt ihren Glauben und entlässt sie in Frieden. Die drei synoptischen Evangelien bezeugen eine Heilung, die den Leib wiederherstellt und die zuvor scheue Frau zur persönlichen Begegnung mit Christus führt.

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Die Wunder Jesu

Die Heilung des Aussätzigen

Galiläa; genauer Ort in den Perikopen nicht genannt · Öffentliches Wirken Jesu · 1. Jahrhundert

Ein aussätziger Mann wirft sich vor Jesus nieder und bittet um Reinigung. Er vertraut seiner Macht: Wenn Christus will, kann er ihn heilen. Jesus streckt die Hand aus, berührt ihn und spricht sein wirksames Wort. Sofort weicht der Aussatz. Anschliessend schickt er den Geheilten zur von Mose vorgeschriebenen Vorstellung beim Priester und zur Opfergabe. Der Mann macht das Wunder weitum bekannt; immer mehr Menschen suchen Jesus auf. Markus, Matthäus und Lukas bezeugen diese Begegnung, in der der Herr den schwer Leidenden berührt, seinen Leib heilt und ihm den Weg in das volle Gemeinschaftsleben Israels eröffnet.

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Die Wunder Jesu

Die Heilung des Blindgeborenen

Jerusalem; Teich Schiloach · Öffentliches Wirken Jesu · Joh 9

Jesus begegnet in Jerusalem einem Mann, der seit seiner Geburt blind ist. Er bestreicht dessen Augen mit Lehm und sendet ihn zum Teich Schiloach. Der Mann wäscht sich und kehrt sehend zurück. Nachbarn erkennen die Veränderung, seine Eltern bestätigen Identität und angeborene Blindheit, und die religiösen Befrager untersuchen den Vorgang wiederholt. Der Geheilte bleibt trotz Druck bei dem, was er weiss: Er war blind und sieht jetzt. Als man ihn hinausgestossen hat, sucht Jesus ihn auf. Die Heilung führt zum Bekenntnis und zur Anbetung Christi. Johannes 9 bewahrt das Wunder zusammen mit der ausführlichen Befragung seiner Zeugen.

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Die Wunder Jesu

Die Hochzeit zu Kana

Kana in Galiläa; genaue Ortsidentifikation umstritten · Am Anfang des öffentlichen Wirkens Jesu · Joh 2,1–11

Bei einer Hochzeit in Kana geht der Wein aus. Maria bemerkt die Not und trägt sie ihrem Sohn vor. Jesus lässt sechs steinerne Gefässe bis zum Rand mit Wasser füllen. Als die Diener daraus dem Festleiter bringen, kostet dieser vorzüglichen Wein. Die Diener wissen, dass sie Wasser eingefüllt haben; der Festleiter bezeugt die Güte des Weins, ohne seine Herkunft zu kennen. So vollbringt Christus sein erstes öffentliches Wunder und offenbart seine Herrlichkeit. Seine Jünger glauben an ihn. Johannes bewahrt den genauen Ablauf dieser Gabe, in der die Fürsprache Mariens, der Gehorsam der Diener und die schöpferische Vollmacht ihres Herrn zusammenwirken.

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Die Wunder Jesu

Die Speisung der Fünftausend

Am See von Galiläa; genauer Ort nicht eindeutig bestimmt · Öffentliches Wirken Jesu im 1. Jahrhundert

Am See von Galiläa versammelt sich eine grosse Menschenmenge um Jesus. Als es spät wird, reicht der vorhandene Vorrat bei weitem nicht aus: fünf Brote und zwei Fische. Jesus lässt die Menschen lagern, segnet die Speisen und gibt sie zur Verteilung. Alle essen und werden satt. Danach sammeln die Jünger zwölf Körbe mit Resten. Alle vier Evangelien bezeugen dieses Wunder. Johannes nennt den Knaben mit den Gerstenbroten sowie Philippus und Andreas und verbindet das Geschehen mit der folgenden Rede vom Brot des Lebens. Christus stillt wirklichen Hunger und offenbart sich als der freigebige Herr, der über die Nahrung hinaus sich selbst schenken wird.

In allen vier Evangelien bezeugtLesen →
Die Wunder Jesu

Die Tochter des Jairus

Am See Gennesaret; das Haus des Jairus wird in den Perikopen nicht genau lokalisiert · Öffentliches Wirken Jesu · 1. Jahrhundert

Jairus, ein Synagogenvorsteher, fällt Jesus zu Füssen und bittet um das Leben seiner sterbenden Tochter. Jesus geht mit ihm. Als unterwegs die Todesnachricht eintrifft, fordert er den Vater auf, weiter zu glauben. Im Haus nimmt er das zwölfjährige Mädchen an der Hand und ruft es ins Leben: Talitha kum. Sofort steht es auf und geht umher. Die Eltern sowie Petrus, Jakobus und Johannes sind dabei. Christus, der dem Tod gebietet, sorgt anschliessend dafür, dass das Kind zu essen bekommt. Markus, Matthäus und Lukas bezeugen dieses Wunder; ihre Berichte und die Auslegung der Kirchenväter erschliessen seinen Ablauf und seine Bedeutung.

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Die Wunder Jesu

Jesus geht auf dem Wasser

See von Galiläa · Nach der Speisung der Fünftausend

Nach der Speisung der Fünftausend fahren die Jünger über den See, während Jesus zum Gebet zurückbleibt. Gegenwind erschwert die Überfahrt. In der Nacht kommt er über das Wasser zu ihnen. Die Jünger erschrecken, doch er spricht ihnen Mut zu. Matthäus bezeugt auch den Schritt des Petrus: Auf Jesu Ruf geht er ihm entgegen, beginnt beim Anblick des Windes zu sinken und wird sofort von seiner Hand ergriffen. Als sie ins Boot steigen, legt sich der Wind. Die Jünger beten Jesus als Gottes Sohn an. Das in drei Evangelien bezeugte Wunder offenbart die Herrschaft Christi über die Schöpfung und seine rettende Nähe zu den Seinen.

In drei Evangelien bezeugtLesen →
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Jesus stillt den Sturm

See von Galiläa · Öffentliches Wirken Jesu im 1. Jahrhundert

Am Abend fahren Jesus und seine Jünger über den See von Galiläa. Ein schwerer Sturm kommt auf; die Wellen schlagen ins Boot, während Jesus im hinteren Teil schläft. Die Jünger wecken ihn und rufen um Rettung. Er steht auf, gebietet dem Wind und dem Meer, und eine grosse Stille tritt ein. Die Geretteten fragen voller Ehrfurcht, wer dieser ist, dem selbst Wind und Wasser gehorchen. Matthäus, Markus und Lukas bezeugen das Wunder. Es offenbart die Macht Christi über die Schöpfung und zeigt, wie er Menschen in ihrer Angst zur Erkenntnis seiner Person und zum Vertrauen auf ihn führt.

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