Petrus und Johannes am leeren Grab – künstlerische Darstellung
Wunder · Zeichen des Glaubens

Er sah und glaubte

Gottes Wirken in der Heiligen Schrift und in der Geschichte der Kirche. Entdecke Wunder, ihre Zeugen und die Befunde ihrer Untersuchung.

Johannes 20,8

Zeichen sehen.
Dem Herrn vertrauen.

„Selig, die nicht sehen und doch glauben.“Johannes 20,29

Wunder machen Gottes Wirken sichtbar, stärken den Glauben und rufen zur Umkehr. Ihr Ziel ist die Begegnung mit Christus.

Am leeren Grab sieht der Jünger und glaubt. Später spricht Jesus zu Thomas von denen, die ohne eigenes Sehen glauben. Beides gehört zusammen: Der Glaube darf nach Gründen fragen und verlässlichen Zeugnissen vertrauen.

Hier begegnen dir die biblischen Wunder und die Wunder aus der Geschichte der Kirche: die Taten Christi, eucharistische Wunder, Heilungen, Marienerscheinungen und aussergewöhnliche Zeugnisse aus dem Leben der Heiligen. Wir stellen das Geschehen, seine Zeugen und die Untersuchungen ausführlich vor. Die Quellen führen dich zu den überlieferten Berichten und den dokumentierten Befunden.

Was ein Wunder ist und wie wir es prüfen →
83Einzel- und Untersuchungsdossiers
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385unterschiedliche Quellenverweise
Die Rubriken

Spuren des Ausserordentlichen.

Entdecke die Wunder Christi und die Zeugnisse seines Wirkens durch die Jahrhunderte.

Drei Wege in die Sammlung

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Das Antlitz des Grabtuches in Positiv- und Negativwiedergabe
Im Fokus · Das Grabtuch von Turin

Ein begründetes Plädoyer für die Echtheit.

Die ganze Geschichte in einem Dossier: das Antlitz, die Blutnachweise, die Spuren der Passion und der Weg des Tuches durch die Jahrhunderte. Betrachte die Fotografien und folge den Bibelstellen; die Einwände und ihre Antworten stehen am Ende.

Das grosse Grabtuch-Dossier →
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Wunder und ihre Zeugen.

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83 Dossiers

Abbilder und Passionsreliquien
Wundersames Abbild

Das Grabtuch von Turin

Dom St. Johannes der Täufer, Turin · Passionsreliquie · sicher dokumentiert seit dem 14. Jahrhundert

Das Grabtuch von Turin zeigt einen gegeisselten und gekreuzigten Leib in Vorder- und Rückansicht: Blut am Haupt, Wunden an Händen und Füssen, eine geöffnete Seite und die Spuren der Grablegung. Diese Merkmale führen unmittelbar zur Passion Jesu Christi. Chemische Blutnachweise, optische Messungen, mikroskopische Befunde und die besondere räumliche Ordnung des Bildes geben dem erhaltenen Tuch ein aussergewöhnliches Gewicht. Seit Jahrzehnten untersuchen Fachleute verschiedener Disziplinen seine Fasern, Spuren und Geschichte. Die Ganzansichten und die zugehörigen Evangelienabschnitte erschliessen diesen Zusammenhang Schritt für Schritt.

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Abbilder und Passionsreliquien
Wundersames Abbild

Das Heilige Antlitz von Manoppello

Basilika des Volto Santo, Manoppello · Seit dem 17. Jahrhundert dokumentierte Verehrung

Auf einem kleinen, durchscheinenden Schleier in Manoppello erscheint das Antlitz eines bärtigen Mannes mit geöffneten Augen. Blickrichtung und Beleuchtung verändern seine Wirkung; das Bild ist von beiden Seiten wahrnehmbar. Seit dem 17. Jahrhundert wird es von den Kapuzinern gehütet. Historische Forschungen verbinden es mit der Veronika-Tradition, optische Studien untersuchen Fasern, Licht und Bildproportionen. Benedikt XVI. pilgerte 2006 zum Heiligtum und sprach über die Suche nach dem Antlitz Christi. So begegnen sich hier Bildbetrachtung, Forschung und lebendige Christusverehrung.

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Abbilder und Passionsreliquien
Passionsreliquie

Das Sudarium von Oviedo

Cámara Santa, Kathedrale von Oviedo · Mittelalterliche Verehrung; moderne Studien seit 1965

In der Cámara Santa von Oviedo wird ein kleines Leinentuch als Kopftuch Christi verehrt. Seine Faltungen und Flecken erlauben eine anschauliche Rekonstruktion der Sorge um einen Verstorbenen. Giulio Ricci, das spanische EDICES-Team und weitere Forscher untersuchten das Gewebe, die Blutspuren und die Verbindungen zum Turiner Grabtuch. Besonders aufschlussreich sind Vergleiche an Nase, Mund und Hinterkopf sowie die mögliche Abfolge, in der beide Tücher verwendet wurden. Die Geschichte führt von der Arca Santa und mittelalterlichen Pilgern bis zu heutigen rechtsmedizinischen und mikroskopischen Untersuchungen.

In der Kathedrale verehrte PassionsreliquieLesen →
Abbilder und Passionsreliquien
Passionsreliquie

Der Heilige Rock zu Trier

Hoher Dom zu Trier · Sicher dokumentiert seit 1196; erste öffentliche Zeigung 1512

Der Heilige Rock gehört zu den bedeutendsten Passionsreliquien im deutschen Sprachraum. In seiner überlieferten Gewandgestalt bewahrt er einen alten wollenen Gewebekern. Die Trierer Tradition verbindet ihn mit der heiligen Helena und mit der Tunika Christi, um die die Soldaten unter dem Kreuz das Los warfen. Seit dem Mittelalter ist seine Verehrung dokumentiert; die öffentliche Zeigung von 1512 begründete eine weit ausstrahlende Wallfahrt. Die Geschichte des Textils und die Auslegung des heiligen Cyprian führen zusammen zum Bild des ungeteilten Gewandes und der Einheit der Kirche.

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Abbilder und Passionsreliquien
Passionsreliquie

Die heilige Tunika von Argenteuil

Basilika Saint-Denys, Argenteuil · Öffentliche Verehrung seit dem Mittelalter; Ostension 2025

In Argenteuil bei Paris wird ein altes Wollgewand als Tunika Christi verehrt. Seine Fragmente tragen die Spuren einer bewegten Geschichte: verborgene Aufbewahrung, mittelalterliche Wallfahrt, Rettung während der Französischen Revolution und sorgfältige Restaurierung. Das Heiligtum verbindet die Überlieferung mit Untersuchungen an Gewebe, Blutspuren und Pollen. Die feierlichen Ostensionen führen bis in die Gegenwart; 2025 wurde die Tunika erneut öffentlich gezeigt. Im Mittelpunkt steht die Erinnerung an die leibhaftige Hingabe Christi und an das ungeteilte Gewand unter dem Kreuz.

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Eucharistische Wunder

Alatri: die fleischgewordene Hostie und der Brief Gregors IX.

Alatri, Konkathedrale San Paolo · 1227/1228; Papstbrief vom 13. März 1228

Eine junge Frau behielt in Alatri eine konsekrierte Hostie zurück, um mit einem Liebeszauber einen Menschen zurückzugewinnen. Nach drei Tagen fand sie im verborgenen Tuch Fleisch. Erschrocken bekannte sie dem Bischof, was geschehen war; auch die Anstifterin stellte sich. Der zeitnahe Brief Gregors IX. vom 13. März 1228 nimmt den Vorgang auf, würdigt ihn als göttliches Wunder und regelt die Busse. Mit dieser päpstlichen Antwort besitzt Alatri ein besonders gewichtiges frühes schriftliches Zeugnis.

Zeitnahe positive päpstliche Beurteilung von 1228Lesen →
Eucharistische Wunder

Amsterdam: die unversehrte Hostie im Feuer

Amsterdam, Kalverstraat und Begijnhof · März 1345

Im März 1345 empfing ein schwerkranker Mann in einem Haus an der Kalverstraat die heilige Kommunion. Als er sich danach erbrach, wurde der Inhalt in das Feuer gegeben. Eine Frau fand die Hostie darin unversehrt. Aus diesem kirchlich bewahrten Zeugnis erwuchs eine bedeutende Wallfahrt. Das Gedächtnis überdauerte Reformation und Verbote und wird bis heute im Stillen Umgang fortgeführt: Gläubige ziehen betend durch die nächtliche Stadt und verehren Christus in der Eucharistie.

Historische Wallfahrt mit fortdauernder kirchlicher PflegeLesen →
Eucharistische Wunder

Blanot: die Hostienpartikel und das blutbefleckte Tuch

Blanot, Côte-d’Or · 31. März 1331

Am 31. März 1331 bemerkte der Helfer Thomas Caillot bei der Osterkommunion in Blanot eine herabgefallene Hostienpartikel. Er rief den Priester Hugues de la Baume zurück. An der Stelle auf dem Kommuniontuch sah dieser Blut. Die Überlieferung nennt auch die Kommunikantin Jacquette und verbindet den Vorgang mit einer Untersuchung unter Bischof Pierre Bertrand und seinem Offizial Jean Jarossier. Das verehrte Tuch bewahrt das Gedächtnis eines Wunders, das die ganze Gegenwart Christi auch in der kleinsten eucharistischen Gestalt vor Augen stellt.

Historisches eucharistisches Wunder mit kirchlichem UntersuchungsbezugLesen →
Eucharistische Wunder

Bolsena und Orvieto: das blutbefleckte Korporale

Bolsena, Santa Cristina; Orvieto, Dom · 1263; örtliche Quellen nennen auch 1264

In Santa Cristina zu Bolsena ereignete sich das eucharistische Wunder, dessen Korporale bis heute in Orvieto verehrt wird: Während der Messe traten Blutstropfen aus der Hostie und befleckten das Leinentuch. Der Weg des Priesters zu Urban IV., die feierliche Übertragung und die erhaltenen Reliquien verbinden beide Städte. Zum geschichtlichen Bild gehören die mittelalterlichen Zeugnisse, die Einführung des Fronleichnamsfestes und die dokumentierte Untersuchung des Tuches von 2015.

Eucharistisches Heiligtum mit jahrhundertelanger kirchlicher VerehrungLesen →
Eucharistische Wunder

Buenos Aires: die eucharistischen Wunder von Santa María

Buenos Aires, Pfarrei Santa María, Avenida La Plata · 1992, 1994 und 1996

In der Pfarrei Santa María wurden an konsekrierten Hostien und Hostienfragmenten Veränderungen beobachtet, die als Fleisch und Blut beschrieben wurden. Der beteiligte Priester Eduardo Pérez Dal Lago bezeugt den Beginn im Mai 1992 und nennt die weiteren Priester sowie die hinzugezogene Ärztin. Die Ereignisse von 1992, 1994 und 1996 führten zu Untersuchungen und zu einer bis heute gepflegten eucharistischen Verehrung. Erzbischof Jorge García Cuerva ordnete 2024 ihre gemeinsame Verwahrung und Vermittlung in Santa María.

Kirchlich geregelte Verehrung in Santa MaríaLesen →
Eucharistische Wunder

Cascia: die blutbefleckten Brevierseiten

Siena; heute Cascia, Unterkirche der Rita-Basilika · 1330

1330 brachte ein Priester bei Siena eine konsekrierte Hostie zu einem Kranken. Er hatte sie zwischen die Seiten seines Breviers gelegt. Beim Öffnen des Buches fand er Blut und die anhaftende Hostie. Der erschrockene Priester suchte den Augustiner Simon Fidati auf, der die Blätter übernahm. Die Ordensüberlieferung und die historische Biografie Simons verfolgen ihren Weg nach Perugia und Cascia. Im Heiligtum der heiligen Rita wird die Reliquie bis heute bewahrt und verehrt.

Verehrung im Heiligtum von CasciaLesen →
Eucharistische Wunder

Douai: Christus erscheint in der heiligen Hostie

Douai, ehemals Saint-Amé; heute Verehrung in Saint-Pierre · Ostern 1254

An Ostern 1254 erlebten Priester und Kanoniker in Saint-Amé zu Douai eine Erscheinung Christi in der Hostie. Die Nachricht führte den Dominikaner Thomas von Cantimpré an den Ort. Er bezeugt, dass er zunächst nur die weisse Hostie sah, dann das dornengekrönte Antlitz des leidenden Herrn und schliesslich ein strahlendes Gesicht. Seine eigene Schilderung gibt Douai einen besonderen historischen Rang: Ein benannter Autor beschreibt seinen Besuch, sein Gespräch mit dem Dekan und seine Wahrnehmung.

Kirchlich gepflegte Verehrung mit mittelalterlichem ZeugenberichtLesen →
Eucharistische Wunder

Faverney: die Monstranz über dem verbrannten Altar

Faverney, ehemalige Abteikirche · Pfingsten 1608

An Pfingsten 1608 zerstörte ein Brand den hölzernen Aufbau für die eucharistische Aussetzung in Faverney. Die Monstranz mit zwei konsekrierten Hostien blieb nach den bewahrten Zeugnissen ungefähr 33 Stunden ohne sichtbare Stütze über den verkohlten Resten. Mönche, Geistliche und Laien beobachteten den Vorgang. Die Untersuchung begann noch im Mai und führte am 9. Juni 1608 zur kirchlichen Anerkennung. Ihre Aktenüberlieferung ist im öffentlichen Archiv nachweisbar.

Zeitnahe kirchliche Anerkennung von 1608 dokumentiertLesen →
Eucharistische Wunder

Ferrara: das Blutwunder in Santa Maria in Vado

Ferrara, Santa Maria in Vado · 28. März 1171

Am Ostersonntag, dem 28. März 1171, feierte Prior Pietro da Verona in Santa Maria in Vado die heilige Messe. Beim Brechen der konsekrierten Hostie trat nach dem von der Erzdiözese bewahrten Zeugnis Blut hervor und traf das Gewölbe. Priester und Gläubige sahen das Geschehen. Der betroffene Kirchenbereich wurde auch beim späteren Neubau bewahrt und besonders eingefasst. Bis heute verehrt die Erzdiözese dort das Kostbare Blut und begeht das Gedächtnis des eucharistischen Wunders.

Fortdauernde diözesane Verehrung des Prodigioso SangueLesen →
Eucharistische Wunder

Lanciano: Fleisch und Blut im eucharistischen Wunder

Lanciano, Heiligtum in San Francesco · Überlieferung: 8. Jahrhundert; Untersuchung: 1970–1971

Ein Mönch in Lanciano zweifelte während der heiligen Messe an Christi wirklicher Gegenwart. Nach dem am Heiligtum bewahrten Zeugnis erschienen bei der Konsekration Fleisch und Blut anstelle der bisherigen sichtbaren Gestalten. Das Fleisch und fünf Blutkoagel werden bis heute verehrt. Die medizinische Untersuchung Odoardo Linolis brachte einen gewichtigen positiven Befund: Er bestimmte menschliches Herzmuskelgewebe und menschliches Blut der Gruppe AB. Seine 1971 veröffentlichte Arbeit enthält Methoden und Abbildungen; der Anatom Ruggero Bertelli bestätigte die histologische Beurteilung.

Kirchliche Verehrung und veröffentlichter medizinischer BefundLesen →
Eucharistische Wunder

Legnica: die Hostie von Weihnachten 2013

Legnica, St. Hyazinth (św. Jacek) · 25. Dezember 2013; Kommuniqué 2016

Am Weihnachtstag 2013 fiel in St. Hyazinth in Legnica eine konsekrierte Hostie zu Boden. Sie wurde in Wasser gelegt; später erschienen rötliche Stellen. Eine bischöfliche Kommission veranlasste Materialuntersuchungen. Das veröffentlichte Ergebnis nennt quergestreifte Muskelfragmente, deren Gesamtstruktur am ehesten Herzmuskel entsprach, sowie genetische Hinweise auf menschliche Herkunft. 2016 ordnete Bischof Zbigniew Kiernikowski nach Befassung der Glaubenskongregation einen würdigen Ort der öffentlichen Verehrung an.

Öffentliche Verehrung bischöflich angeordnetLesen →
Eucharistische Wunder

Ludbreg: das Heilige Blut und der Zweifel des Priesters

Ludbreg, Heiligtum des Kostbaren Blutes Christi · Überlieferung: frühes 15. Jahrhundert; Bulle 1513

Ein Priester in Ludbreg zweifelte bei der heiligen Messe. Nach dem Zeugnis der Heiligtumstradition nahm der konsekrierte Wein im Kelch sichtbar Blutgestalt an. Er verbarg zunächst den aussergewöhnlichen Kelchinhalt und offenbarte das Geschehen erst vor seinem Tod. Die Ampulle mit dem Heiligen Blut wurde zum Mittelpunkt einer weitreichenden Verehrung. Papst Julius II. veranlasste eine Untersuchung; Leo X. förderte die Wallfahrt mit seiner Bulle von 1513. Ludbreg ist bis heute ein bedeutendes Heiligtum des Kostbaren Blutes Christi.

Päpstlich geförderte Wallfahrt zum Kostbaren BlutLesen →
Eucharistische Wunder

Offida: die blutende Hostie und das Bekenntnis Ricciarellas

Lanciano; heute Offida, Sant’Agostino · 1273–1280

1273 nahm Ricciarella in Lanciano eine konsekrierte Hostie mit nach Hause, um mit ihrer Hilfe den ehelichen Frieden wiederzugewinnen. Als sie die Hostie auf einem Ziegel erhitzte, trat Blut hervor. Sie verbarg die Gegenstände, bis sie sieben Jahre später dem Augustiner Giacomo Diotallevi ihre Tat bekannte. Er barg die Reliquien und brachte sie 1280 nach Offida. Dieser von der örtlichen Überlieferung bewahrte Vorgang begründete die dortige Verehrung des Heiligen Kreuzes und des eucharistischen Wunders.

Historisches eucharistisches Wunder im diözesanen HeiligtumLesen →
Eucharistische Wunder

Santarém: das Santíssimo Milagre

Santarém, Igreja de Santo Estêvão · 13. Jahrhundert; häufig 1247 genannt

Eine Frau in Santarém nahm wegen ihrer ehelichen Not eine konsekrierte Hostie für einen magischen Zweck mit nach Hause. Nach dem örtlich bewahrten Bericht zeigte sich Blut an der Umhüllung; nachts leuchtete es aus dem Versteck. Die Frau bekannte ihrem Mann und dem Pfarrer, was geschehen war. Die Hostie wurde in die Kirche zurückgebracht und fortan verehrt. Das Heiligtum in Santo Estêvão bewahrt dieses Gedächtnis seit dem Mittelalter; sein bischöfliches Statut von 2024 stellt Gebet, Sakramente und die sorgsame Verwahrung in den Mittelpunkt.

Diözesanes Heiligtum mit bischöflichem StatutLesen →
Eucharistische Wunder

Seefeld: das Hostienwunder und die Umkehr Oswald Milsers

Seefeld in Tirol, St. Oswald · Überlieferung: 1384

1384 verlangte Oswald Milser in Seefeld eine grössere Hostie als die anderen Gläubigen. Nach dem von der Pfarrei bewahrten Bericht gab beim Empfang der Boden unter ihm nach. Auch der Altarstein, an dem er Halt suchte, wich. Erst als der Priester die Hostie zurücknahm, endete der Vorgang; an ihr zeigten sich Blutspuren. Milser kehrte um. Das Wunder begründete eine bedeutende Tiroler Wallfahrt und wurde in Bildern, Baukunst und Schrift weitergegeben.

Historische Wallfahrt mit kirchlicher, bildlicher und schriftlicher ÜberlieferungLesen →
Eucharistische Wunder

Siena: die seit 1730 bewahrten heiligen Hostien

Siena, Basilika San Francesco · Seit August 1730

Im August 1730 wurden aus San Francesco in Siena etwa 350 konsekrierte Hostien mit ihrem Ziborium gestohlen. Drei Tage später fand man die Hostien in einer Opferkasse von Santa Maria in Provenzano und brachte sie feierlich zurück. Seitdem wird ihre aussergewöhnliche Erhaltung als eucharistisches Wunder verehrt. Wiederholte Nachschauen haben den Bestand beschrieben. Auch die Untersuchung von 2014 bestätigte den guten Erhaltungszustand; in den angesetzten mikrobiologischen Kulturen zeigte sich nach sieben und vierzehn Tagen kein Wachstum.

Eucharistisches Wunder in der Verehrung der ErzdiözeseLesen →
Eucharistische Wunder

Sokółka: die Hostie und der Befund von Herzmuskelgewebe

Sokółka, St. Antonius von Padua · 12. Oktober 2008; kirchliche Mitteilung 2009

Am 12. Oktober 2008 fiel in Sokółka eine konsekrierte Hostie zu Boden. Sie wurde ehrfürchtig in Wasser gelegt. Eine Woche später entdeckte Schwester Julia Dubowska eine intensive rote Stelle. Die folgende Untersuchung ergab einen bemerkenswerten Befund: Zwei Pathologen beurteilten das Material unabhängig voneinander als Herzmuskel beziehungsweise als diesem Gewebe am stärksten entsprechend. Die kirchliche Kommission bestätigte die Herkunft der Probe von der aufbewahrten Hostie und fand keine Hinweise auf fremde Eingriffe. Seit 2011 wird sie öffentlich verehrt.

Kirchlich bejahte Verehrung am HeiligtumLesen →
Eucharistische Wunder

Tixtla: das Blut an der konsekrierten Hostie

Tixtla, Pfarrei San Martín de Tours · 21. Oktober 2006

Am 21. Oktober 2006 bemerkte eine Ordensschwester während der Kommunionausteilung in Tixtla eine rötliche Substanz an einer Hostie. Der Bericht nennt die beteiligten Priester Leopoldo Roque und Raymundo Reyna Esteban. Die anschliessenden Untersuchungen wurden mit dem Nachweis menschlichen Blutes und der Blutgruppe AB zusammengefasst. Bischof Alejo Zavala Castro beurteilte das Geschehen 2013 als göttliches Wunder. Die Beobachtung, die veröffentlichten Untersuchungsangaben und die späteren kirchlichen Verfahrensschritte werden im Folgenden der Reihe nach dargestellt.

Positive Beurteilung 2013; erneute Prüfung 2022 bestätigtLesen →
Eucharistische Wunder

Trani: die blutende Hostie im heissen Öl

Trani, Sant’Andrea und Kapelle des Wunders · Traditionell um 1000; frühe Überlieferung genauer zu prüfen

In Trani wird eine Hostie verehrt, die nach dem kirchlich bewahrten Bericht beim Erhitzen in Öl Fleisch- und Blutgestalt annahm. Die beteiligte Frau erschrak; kirchliche Verantwortliche wurden hinzugezogen. Reliquie, Kapelle und örtliche Verehrung halten das Gedächtnis dieses Geschehens wach. Schriftliche Fassungen führen über den Reisebericht der Adorno von 1470 bis zur ausführlichen Darstellung Bartolomeo Campis von 1625. Sie erschliessen den gemeinsamen Vorgang und die Einzelheiten seiner Überlieferung.

Kirchliche Verehrung mit historischer TextüberlieferungLesen →
Eucharistische Wunder

Walldürn: das Blutbild auf dem Korporale

Walldürn, Wallfahrtsbasilika St. Georg · Überlieferung: um 1330; frühe Prüfung 1408

Um 1330 stiess der Priester Heinrich Otto während der Messe den Kelch um. Der konsekrierte Inhalt ergoss sich auf das Korporale. Nach dem von der Wallfahrt bewahrten Bericht erschienen auf dem Tuch der Gekreuzigte und weitere Christusbilder. Der Priester verbarg das Korporale zunächst und offenbarte das Geschehen erst vor seinem Tod. Aus seinem Bekenntnis erwuchs die Wallfahrt zum Heiligen Blut. Eine kirchliche Untersuchung von 1408 und das Ablassprivileg Eugens IV. von 1445 gehören zu ihren frühen dokumentierten Stationen.

Kirchliche Wallfahrt mit frühen Verfahrens- und PrivilegiennachweisenLesen →
Heilungen

Anna Santaniello

Salerno / Lourdes · 19. August 1952 · anerkannt 21. September 2005

Die 41-jährige Anna Santaniello kam 1952 wegen einer schweren rheumatischen Herzerkrankung auf einer Trage nach Lourdes. Nach dem Bad am 19. August konnte sie wieder selbständig gehen und gewann ihre Belastbarkeit zurück. Ärzte untersuchten die Veränderung. Die kirchliche Anerkennung erfolgte am 21. September 2005 durch Erzbischof Gerardo Pierro von Salerno.

67. anerkannte Heilung von LourdesLesen →
Heilungen

Antonia Raco

Lourdes; Diözese Tursi-Lagonegro · 2009 · anerkannt am 16. April 2025

Antonia Raco kam 2009 mit schweren neurologischen Einschränkungen nach Lourdes. Beim Besuch der Bäder kehrte ihre Beweglichkeit zurück; die anschliessenden Kontrollen bestätigten das Verschwinden der Beschwerden. Ihre frühere Diagnose einer primären Lateralsklerose wurde wiederholt überprüft. Nach langjähriger Beobachtung und einem positiven medizinischen Votum erkannte Bischof Vincenzo Carmine Orofino die Heilung am 16. April 2025 als 72. Wunder von Lourdes an.

72. anerkannte Heilung von LourdesLesen →
Heilungen

Catherine Latapie

Loubajac / Lourdes · 1. März 1858 · anerkannt 18. Januar 1862

Catherine Latapie konnte nach einem Sturz ihre rechte Hand nur noch eingeschränkt gebrauchen. Am frühen Morgen des 1. März 1858 ging die schwangere Mutter aus Loubajac zur Grotte von Lourdes. Als sie die Hand in das Quellwasser tauchte, kehrte die Beweglichkeit zurück. Noch am selben Tag brachte sie zu Hause ein Kind zur Welt. Ihre Heilung gehörte zu den ersten sieben Fällen, die Bischof Laurence 1862 anerkannte.

Erste anerkannte Heilung von LourdesLesen →
Heilungen

Danila Castelli

Lourdes / Bereguardo · 4. Mai 1989 · anerkannt 20. Juni 2013

Danila Castelli litt jahrelang an schweren, wiederkehrenden Blutdruckkrisen. Mehrere Operationen beendeten ihre Beschwerden nicht. Nach dem Bad in Lourdes am 4. Mai 1989 trat eine dauerhafte Genesung ein. Über mehr als zwei Jahrzehnte wurde der Verlauf untersucht; der CMIL beurteilte ihn 2011 als medizinisch unerklärt. Bischof Giovanni Giudici von Pavia erkannte die Heilung 2013 als Wunder an.

69. anerkannte Heilung von LourdesLesen →
Heilungen

Jack Sullivan und die Fürsprache Newmans

Boston / Marshfield, Massachusetts · 15. August 2001 · anerkannt 2009

Jack Sullivans schwere Wirbelsäulenerkrankung bedrohte seine Ausbildung zum Diakon. Nach einer vorübergehenden Besserung im Jahr 2000 kehrten die Beschwerden zurück; im August 2001 wurde er operiert. Am 15. August betete er im Krankenhaus erneut um John Henry Newmans Fürsprache, wurde schmerzfrei und ging über den Flur. Er konnte seine Ausbildung fortsetzen. Die Kirche erkannte den besonderen Genesungsverlauf 2009 für Newmans Seligsprechung an.

Für die Seligsprechung Newmans anerkanntLesen →
Heilungen

Jean-Pierre Bély

Lourdes / La Couronne · 9. Oktober 1987 · Anerkennung 1999

Jean-Pierre Bély war 51 Jahre alt und durch eine fortgeschrittene Multiple Sklerose schwer behindert, als er 1987 zur Rosenkranzwallfahrt nach Lourdes kam. Dort empfing er die Sakramente und gewann seine Beweglichkeit zurück. Die Genesung blieb vollständig und dauerhaft. Nach langjährigen medizinischen Untersuchungen bestätigte Bischof Claude Dagens 1999 den authentischen Charakter der Heilung und würdigte sie als Gabe Gottes und Zeichen Christi.

66. Heilung in der offiziellen Lourdes-ReiheLesen →
Heilungen

Jeanne Frétel

Rennes / Lourdes · 8. Oktober 1948 · anerkannt 20. November 1950

Jeanne Frétel kam im Oktober 1948 schwerkrank nach Lourdes. Sie konnte kaum Nahrung behalten und nicht mehr gehen. Nach dem Kommunionempfang am 8. Oktober vertrug sie Milch, später ganze Mahlzeiten; der stark geschwollene Bauch normalisierte sich, und sie ging wieder selbständig. Kardinal Clément Roques von Rennes erkannte die Heilung am 20. November 1950 als Wunder an. Später half Frétel selbst kranken Pilgern.

52. anerkannte Heilung von LourdesLesen →
Heilungen

John „Jack“ Traynor

Lourdes / Liverpool · 25. Juli 1923 · anerkannt 8. Dezember 2024

John „Jack“ Traynor hatte nach schweren Verwundungen im Ersten Weltkrieg den Gebrauch seines rechten Arms verloren und litt an epileptischen Anfällen sowie eingeschränkter Beweglichkeit der Beine. Am 25. Juli 1923 wurde er während der ersten Liverpooler Lourdeswallfahrt geheilt. Später trug er selbst kranke Pilger. Die kirchliche Anerkennung folgte 2024, nachdem historische ärztliche Unterlagen wieder zusammengeführt und geprüft worden waren.

71. anerkannte Heilung von LourdesLesen →
Heilungen

Matheus Vianna

Campo Grande, Mato Grosso do Sul · 12. Oktober 2013 · anerkannt 2020

Matheus Vianna litt seit früher Kindheit an Erbrechen und Mangelernährung. Untersuchungen hatten eine Verengung des Zwölffingerdarms bei ringförmig angelegtem Pankreasgewebe ergeben. Am 12. Oktober 2013 bat er bei einer Feier mit einer Reliquie Carlo Acutis’ darum, nicht mehr erbrechen zu müssen. Danach konnte er Nahrung behalten und sich normal entwickeln. Spätere Untersuchungen zeigten die zuvor diagnostizierte Fehlbildung nicht mehr. Der Fall wurde 2020 für Acutis’ Seligsprechung anerkannt.

Wunder für die Seligsprechung Carlo Acutis’Lesen →
Heilungen

Melissa Villalobos und ihr Kind Gemma

Grossraum Chicago, Illinois · 15. Mai 2013 · anerkannt 2019

Melissa Villalobos erlitt im Mai 2013 schwere Blutungen während der Schwangerschaft mit ihrem fünften Kind. Als sie am 15. Mai zu Hause um Newmans Fürsprache bat, hörte die Blutung auf. Eine Kontrolle noch am selben Tag bestätigte die Genesung. Sie konnte die Schwangerschaft fortsetzen und brachte am 27. Dezember ihre Tochter Gemma gesund zur Welt. Das Ereignis wurde 2019 für die Heiligsprechung John Henry Newmans anerkannt.

Wunder für die Heiligsprechung NewmansLesen →
Heilungen

Miguel Juan Pellicer von Calanda

Calanda / Zaragoza · 29. März 1640 · kirchliches Urteil 27. April 1641

Nach der historischen Prozessüberlieferung erhielt Miguel Juan Pellicer am 29. März 1640 in Calanda sein zuvor amputiertes rechtes Bein zurück. Er hatte es 1637 nach einem Wagenunfall verloren und war mit Holzbein und Krücke unterwegs gewesen. Das Ereignis wurde wenige Tage später notariell festgehalten und anschliessend kirchlich untersucht. Unter den Zeugen waren die an der Amputation beteiligten Chirurgen. Erzbischof Pedro Apaolaza erkannte das Wunder am 27. April 1641 an.

Historischer, kirchlich anerkannter HeilungsberichtLesen →
Heilungen

Schwester Bernadette Moriau

Bresles; Wallfahrt nach Lourdes · 11. Juli 2008 · anerkannt 2018

Am 11. Juli 2008 legte Schwester Bernadette Moriau nach einer Lourdeswallfahrt Korsett und Beinschiene ab und konnte wieder frei gehen. Hinter ihr lagen jahrzehntelange Rücken- und Nervenschmerzen, vier Operationen und zunehmend schwere Einschränkungen. Die wiedergewonnene Beweglichkeit blieb bestehen. Nach medizinischen Untersuchungen und dem Urteil des internationalen Ärztekomitees erkannte Bischof Jacques Benoit-Gonnin die Heilung am 11. Februar 2018 als Wunder an.

70. anerkannte Heilung von LourdesLesen →
Heilungen

Wie eine Heilung geprüft wird

Lourdes · medizinische und kirchliche Prüfung · Verfahren und Beweiswürdigung

Die Prüfung einer Heilung beginnt mit der konkreten Krankheitsgeschichte: Was war diagnostiziert, welche Behandlung fand statt, und was änderte sich dauerhaft? In Lourdes untersuchen das medizinische Büro und der internationale Ärzteausschuss diese Fragen; der zuständige Bischof entscheidet über die kirchliche Anerkennung. Auch nichtgläubige Ärzte arbeiten an der medizinischen Prüfung mit. Für Selig- und Heiligsprechungen gelten eigene römische Verfahrensregeln.

Verfahren und BeweiswürdigungLesen →
Unverwestheit

Bernadette Soubirous: der Leib im Schrein von Nevers

Nevers, ehemaliges Kloster Saint-Gildard · 1879–1925; Schrein seit 1925

Am 22. September 1909 öffneten die Ärzte Charles David und Antoine Jourdan Bernadettes Sarg in Nevers. Nach rund dreissig Jahren fanden sie den Leib mit erhaltenen Körperteilen vor. Weitere Rekognitionen von 1919 und 1925 dokumentierten auch innere Gewebe. Die späteren Wachsauflagen an Gesicht und Händen gehören zur Geschichte der öffentlichen Aufbahrung; der erste ärztliche Befund entstand lange zuvor.

Ärztlich dokumentierte KörpererhaltungLesen →
Unverwestheit

Catherine Labouré: die Schwester hinter der Wundertätigen Medaille

Paris, Kapelle der Rue du Bac · 1933: Öffnung des Grabes

Bei der Graböffnung am 21. März 1933 fanden Ärzte, Geistliche und Schwestern Catherine Labourés Leib nach rund 56 Jahren erhalten vor. P. Baetemans Bericht nennt die sehr feuchte Gruft in Reuilly und beschreibt auch die erhaltenen Augen und Gewänder. Kardinal Jean Verdier begleitete die kirchliche Identifizierung. Anschliessend wurde der Leib in die Kapelle der Rue du Bac übertragen.

Kirchlich überlieferter Erhaltungsbefund von 1933Lesen →
Unverwestheit

Charbel Makhlouf: die Berichte vom Grab in Annaya

Annaya, Kloster Saint Maron · Erste Exhumierung 15. April 1899; spätere Untersuchungen und Umbettungen

Am 15. April 1899 fanden die Mönche und Zeugen bei der ersten Öffnung von Charbels Grab einen erhaltenen, weichen und beweglichen Leib vor. Wasser und Schlamm waren in die Gruft eingedrungen. Die später für das kirchliche Verfahren aufgenommenen Aussagen beschreiben diesen Erstfund und einen Flüssigkeitsaustritt. Behandlungen, weitere Untersuchungen und Veränderungen folgten in den nächsten Jahrzehnten.

Erster Erhaltungsbefund in der KlosterüberlieferungLesen →
Unverwestheit

Cuthbert von Lindisfarne: Bedas Bericht und das Grab in Durham

Lindisfarne und Durham · Erste Erhebung 20. März 698; spätere Untersuchungen 1827 und 1899

Am 20. März 698 öffneten die Mönche von Lindisfarne Cuthberts Grab, um seine Gebeine umzubetten. Bedas Bericht beschreibt ihren überraschenden Fund nach elf Jahren: einen erhaltenen Leib mit beweglichen Gelenken und erhaltenen Gewändern. Die Brüder benachrichtigten Bischof Eadbert und bekleideten den Leib auf seine Anweisung neu. Die wesentlich späteren Untersuchungen in Durham bilden weitere Stationen seiner Geschichte.

Früher Exhumierungsbericht bei BedaLesen →
Unverwestheit

Katharina von Bologna: die sitzende Heilige

Bologna, Santuario Corpus Domini · 1463 und die folgende Verehrung

Die Klarissen fanden Katharinas Leib achtzehn Tage nach ihrer Beisetzung im März 1463 erhalten und wohlriechend vor. Sie war ohne Sarg in der Erde bestattet worden. Ihre Mitschwester Illuminata Bembo bewahrte die Erinnerung an die Erhebung und die folgenden aussergewöhnlichen Ereignisse. Der heute sitzend verehrte Leib und die späteren Beschreibungen seiner Veränderungen gehören zur weiteren Geschichte des Heiligtums Corpus Domini.

Erhaltung bei erster Erhebung klösterlich bezeugtLesen →
Unverwestheit

Schwester Wilhelmina Lancaster: der Erhaltungsbefund von Gower

Gower, Missouri; Abbey of Our Lady of Ephesus · 2019–2024

Am 28. April 2023 fanden die Benediktinerinnen von Gower den Leib ihrer Gründerin nach knapp vier Jahren unerwartet erhalten. Sie war ohne Einbalsamierung in einem einfachen unversiegelten Holzsarg bestattet worden. Während das Sargfutter zerfallen war, blieben Leib und Ordensgewand erhalten. Äbtissin Cecilia Snell und Priorin Scholastica Radel schilderten die Bergung; das vom Bischof beauftragte medizinische Team untersuchte den Fund.

Erhaltung bei erster Exhumierung medizinisch untersuchtLesen →
Marienerscheinungen

Banneux: Die Jungfrau der Armen

Banneux, Provinz Lüttich · 15. Januar bis 2. März 1933

Am 15. Januar 1933 erschien die Gottesmutter der elfjährigen Mariette Beco vor dem Elternhaus in Banneux. In insgesamt acht Begegnungen führte sie das Mädchen zu einer Quelle, bezeichnete sich als Jungfrau der Armen und bat um Gebet und eine kleine Kapelle. Die Quelle widmete sie allen Völkern und der Linderung des Leidens. Bischof Louis-Joseph Kerkhofs liess das Geschehen über Jahre untersuchen und erkannte 1949 die Wirklichkeit der acht Erscheinungen ohne Vorbehalt an. Banneux wurde so zu einem besonders den Armen und Kranken zugewandten Wallfahrtsort.

Acht Erscheinungen 1949 anerkanntLesen →
Marienerscheinungen

Beauraing: Die Mutter mit dem goldenen Herzen

Beauraing · 29. November 1932 bis 3. Januar 1933

Zwischen dem 29. November 1932 und dem 3. Januar 1933 erschien die Gottesmutter fünf Kindern aus Beauraing insgesamt 33-mal. Albert, Fernande und Gilberte Voisin sowie Andrée und Gilberte Degeimbre sahen sie zunächst bei der Schule und später beim Weissdorn im Garten. Maria zeigte ihr goldenes Herz und rief zu Gebet, Wallfahrt und Umkehr auf. Nach Jahren der Untersuchung erlaubte die Kirche zunächst die Verehrung. 1949 erkannte Bischof André-Marie Charue den übernatürlichen Charakter der Erscheinungen ausdrücklich an; in sein Urteil gingen auch zwei geprüfte Heilungen ein.

Verehrung 1943 erlaubt; 1949 anerkanntLesen →
Marienerscheinungen

Champion: Maria und die Kinder des neuen Landes

Champion, Wisconsin · Oktober 1859; Anerkennung 8. Dezember 2010

1859 begegnete die belgische Einwanderin Adele Brise in Wisconsin dreimal der Gottesmutter. Maria gab ihr einen konkreten Auftrag: die Kinder der Siedlerfamilien im Glauben unterweisen und für die Umkehr der Sünder beten. Adele nahm die Aufgabe an. Aus ihrem Dienst erwuchsen Unterricht, eine Kapelle und eine bleibende Wallfahrt. Das Heiligtum überstand 1871 das grosse Peshtigo-Feuer und wurde für die Menschen ein Ort besonderer Dankbarkeit. Bischof David Ricken erkannte 2010 nach fachlicher Prüfung den übernatürlichen Charakter des wesentlichen Erscheinungsgeschehens von 1859 an.

1859er Erscheinungsgeschehen 2010 anerkanntLesen →
Marienerscheinungen

Fátima: Die Kinder und das Sonnenzeichen

Cova da Iria bei Fátima · 13. Mai bis 13. Oktober 1917

Am 13. Mai 1917 erschien die Gottesmutter den Hirtenkindern Lúcia, Francisco und Jacinta bei Fátima. Sie rief zu Gebet und Umkehr auf. Für den Abschluss der Begegnungen kündigte sie ein öffentliches Wunder an. Am 13. Oktober versammelten sich zahlreiche Menschen in der Cova da Iria und erlebten das Sonnenwunder: die auffälligen Farben und Bewegungen der Sonne, die auch Zeugen ausserhalb des Kreises der Kinder beschrieben. Zeitnahe Befragungen, Presseberichte und der anschliessende kirchliche Prozess geben Fátima ein besonders reiches Quellenfundament. 1930 erklärte der zuständige Bischof die Visionen für glaubwürdig.

Visionen 1930 für glaubwürdig erklärtLesen →
Marienerscheinungen

Guadalupe: Juan Diego und das Bild auf der Tilma

Tepeyac, Mexiko-Stadt · 9.–12. Dezember 1531

Vom 9. bis 12. Dezember 1531 begegnet Maria Juan Diego am Tepeyac und beauftragt ihn, Bischof Juan de Zumárraga um ein Heiligtum zu bitten. Als der Bischof eine Bestätigung verlangt, bringt Juan Diego ihm Blumen; beim Öffnen seines Umhangs erscheint darauf das Bild Mariens. Sein Onkel Juan Bernardino erfährt zugleich Heilung. Juan Diegos Zeugnis, die erhaltene Tilma und die Geschichte ihrer Verehrung stehen im Mittelpunkt dieses Dossiers.

Kirchlich verehrtes MarienheiligtumLesen →
Marienerscheinungen

Knock: Das schweigende Zeichen des Lammes

Knock, County Mayo · 21. August 1879

Am regnerischen Abend des 21. August 1879 erschien an der Giebelwand der Pfarrkirche von Knock ein helles, schweigendes Bild: Maria, Josef und Johannes der Evangelist, daneben ein Altar mit dem Lamm, dem Kreuz und Engeln. Bewohner des Dorfes beobachteten das Geschehen etwa zwei Stunden lang. Schon wenige Wochen später wurden ihre Aussagen kirchlich aufgenommen und als glaubwürdig beurteilt. Eine weitere Untersuchung befragte die noch lebenden Zeugen. Aus diesem gemeinsamen Zeugnis erwuchs die Wallfahrt zu einem heute internationalen marianischen und eucharistischen Heiligtum.

Positive Zeugenprüfungen; internationales HeiligtumLesen →
Marienerscheinungen

La Salette: Die weinende Mutter und der Ruf zur Umkehr

La Salette-Fallavaux, Dauphiné · 19. September 1846

Am 19. September 1846 erschien die Gottesmutter den Hirtenkindern Mélanie Calvat und Maximin Giraud oberhalb von La Salette. Sie weinte, trug ein Kruzifix und rief zur Umkehr: Gottes Namen ehren, den Sonntag heiligen, beten und fasten. Die Kinder sollten ihre Botschaft dem Volk weitergeben. Nach fünf Jahren Untersuchung erkannte Bischof Philibert de Bruillard die Erscheinung 1851 an; sein Nachfolger bestätigte das Urteil 1855 nach weiterer Prüfung. Die Tränen Marias und das Kreuz auf ihrer Brust gehören zusammen: Der Ruf zur Bekehrung führt zum gekreuzigten Erlöser.

1851 anerkannt, 1855 bestätigtLesen →
Marienerscheinungen

Lourdes: Bernadette und die Unbefleckte Empfängnis

Massabielle, Lourdes · 11. Februar bis 16. Juli 1858

Am 11. Februar 1858 erschien die Gottesmutter der vierzehnjährigen Bernadette Soubirous in der Grotte von Massabielle. Achtzehn Begegnungen folgten bis zum 16. Juli. Maria rief zu Gebet und Busse auf, führte Bernadette zur Quelle und bat um eine Kapelle und Prozessionen. Am 25. März nannte sie ihren Namen: die Unbefleckte Empfängnis. Bernadette blieb ihrem Zeugnis unter Befragungen und Widerstand treu. Nach mehrjähriger Untersuchung erkannte Bischof Bertrand-Sévère Laurence die Erscheinungen 1862 an. Aus dem Ort der Begegnung wuchs ein Heiligtum des Gebetes, der Umkehr und der Hilfe für Kranke.

Achtzehn Erscheinungen 1862 anerkanntLesen →
Marienerscheinungen

Notre-Dame du Laus: Ein Heiligtum der Versöhnung

Saint-Étienne-le-Laus, Hautes-Alpes · Erscheinungsüberlieferung 1664–1718; Anerkennung 2008

Im Mai 1664 begegnete die junge Hirtin Benoîte Rencurel der Gottesmutter im Vallon des Fours. Maria führte sie zur Kapelle Bon Rencontre, die zum Mittelpunkt eines Heiligtums der Versöhnung wurde. Benoîte begleitete Pilger, ermutigte sie zur Umkehr und führte sie zum Sakrament der Beichte. Zeitgenössische Geistliche und weitere Begleiter hielten ihr Leben und ihre Aussagen in einer umfangreichen schriftlichen Überlieferung fest. Die Kirche erlaubte die Wallfahrt bereits 1665. Nach einer erneuten fachlichen Untersuchung erkannte Bischof Jean-Michel di Falco Léandri 2008 den übernatürlichen Charakter der Erscheinungen ausdrücklich an.

Erscheinungen 2008 ausdrücklich anerkanntLesen →
Marienerscheinungen

Pontmain: Hoffnung in einer Kriegsnacht

Pontmain, Mayenne · 17. Januar 1871

Am Abend des 17. Januar 1871 erschien die Gottesmutter vier Kindern über dem Dorf Pontmain. Frankreich stand im Krieg; die Familien bangten um ihre Angehörigen. Während Pfarrer Michel Guérin mit den Dorfbewohnern betete, lasen die Kinder die Botschaft auf einem Schriftband: beharrlich beten und auf Gottes Erhörung vertrauen. Eugène und Joseph Barbedette, Françoise Richer und Jeanne-Marie Lebossé bezeugen das Geschehen. Nach der Untersuchung erkannte Bischof Casimir Wicart die Erscheinung am 2. Februar 1872 ausdrücklich an. Pontmain wurde zu einem Ort der Hoffnung und der Fürbitte.

Bischöflich anerkannt am 2. Februar 1872Lesen →
Marienerscheinungen

Rue du Bac: Die Erscheinungen und die Wunderbare Medaille

Rue du Bac, Paris · Juli bis Dezember 1830

In der Pariser Rue du Bac begegnete die Gottesmutter 1830 der jungen Ordensschwester Catherine Labouré. In der Nacht vom 18. auf den 19. Juli sprach sie mit ihr in der Kapelle; am 27. November zeigte sie ihr das Bild für die spätere Wunderbare Medaille. Catherine vertraute die Begegnungen ihrem Beichtvater Jean-Marie Aladel an. Mit kirchlicher Erlaubnis wurden 1832 die ersten Medaillen geprägt. Sie verbreiteten sich rasch als Gebetszeichen des Vertrauens auf Gottes Gnade. Catherine selbst blieb im verborgenen Dienst an alten Menschen. Ihre Heiligsprechung und die liturgische Aufnahme der Medaillenverehrung verankerten diese Geschichte im Leben der Kirche.

Kirchlich getragene Verehrung und MedaillenfrömmigkeitLesen →
Marienerscheinungen

San Nicolás: Die Mutter des Rosenkranzes am Paraná

San Nicolás de los Arroyos · Seit 25. September 1983; Urteil vom 22. Mai 2016

Am 25. September 1983 begegnete die Gottesmutter Gladys Quiroga de Motta in San Nicolás. Die Mutter zweier Töchter vertraute sich einem Priester an und gab die empfangenen Botschaften weiter: Rosenkranzgebet, Umkehr und Treue zu Christus. In einer älteren Statue der Rosenkranzmadonna erkannte sie die Gestalt ihrer Begegnungen wieder. Aus dem Geschehen erwuchs eine grosse Wallfahrt mit einem eigenen Heiligtum. Nach langjähriger kirchlicher Begleitung und der Beratung durch Fachleute und Zeugen erkannte Bischof Héctor Cardelli 2016 den übernatürlichen Charakter des marianischen Geschehens in seiner Diözese an.

Diözesane Anerkennung vom 22. Mai 2016Lesen →
Zeichen im Leben der Heiligen

Alfons von Liguori am Sterbebett des Papstes

Arienzo; berichtete Gegenwart in Rom · 21.–22. September 1774

Am 21. September 1774 sass Bischof Alfons von Liguori nach der Messe schweigend und regungslos in seinem Sessel in Arienzo. Der Zustand dauerte bis zum folgenden Tag. Dann rief er die Hausangehörigen und erklärte, dem nun verstorbenen Papst Clemens XIV. beigestanden zu haben. Erst die Nachricht aus Rom machte den Anwesenden die Tragweite seiner Worte deutlich. Antonio Maria Tannoia bewahrte den Bericht mit benannten Beteiligten; im späteren kirchlichen Verfahren wurde er ausdrücklich erörtert. Die Episode bezeugt einen besonderen geistlichen Beistand für den sterbenden Papst und die tiefe Verbundenheit des Heiligen mit der Kirche.

Im Heiligsprechungsverfahren erörterter BerichtLesen →
Zeichen im Leben der Heiligen

Antonius von Padua und die Fischpredigt

Rimini, Flussmündung am Meer · Zu Lebzeiten des Heiligen; schriftlich seit etwa 1300

Als die Menschen von Rimini Antonius’ Predigt zurückwiesen, wandte er sich am Ufer an die Fische. Die Fioretti bewahren den Ablauf: Kleine und grosse Fische sammelten sich geordnet vor ihm, während er die Gaben ihres Schöpfers pries. Die Menschen kamen hinzu, erkannten ihre eigene Verschlossenheit und hörten nun auf seine Unterweisung. Erst nach seinem Segen schwammen die Fische fort. Die mittelalterliche Überlieferung zeigt Gottes Wirken durch einen ungewöhnlichen Ruf zur Umkehr. Das Antoniusheiligtum nimmt die Fischpredigt bis heute als Einladung auf, Christus aufmerksam zu hören.

Mittelalterliche hagiographische ÜberlieferungLesen →
Zeichen im Leben der Heiligen

Benedikt und der zerbrochene Giftbecher

Subiaco und Umgebung · Frühes 6. Jahrhundert; aufgeschrieben um 593/594

Als Mönche ihren Abt Benedikt vergiften wollten, zerbrach der Becher beim Kreuzzeichen. Gregor der Grosse überliefert den Vorfall in seiner frühen Lebensbeschreibung des Heiligen und nennt für seine Nachrichten vier Gewährsleute aus Benedikts klösterlichem Umfeld. Die Mönche hatten Benedikt selbst als Abt erbeten, widersetzten sich aber seiner geistlichen Ordnung. Beim Mahl reichten sie ihm vergifteten Wein. Benedikt segnete das Gefäss; es zerbrach, und der Anschlag wurde offenbar. Er antwortete mit Vergebung und kehrte in die Einsamkeit zurück. Gottes Bewahrung und die christliche Antwort auf den Hass bilden die Einheit dieses Wunders.

Frühe hagiographische ÜberlieferungLesen →
Zeichen im Leben der Heiligen

Die Manna des heiligen Nikolaus in Bari

Basilika San Nicola, Bari · Mittelalterliche Tradition; Untersuchungen 1925

Am Grab des heiligen Nikolaus in Bari sammelt sich bis heute eine geringe Menge Wasser, die als Manna oder Myron verehrt wird. Die Tradition reicht zu seiner Grabstätte in Myra zurück und wurde nach der Reliquienübertragung von 1087 in Bari weitergeführt. Jährlich am 9. Mai wird die Flüssigkeit entnommen. Untersuchungen der Universität Bari von 1925 ergaben nahezu reines Wasser und deutliche Unterschiede zu einer damaligen äusseren Vergleichsprobe. Die veröffentlichten Berichte bewahren die Messwerte. Die Manna verbindet das Gedächtnis des Heiligen mit dem Gebet um seine Fürsprache; die genaue physikalische Herkunft des Wassers bleibt Gegenstand eigener Fragen.

Verehrte Reliquienflüssigkeit; Ursprung diskutiertLesen →
Zeichen im Leben der Heiligen

Don Bosco: die Vermehrung der Hostien

Turin, Oratorium von Valdocco · Um 1848; Bestätigung überliefert für den 18. Oktober 1863

Bei einer Festmesse im Turiner Oratorium fehlten die vorbereiteten neuen Hostien: Giuseppe Buzzetti hatte vergessen, sie rechtzeitig auf den Altar zu stellen. Als Don Bosco den geringen Vorrat im Ziborium bemerkte, blickte er zum Himmel und setzte die Kommunionausteilung fort. Alle Jugendlichen erhielten eine ganze konsekrierte Hostie. Buzzetti bezeugte den Vorgang später wiederholt; Lemoyne überliefert zudem Don Boscos ausdrückliche Bestätigung von 1863. Die Hostienvermehrung führte den Heiligen selbst zum grösseren Geheimnis der Konsekration. Das Wunder diente den Jugendlichen, die er auf die heilige Kommunion vorbereitet hatte.

Salesianische ZeugnisüberlieferungLesen →
Zeichen im Leben der Heiligen

Franziskus auf La Verna: die Wundmale Christi

La Verna, Toskana · September 1224

Im September 1224 empfing Franziskus auf dem Berg La Verna die Wundmale Christi. Während einer Zeit des Gebetes und Fastens schaute er einen gekreuzigten Seraph. Danach trug er die Zeichen an Händen, Füssen und der rechten Seite. Die frühen franziskanischen Quellen nennen Beobachter der Wundmale zu seinen Lebzeiten und am Leichnam; Bruder Leos Notiz und Thomas von Celanos frühe Vita verankern das Ereignis bereits in der ersten Generation. Bonaventura sammelte weitere Aussagen noch lebender Gefährten. Die Kirche verehrt die Stigmata als sichtbaren Ausdruck der Gleichgestaltung des Heiligen mit dem gekreuzigten Christus.

Kirchlich und liturgisch rezipierte StigmatisationLesen →
Zeichen im Leben der Heiligen

Helena und die Auffindung des heiligen Kreuzes

Jerusalem, Golgotha und Grabeskirche · Konstantinische Zeit; Zeugnisse des 4. und 5. Jahrhunderts

Die heilige Helena liess in Jerusalem nach dem Kreuz Christi suchen. Der kirchliche Geschichtsschreiber Sokrates überliefert den Fund dreier Kreuze und die Heilung einer sterbenden Frau: Als sie das Kreuz des Herrn berührte, wurde sie sofort gesund. Bischof Makarios erkannte darin die Antwort auf die Frage, welches Kreuz Christus getragen hatte. Bereits im 4. Jahrhundert bezeugt Cyrill von Jerusalem die Verbreitung von Kreuzholz; die Pilgerin Egeria beschreibt seine öffentliche Verehrung. Diese frühen Zeugnisse verankern den Kreuzkult in der alten Kirche. Die Verehrung gilt dem Erlöser, der an diesem Holz für die Menschen starb.

Alte kirchliche ÜberlieferungLesen →
Zeichen im Leben der Heiligen

Josef von Copertino: Berichte vom Schweben

Copertino, Assisi und Osimo · 17. Jahrhundert, besonders nach 1628

Josef von Copertino wurde während des Gebetes wiederholt vom Boden erhoben. Menschen aus seinem Umfeld legten darüber in den kirchlichen Verfahren Zeugnis ab. Die Erhebungen standen im Zusammenhang mit tiefen ekstatischen Zuständen, die durch religiöse Worte, Musik oder die heilige Messe ausgelöst werden konnten. Der Franziskaner suchte die öffentliche Aufmerksamkeit nicht; die Vorgänge führten auch zu Untersuchungen, Ortswechseln und Einschränkungen. Seine Demut und sein Gehorsam prägten den Umgang damit. Der erhaltene Zeugnisbestand macht die Levitationen zu einem konkret untersuchbaren historischen Fall.

In frühen Verfahren bezeugte ausserordentliche PhänomeneLesen →
Zeichen im Leben der Heiligen

Katharina von Siena: verborgene Stigmata

Santa Cristina, Pisa · 1. April 1375

Am 1. April 1375 empfing Katharina von Siena nach der heiligen Kommunion in Santa Cristina zu Pisa die Wundmale Christi. Ihr Beichtvater Raimund von Capua war anwesend und hielt den Ablauf fest. Katharina sah den Gekreuzigten in grossem Licht; fünf Strahlen trafen Hände, Füsse und Herz. Auf ihre Bitte blieben die Wundmale verborgen. Sie trug ihre Schmerzen weiter, während ihr Leben dem Gebet, den Kranken und dem Dienst an der Kirche gehörte. Raimunds Bericht bewahrt sowohl seine Beobachtungen als auch das anschliessende Gespräch, in dem Katharina ihm die empfangene Gnade erläuterte.

Überlieferte mystische Gnade einer KirchenlehrerinLesen →
Zeichen im Leben der Heiligen

Padre Pio: die Wundmale und ihre Prüfung

San Giovanni Rotondo · 1918–1968; Heiligsprechung 2002

Am 20. September 1918 empfing Pater Pio nach der heiligen Messe die Wundmale an Händen, Füssen und Seite. Einen Monat später beschrieb er das Geschehen seinem Oberen Pater Benedetto: die Schau einer blutenden Gestalt, die Wunden am eigenen Leib und seinen Wunsch, die äusseren Zeichen zu verbergen. Mehrere Ärzte untersuchten die Verletzungen. Luigi Romanelli und Giorgio Festa kamen zu positiven Urteilen über ihren aussergewöhnlichen Charakter. Die erhaltenen Briefe und Gutachten geben dem Fall eine ungewöhnlich nahe Dokumentation. Pios Leben verband das Leiden mit Beichte, Gebet und tätiger Hilfe für Kranke.

Heiliger; Stigmata historisch untersuchtLesen →
Zeichen im Leben der Heiligen

Philipp Neri: ein Herz im Feuer der Liebe

Katakomben von San Sebastiano, Rom · Um Pfingsten 1544

Um Pfingsten 1544 betete Philipp Neri in den römischen Katakomben um die Gaben des Heiligen Geistes. Der frühe Biograph Pietro Giacomo Bacci überliefert, wie ein Feuerball in seine Brust einging und ihn mit brennender Gottesliebe erfüllte. Eine auffällige Schwellung und später starkes Herzklopfen begleiteten das Erlebnis. Nach seinem Tod beschrieben Ärzte Veränderungen an zwei Rippen und am Herzbereich. Die Gnade steht am Beginn seines langen Wirkens als Apostel Roms. Aus Gebet, Krankenbesuchen, geistlicher Begleitung und gemeinschaftlichem Leben erwuchs das Oratorium.

Traditionell verehrtes mystisches PfingsterlebnisLesen →
Zeichen im Leben der Heiligen

Rosalia und die Befreiung Palermos von der Pest

Palermo und Monte Pellegrino · 1624–1625

Als Palermo 1624 von der Pest heimgesucht wurde, wandten sich die Menschen an die heilige Rosalia. Die Überlieferung bewahrt die Erscheinung an Girolama La Gattuta, den Fund der Gebeine am Monte Pellegrino und den späteren Auftrag zur Prozession, den Vincenzo Bonello empfing. Kardinal Giannettino Doria liess die Reliquien prüfen; ihre Übergabe ist durch eine notarielle Urkunde von 1625 genau dokumentiert. Am 9. Juni zog die grosse Prozession durch die Stadt. Palermo verbindet die Befreiung von der Pest und die berichteten Heilungen mit Rosalias Fürsprache. Der Dank prägt die Verehrung der Patronin bis heute.

Kirchlich gepflegte BefreiungstraditionLesen →
Zeichen im Leben der Heiligen

San Gennaro: die Verflüssigung der Blutreliquie

Kathedrale von Neapel · Bezeugt seit dem späten 14. Jahrhundert; wiederkehrend

Bei den öffentlichen Feiern des heiligen Januarius in Neapel wird die im Reliquiar bewahrte Masse wiederholt flüssig. Die Gläubigen verfolgen den Wechsel im verschlossenen Gefäss und danken Gott für das als Blutwunder verehrte Geschehen. Diese Beobachtungstradition reicht bis ins späte Mittelalter zurück. Die Kirche von Neapel verbindet sie mit der heiligen Messe, dem Gebet und der Verehrung ihres Märtyrerpatrons. Die Verflüssigung ist ein reales, öffentlich beobachtbares Phänomen. Seine Erklärung verlangt eine genaue Betrachtung der Reliquie selbst; ein nachgebildetes Modellmaterial kann die Untersuchung des Originals nicht ersetzen.

Verehrtes und öffentlich beobachtetes PhänomenLesen →
Zeichen im Leben der Heiligen

Teresa von Ávila: die Durchbohrung des Herzens

Ávila; Herzreliquie in Alba de Tormes · Um 1560; beschrieben im Buch ihres Lebens

Teresa von Ávila bezeugt in ihrem Lebensbuch eine besondere Gnade der Gottesliebe: Ein Engel erschien mit einer goldenen, feurigen Spitze und durchdrang ihr Herz bis ins Innerste. Die Erfahrung erfüllte sie mit starkem Schmerz und zugleich mit einer Liebe zu Gott, von der sie nicht gelöst werden wollte. Teresa beschreibt selbst, wie Geist und Leib daran Anteil hatten. Sie legte ihre Erfahrungen geistlichen Begleitern zur Prüfung vor und trug ihre Früchte in die Reform des Karmel. Die Kirche verehrt die Transverberation als besondere Gnade im Leben der Heiligen; im Karmel wird sie liturgisch erinnert.

Kirchlich verehrte mystische GnadeLesen →
Die Wunder Jesu

Der Gelähmte von Kafarnaum

Kafarnaum am See von Galiläa · Öffentliches Wirken Jesu im 1. Jahrhundert

In Kafarnaum bringen vier Männer einen Gelähmten zu Jesus. Das Haus ist überfüllt; sie öffnen deshalb das Dach und lassen den Kranken auf seiner Bahre hinab. Jesus sieht ihren Glauben und spricht ihm die Vergebung der Sünden zu. Als Schriftgelehrte an seiner Vollmacht Anstoss nehmen, antwortet er mit einem sichtbaren Wunder: Er befiehlt dem Gelähmten aufzustehen, sein Lager zu nehmen und heimzugehen. Sofort steht der Mann vor allen auf, trägt seine Bahre und geht Gott preisend nach Hause. Die Menschen staunen und verherrlichen Gott. Markus, Matthäus und Lukas bezeugen die Heilung als Offenbarung der Vollmacht des Menschensohnes.

Kanonisches HeilungszeugnisLesen →
Die Wunder Jesu

Der Hauptmann von Kafarnaum

Kafarnaum am See Gennesaret · Öffentliches Wirken Jesu · 1. Jahrhundert

In Kafarnaum liegt der Diener eines Hauptmanns schwer krank danieder. Der Offizier setzt sich für ihn ein und bittet Jesus um Hilfe. Er vertraut so sehr auf dessen Vollmacht, dass er keinen Besuch am Krankenbett verlangt: Ein Wort Christi genügt. Jesus lobt diesen aussergewöhnlichen Glauben, und der Diener wird gesund. Matthäus bezeugt die Heilung in derselben Stunde; Lukas berichtet, dass die zurückkehrenden Gesandten ihn gesund antreffen. Die Sorge um den Kranken, die Fürsprache jüdischer Ältester und die demütige Zuversicht des Hauptmanns prägen dieses Wunder. Seine Bitte lebt im Gebet der Kirche vor der heiligen Kommunion weiter.

Biblisches Wunder im Zeugnis der EvangelienLesen →
Die Wunder Jesu

Der Jüngling von Nain

Nain in Galiläa · Öffentliches Wirken Jesu · 1. Jahrhundert

Vor dem Tor von Nain begegnet Jesus dem Trauerzug einer Witwe: Ihr einziger Sohn wird zur Bestattung hinausgetragen. Jesus sieht die Mutter, erbarmt sich ihrer und hält den Zug an. Er berührt die Bahre und befiehlt dem Toten aufzustehen. Der junge Mann richtet sich auf, beginnt zu sprechen und wird seiner Mutter zurückgegeben. Die Jünger und zahlreiche Menschen erleben das Wunder; sie preisen Gott, der sein Volk besucht hat. Lukas bewahrt den Bericht dieser öffentlichen Totenerweckung. In ihr offenbaren sich Christi göttliche Vollmacht und sein Erbarmen mit einer Mutter, die bereits ihren Mann und nun ihren einzigen Sohn verloren hat.

Biblisches Wunder im Zeugnis der EvangelienLesen →
Die Wunder Jesu

Die Auferstehung Jesu Christi

Jerusalem; weitere Begegnungen in Galiläa · Am dritten Tag nach der Kreuzigung · Osterzeugnisse des Neuen Testaments

Jesus Christus, der am Kreuz gestorben und begraben worden ist, steht am dritten Tag leiblich von den Toten auf. Die Frauen finden das Grab offen; Petrus und der andere Jünger sehen die zurückgelassenen Tücher. Maria Magdalena begegnet dem Herrn. Er zeigt sich den Jüngern, spricht mit ihnen, lässt seine Wunden erkennen und führt Thomas zum Bekenntnis seiner Gottheit. Die Evangelien bewahren diese Begegnungen in Jerusalem und Galiläa. Paulus gibt das empfangene Osterzeugnis weiter und nennt einzelne Zeugen, den apostolischen Kreis und mehr als fünfhundert Brüder zugleich. Ostern ist der wirkliche Sieg Christi über den Tod und das Fundament der christlichen Hoffnung.

Zentrale Wahrheit des christlichen GlaubensLesen →
Die Wunder Jesu

Die Auferweckung des Lazarus

Betanien bei Jerusalem · Vor dem letzten Pascha Jesu · Joh 11–12

Lazarus ist gestorben und liegt seit vier Tagen im Grab, als Jesus Betanien erreicht. Marta bekennt ihren Glauben an ihn als den Christus und Sohn Gottes; Maria fällt trauernd vor ihm nieder. Am Grab weint Jesus. Dann lässt er den Stein entfernen, dankt dem Vater und ruft seinen Freund heraus. Lazarus kommt lebend aus dem Grab, noch in die Grableinentücher gebunden. Die Anwesenden sollen ihn lösen. Viele Zeugen glauben nun an Jesus; andere melden das Geschehen seinen Gegnern. Johannes verbindet dieses machtvolle Wunder mit dem nahenden Kreuz: Der Herr schenkt seinem Freund das Leben und geht selbst seiner Passion entgegen.

Kanonischer Bericht einer TotenauferweckungLesen →
Die Wunder Jesu

Die Heilung der blutflüssigen Frau

Am See Gennesaret, auf dem Weg zum Haus des Jairus · Öffentliches Wirken Jesu · 1. Jahrhundert

Seit zwölf Jahren leidet eine Frau an Blutungen. Viele Behandlungen haben ihr nicht geholfen; ihre Mittel sind aufgebraucht, ihr Zustand hat sich verschlimmert. Als Jesus auf dem Weg zum Haus des Jairus durch die Menge geht, nähert sie sich von hinten und berührt sein Gewand. Sofort endet ihr Leiden. Jesus hält an, ruft sie aus der Verborgenheit und lässt sie vor den Anwesenden sagen, was geschehen ist. Er nennt sie Tochter, würdigt ihren Glauben und entlässt sie in Frieden. Die drei synoptischen Evangelien bezeugen eine Heilung, die den Leib wiederherstellt und die zuvor scheue Frau zur persönlichen Begegnung mit Christus führt.

Biblisches Wunder im Zeugnis der EvangelienLesen →
Die Wunder Jesu

Die Heilung des Aussätzigen

Galiläa; genauer Ort in den Perikopen nicht genannt · Öffentliches Wirken Jesu · 1. Jahrhundert

Ein aussätziger Mann wirft sich vor Jesus nieder und bittet um Reinigung. Er vertraut seiner Macht: Wenn Christus will, kann er ihn heilen. Jesus streckt die Hand aus, berührt ihn und spricht sein wirksames Wort. Sofort weicht der Aussatz. Anschliessend schickt er den Geheilten zur von Mose vorgeschriebenen Vorstellung beim Priester und zur Opfergabe. Der Mann macht das Wunder weitum bekannt; immer mehr Menschen suchen Jesus auf. Markus, Matthäus und Lukas bezeugen diese Begegnung, in der der Herr den schwer Leidenden berührt, seinen Leib heilt und ihm den Weg in das volle Gemeinschaftsleben Israels eröffnet.

Biblisches Wunder im Zeugnis der EvangelienLesen →
Die Wunder Jesu

Die Heilung des Blindgeborenen

Jerusalem; Teich Schiloach · Öffentliches Wirken Jesu · Joh 9

Jesus begegnet in Jerusalem einem Mann, der seit seiner Geburt blind ist. Er bestreicht dessen Augen mit Lehm und sendet ihn zum Teich Schiloach. Der Mann wäscht sich und kehrt sehend zurück. Nachbarn erkennen die Veränderung, seine Eltern bestätigen Identität und angeborene Blindheit, und die religiösen Befrager untersuchen den Vorgang wiederholt. Der Geheilte bleibt trotz Druck bei dem, was er weiss: Er war blind und sieht jetzt. Als man ihn hinausgestossen hat, sucht Jesus ihn auf. Die Heilung führt zum Bekenntnis und zur Anbetung Christi. Johannes 9 bewahrt das Wunder zusammen mit der ausführlichen Befragung seiner Zeugen.

Kanonischer HeilungsberichtLesen →
Die Wunder Jesu

Die Hochzeit zu Kana

Kana in Galiläa; genaue Ortsidentifikation umstritten · Am Anfang des öffentlichen Wirkens Jesu · Joh 2,1–11

Bei einer Hochzeit in Kana geht der Wein aus. Maria bemerkt die Not und trägt sie ihrem Sohn vor. Jesus lässt sechs steinerne Gefässe bis zum Rand mit Wasser füllen. Als die Diener daraus dem Festleiter bringen, kostet dieser vorzüglichen Wein. Die Diener wissen, dass sie Wasser eingefüllt haben; der Festleiter bezeugt die Güte des Weins, ohne seine Herkunft zu kennen. So vollbringt Christus sein erstes öffentliches Wunder und offenbart seine Herrlichkeit. Seine Jünger glauben an ihn. Johannes bewahrt den genauen Ablauf dieser Gabe, in der die Fürsprache Mariens, der Gehorsam der Diener und die schöpferische Vollmacht ihres Herrn zusammenwirken.

Kanonischer WunderberichtLesen →
Die Wunder Jesu

Die Speisung der Fünftausend

Am See von Galiläa; genauer Ort nicht eindeutig bestimmt · Öffentliches Wirken Jesu im 1. Jahrhundert

Am See von Galiläa versammelt sich eine grosse Menschenmenge um Jesus. Als es spät wird, reicht der vorhandene Vorrat bei weitem nicht aus: fünf Brote und zwei Fische. Jesus lässt die Menschen lagern, segnet die Speisen und gibt sie zur Verteilung. Alle essen und werden satt. Danach sammeln die Jünger zwölf Körbe mit Resten. Alle vier Evangelien bezeugen dieses Wunder. Johannes nennt den Knaben mit den Gerstenbroten sowie Philippus und Andreas und verbindet das Geschehen mit der folgenden Rede vom Brot des Lebens. Christus stillt wirklichen Hunger und offenbart sich als der freigebige Herr, der über die Nahrung hinaus sich selbst schenken wird.

In allen vier Evangelien bezeugtLesen →
Die Wunder Jesu

Die Tochter des Jairus

Am See Gennesaret; das Haus des Jairus wird in den Perikopen nicht genau lokalisiert · Öffentliches Wirken Jesu · 1. Jahrhundert

Jairus, ein Synagogenvorsteher, fällt Jesus zu Füssen und bittet um das Leben seiner sterbenden Tochter. Jesus geht mit ihm. Als unterwegs die Todesnachricht eintrifft, fordert er den Vater auf, weiter zu glauben. Im Haus nimmt er das zwölfjährige Mädchen an der Hand und ruft es ins Leben: Talitha kum. Sofort steht es auf und geht umher. Die Eltern sowie Petrus, Jakobus und Johannes sind dabei. Christus, der dem Tod gebietet, sorgt anschliessend dafür, dass das Kind zu essen bekommt. Markus, Matthäus und Lukas bezeugen dieses Wunder; ihre Berichte und die Auslegung der Kirchenväter erschliessen seinen Ablauf und seine Bedeutung.

Biblisches Wunder im Zeugnis der EvangelienLesen →
Die Wunder Jesu

Jesus geht auf dem Wasser

See von Galiläa · Nach der Speisung der Fünftausend

Nach der Speisung der Fünftausend fahren die Jünger über den See, während Jesus zum Gebet zurückbleibt. Gegenwind erschwert die Überfahrt. In der Nacht kommt er über das Wasser zu ihnen. Die Jünger erschrecken, doch er spricht ihnen Mut zu. Matthäus bezeugt auch den Schritt des Petrus: Auf Jesu Ruf geht er ihm entgegen, beginnt beim Anblick des Windes zu sinken und wird sofort von seiner Hand ergriffen. Als sie ins Boot steigen, legt sich der Wind. Die Jünger beten Jesus als Gottes Sohn an. Das in drei Evangelien bezeugte Wunder offenbart die Herrschaft Christi über die Schöpfung und seine rettende Nähe zu den Seinen.

In drei Evangelien bezeugtLesen →
Die Wunder Jesu

Jesus stillt den Sturm

See von Galiläa · Öffentliches Wirken Jesu im 1. Jahrhundert

Am Abend fahren Jesus und seine Jünger über den See von Galiläa. Ein schwerer Sturm kommt auf; die Wellen schlagen ins Boot, während Jesus im hinteren Teil schläft. Die Jünger wecken ihn und rufen um Rettung. Er steht auf, gebietet dem Wind und dem Meer, und eine grosse Stille tritt ein. Die Geretteten fragen voller Ehrfurcht, wer dieser ist, dem selbst Wind und Wasser gehorchen. Matthäus, Markus und Lukas bezeugen das Wunder. Es offenbart die Macht Christi über die Schöpfung und zeigt, wie er Menschen in ihrer Angst zur Erkenntnis seiner Person und zum Vertrauen auf ihn führt.

Synoptisches EvangelienzeugnisLesen →
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